22. Juni 2021
Welche Globuli helfen bei Heuschnupfen?

Welche Globuli helfen bei Heuschnupfen?

Jeder fünfte Deutsche leidet unter Heuschnupfen. Eine Behandlung ist meist langwierig und durchläuft mehrere Phasen. Können Globuli bei Heuschnupfen schnelle Abhilfe verschaffen und auf natürlichem Wege die Beschwerden lindern?

Allergische Rhinitis, wie Heuschnupfen medizinisch genannt wird, ist im klassischen Sinne eine Erkrankung der Atemwege. Sie beginnt meist in frühen Kinderjahren und bleibt ein Leben lang. Zwar gibt es mittlerweile vielversprechende Therapien, doch diese helfen leider nicht allen Betroffenen. Wir verraten, welche homöopathische Mittel bei Heuschnupfen helfen. Noch viele weitere Fragen beantwortet unser großes Allergie-ABC.

Was passiert bei Heuschnupfen im Körper?

Eigentlich sollten Pollen keine Reaktion im Körper auslösen. Bei Heuschnupfen reagiert der Körper allerdings mit einer Abwehrreaktion, die man nur von einem viralen oder bakteriellen Infekt kennt. Und tatsächlich laufen die gleichen Mechanismen ab, wie bei einer realen Erkrankung. Das Immunsystem erkennt eindringende Pollen als Gefahr und sendet Antikörper aus, welche die Eindringlinge abbauen sollen. Unser Körper reagiert deshalb mit den typischen Symptomen einer Erkältung: Augen jucken und brennen, die Schleimhaut in der Nase schwillt an, das Atmen fällt schwer. Bei ganz schwerwiegenden Fällen tritt sogar Asthma auf.

Warum unser Körper diese Abwehrreaktion startet, ist bis heute nicht restlos geklärt. Manche Forscher nennen die übersteigerte Hygiene in modernen Gesellschaften als Grund. Unser Körper muss sich nicht mehr gegen herkömmliche Bakterien wehren, deswegen "erfindet" er Erreger. Als Argument für diese These spricht, dass Menschen aus Regionen mit einem niedrigeren Hygienestandard und Naturvölker nahezu keine Allergien kennen. Ihr Körper hat genügend "Arbeit" mit anderen Keimen zu tun. Eine weitere Theorie macht die stärkere Umweltbelastung durch Feinstaub und andere Verschmutzungen in der Luft für das häufige Auftreten von Allergien verantwortlich. Wir haben 20 Allergie-Therapien auf ihren Nutzen getestet.

Homöopathie lindert Heuschnupfen

Die Therapie von Heuschnupfen ist meist sehr langwierig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Neueste Behandlungen stützen sich auf drei Säulen: Zunächst einmal sollen Betroffene versuchen, den Allergie auslösenden Stoff zu meiden. Als zweiter Schritt werden Medikamente verschrieben, welche die Symptome des Heuschnupfens bekämpfen. Als letzter Punkt wird mit einer an den Patienten angepassten Immuntherapie begonnen. Hierbei ist es wichtig, so früh wie möglich nach Auftreten der Krankheit zu beginnen, um eine Neusensibilisierung zu verhindern. Trotz der umfassenden Maßnahmen ist solch eine Therapie nicht immer von Erfolg gekrönt. Eine sanfte Alternativ-Behandlung bietet die Homöopathie.

Globuli lindern Allergiesymptome

Solange Sie der Heuschnupfen nicht stark einschränkt, können Sie ihn homöopathisch behandeln. Sind Ihre Beschwerden jedoch sehr belastend und beeinträchtigen sie Ihre Lebensqualität, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Spätestens wenn Beschwerden wie Asthma, Ekzeme, Nahrungsmittelallergien oder Magen-Darm-Probleme hinzukommen, führt kein Weg daran vorbei. Globuli in Selbstmedikation können zudem nur die Symptome der Allergie lindern. Wer die Allergie hingegen ursächlich behandeln möchte, sollte lieber einen Arzt zurate ziehen.

Achtung: Leiden Sie unter einer Pollenallergie können Sie mit der Zeit auch auf andere Dinge allergisch reagieren. Wird der Heuschnupfen nicht behandelt, kann es zu zudem zu einem sogenannten Etagenwechsel kommen. In diesem Fall sind nicht mehr nur die oberen Atemwege, sondern auch die Bronchien betroffen und es kann zu allergischem Asthma kommen. Heuschnupfen sollte daher immer ernst genommen und behandelt werden.

Das Heuschnupfenmittel von DHU lindert schnell und natürlich akute Symptome wie Niesanfälle, eine brennende Nase sowie juckende und tränende Augen. Auch für Kinder ist das Mittel aus der Homöopathie bestens geeignet, da es im Vergleich zu Antihistaminika, die Symptome nicht unterdrückt, sondern das Immunsystem auf natürlichem Weg reguliert.

Die besten Globuli gegen Heuschnupfen

  • Galphimia glauca: Dieses Mittel der Homöopathie hat sich bewährt, wenn Sie an einer verstopften und laufenden Nase im Wechsel leiden. Auch bei Atemwegsbeschwerden kann es helfen.
  • Cardiospermum: Sollten Sie unter Juckreiz im Bereich der Augen und des Nasenraums leiden, wird dieses Mittel empfohlen. Es kann den Juckreiz lindern und sorgt so gerade nachts für Beruhigung.
  • Euphrasia: Leiden Sie unter geröteten und brennenden Augen, die im Laufe des Tages auch noch anfangen zu tränen? Euphrasia hilft gegen diese Symptome.
  • Allium cepa: Mit diesem Präparat lässt sich eine laufende Nase behandeln. Es sorgt dafür, dass Ihre Schleimhäute abschwellen und Sie nicht andauernd ein Taschentuch zücken müssen.
  • Luffa Operculata: Neben Galphimia glauca hat sich auch Luffa Operculata als Mittel gegen Atembeschwerden bewährt. Es lässt die Schleimhäute abschwellen und lindert den Juckreiz beim Atmen.
  • Natrium muriaticum: Sie müssen häufig niesen und Ihr Schnupfen wechselt zwischen Fließ- und Stockschnupfen? Dann können Sie Natrium muriaticum verwenden. Außerdem hilft es, wenn Lippenherpes als Begleitsymptom auftritt.
  • Iodum: Wenn Nase, Kehlkopf, Lunge und Augen betroffen sind, ist Iodum die richtige Wahl. Zudem hilft es bei Juckreiz und einem Fremdkörpergefühl in den Augen.

Globuli gegen Heuschnupfen richtig einnehmen

Haben Sie sich für ein homöopathisches Mittel gegen Heuschnupfen entschieden, nutzen Sie zur Selbstbehandlung die niedrigste Potenz. Die Potenz von allen hier vorgestellten Mitteln liegt bei D6. Globuli in den Potenzen D6 oder C6 können bei Bedarf jede Stunde eingenommen werden. Eine Dosis besteht aus drei Globuli, die Sie unter der Zunge zergehen lassen können. Wichtig: Niemals die Tages-Höchstmenge von zehn Einnahmen überschreiten!

Video: 10 Tipps bei Heuschnupfen - so vermeiden Sie allergische Reaktionen

Lade weitere Inhalte ...