14. Januar 2022
Wechseljahre: Warum Frauen unter Schlafstörungen leiden

Wechseljahre: Warum Frauen unter Schlafstörungen leiden

Vermehrtes Schwitzen, eine verringerte Libido oder Stimmungsschwankungen zählen zu den klassischen Wechseljahrsbeschwerden. Besonders häufig können auch Schlafstörungen auftreten. Wir erklären Ihnen, welche Ursachen hinter der Schlaflosigkeit stecken.

Die meisten Frauen kommen zwischen Mitte 40 und Anfang 50 in die Wechseljahre. In dieser Zeit nimmt die Fruchtbarkeit der Frau stetig ab, da die Eierstöcke weniger die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron produzieren. Die Folge: Die Eisprünge und daher auch die Monatsblutung werden unregelmäßiger und bleiben schließlich ganz aus. Dieses Auf und Ab der Hormone geht an den meisten Frauen nicht spurlos vorbei. Die hormonelle Dysbalance macht sich daher durch verschiedene Beschwerden bemerkbar. So berichten Frauen mittleren Alters häufig über Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, den Verlust der Libido und klagen eben auch über Schlafstörungen, die sich durch Probleme beim Ein- und Durchschlafen äußern. Die Folge: Betroffene fühlen sich am nächsten Morgen gerädert, sind müde und antriebslos.

Schlafstörungen in den Wechseljahren: Es gibt mehrere Ursachen

Aber wieso kommt es überhaupt zu Schlafstörungen in den Wechseljahren? Dafür gibt es mehrere Erklärungsansätze. Zum einen führt ein Mangel des Progesterons dazu, dass wir schlechter einschlafen. Denn das Hormon hat eine angstlösende und schlaffördernde Eigenschaft. Fehlt es uns daher an Progesteron, kann unsere Schlafqualität erheblich darunter leiden. Die Schlafstörungen können auch durch nächtliche Schweißausbrüche hervorgerufen werden, die durch die Östrogenabnahme begünstigt werden.

Neben den hormonellen Veränderungen können auch andere Ursachen infrage kommen. Rückenprobleme, zu schwere Mahlzeiten am Abend oder äußere Einflüsse wie Stress können für schlaflose Nächte sorgen. Zudem wird die natürliche Phase des Tiefschlafs mit zunehmendem Alter deutlich kürzer. Hinzu kommt, dass im Alter die Produktion des Schlafhormons Melatonin abnimmt, weshalb Sie ebenfalls schlechter schlummern können. Diese altersbedingten Veränderungen können daher auch Schlafstörungen hervorrufen.

Schlafstörungen ärztlich abklären lassen

Sie sollten Ihre Schlafstörungen auf jeden Fall ernst nehmen. Denn wer dauerhaft schlecht schläft, hat ein höheres Risiko für Depressionen, Übergewicht oder Fettleibigkeit. Suchen Sie daher einen Arzt oder eine Ärztin auf, um die genaue Ursache feststellen zu können und ernsthafte Erkrankungen wie eine Über- sowie Unterfunktion der Schilddrüse oder chronische Krankheiten ausschließen zu können.

Das hilft gegen Schlaflosigkeit: 5 Tipps

Schaffen Sie die bestmöglichen Voraussetzungen, um gut ein- und durchzuschlafen. Bereits kleinste Veränderungen können dazu beitragen und erheblich Ihre Schlafqualität verbessern. 

  • Trinken Sie am Abend keine koffeinhaltigen Getränke wie Kaffee oder Cola.
  • Zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollten Sie möglichst auf Fernsehen und Smartphone verzichten.
  • Lüften Sie Ihr Schlafzimmer. Bei kühleren Temperaturen lässt es sich besser schlafen.
  • Gehen Sie immer am besten zur gleichen Uhrzeit ins Bett.
  • Machen Sie Atemübungen. Diese beruhigen und entspannen Sie.

Video: Wechseljahre – 10 Veränderungen, die ich beeinflussen kann

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