Training Stand-Up-Paddeling – so gesund ist es für den Körper

Der Sommer ist da und auf zahlreichen Gewässern sieht man Menschen auf Stand-Up-Paddeling-Boards, die fröhlich über Kanäle, Seen und kleine Flüsse paddeln. Der Trend zu "suppen" wird immer beliebter, nicht nur da es lässig aussieht, sondern weil es auch richtig fit macht. 

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Der Stand-Up-Paddeling-Trend schwappt immer mehr aus dem Surferparadies Hawaii nach Europa. Das Paddeln im Stehen wird immer beliebter und immer mehr Freizeitsportler setzen mittlerweile auf ihr eigenes Board, als sich immer wieder eins ausleihen zu müssen. Besonders für Einsteiger sind die Modellvielfalt, die richtige Ausführung und der Trainingseffekt verwirrend oder unklar. Wir erklären, warum "suppen" ein so guter Sport ist und worauf Einsteiger beim Board-Kauf achten müssen.

Was ist ein Stand-Up-Paddeling-Board?
Ein SUP ist wie ein übergroßes Surfbrett mit einer Finne unter dem Board. Dazu gehört ein Paddel, welches in der Regel größenverstellbar ist. Die Boards unterscheiden sich in Allround/Freeride Boards, Touring SUP's, Race SUP's und Yoga SUP's. Da die Boards häufig drei bis vier Meter lang und dementsprechend recht sperrig sind, gibt es auch welche, die sich mit einer Standpumpe aufpumpen lassen. Bei Nichtgebrauch wird die Luft abgelassen, das Bord gefaltet und in einer extra Tasche aufbewahrt.

Das richtige Board finden

Stand-Up-Paddeling-Boards (SUP) gibt es in zahlreichen Größen, Formen und Farben mit einer Preisspanne von ca. 300 bis 1500 Euro. Doch welches Board kommt für wen infrage?
 
Allround oder Freeride SUP
Die Boards sind sehr breit und werden ohne ausgeprägte Bordenkurve gebaut. Die Boards sind einfach zu fahren, drehen sich leicht auf dem Wasser und sind kippstabil. Sie eignen sich für ruhige Gewässer und sind besonders bei Einsteigern, Familien und für jeden, der gerne gemütlich paddelt, beliebt. 
 
Touring SUP
Die Touring Boards sind etwas schmaler und länger als ein Allround-Board. Dank seiner stromlinienförmigen Optik kann man sich schnell auf dem Wasser bewegen – ideal für lange Touren. Das Touring-Board ist die perfekte Mischung aus Allround und Race-Board, da es genug Stabilität auch auf unruhigen Gewässern bietet.
 
Race SUP
Ein Race-Board ist noch schmaler, spitzer und länger als ein Touring-Board. Da es nicht besonders kippstabil ist und man eine hohe Geschwindigkeit aufnehmen kann, eignet es sich eher für Fortgeschrittene. Selbst bei kleineren Wellen können Profis schon mal in Schwanken kommen.
 
Yoga SUP
Ein SUP für Yoga ist wie ein Allround-Board aufgebaut und in der Regel sehr breit. Es ist sehr stabil, dreht sich leicht auf dem Wasser und eignet sich neben Yoga auch einfach für gemütlichen Paddeln und entspannen auf dem Wasser. 
 
Länge und Breite sind entscheidend
Um die richtige Länge, Breite und das Volumen des Boards zu finden, kommt es auf das Körpergewicht an. Richtlinien sind folgende:
 
Körpergewicht SUP Board Volumen SUP Board Breite SUP Board Länge
Bis 60 kg 170 Liter 75 cm 310 - 340 cm
Bis 70 kg 180 Liter 78 cm 310 - 340 cm
Bis 80 kg 220 Liter 78 cm 340  370 cm
Über 85 kg 230 Liter 78 cm oder mehr 340 - 370 cm

Ganzheitliches und gelenkschonendes Training

Auch wenn das Paddeln auf einem SUP einfach und entspannend aussieht, erfordert es ganz schön viel Arbeit, die Balance zu halten. Das Paddeln ist ein wahres Ganzkörper-Workout, da es so gut wie jeden Muskel vom Fuß bis in die Schulter trainiert. 

Beanspruchung der Tiefenmuskulatur
Durch das ständige Ausbalancieren und verlagern des Körpergewichts, z. B. um die Richtung zu ändern, wird besonders die feine Tiefenmuskulatur angesprochen. Bei Disbalancen im Körper kann das Paddeln auf einem Board diese Ungleichheiten in Rücken, Bauch, Rumpf, Beine oder Arme wieder ausgleichen. 

Intensität und Anstrengung selbst bestimmen
Ob schnelle und kräftige Paddelschläge oder ruhiges Paddeln – Sie bestimmen Ihr Tempo ganz allein. Je schneller und kraftvoller Sie unterwegs sind, desto anstrengender wird es und auch der Puls geht nach oben, wodurch ordentlich Kalorien verbrannt werden. Der ideale Sport also für den Sommer. Wer es auf dem Board jedoch entspannter angehen möchte, erholt den Körper und Seele und Stress wird abgebaut. 

SUP Yoga – die Yogamatte auf das Wasser verlagern
Yoga an sich kann schon ziemlich anstrengend sein, aber auf einem Stand-Up-Paddeling-Board ist es schon ein wahrer Balanceakt. Ein breites Board eignet sich dafür am besten. Yoga auf dem SUP trainiert noch mehr die Tiefenmuskulatur, die Balance, Koordination und Konzentration als es normales Yoga ohnehin schon tut. Zugegeben, am Anfang ist es schon etwas schwerer, aber wer allgemein eine gute Balance hat und nicht unbedingt Yoga-Anfänger ist, wird im Sommer viel Freude bei SUP-Yoga haben.

Datum: 23.06.2020

Autor: Christina Liersch