Vorzeitiger Samenerguss: 5 Tipps, die helfen

Vorzeitiger Samenerguss: 5 Tipps, die helfen

Ein zu früher Orgasmus beim Geschlechtsverkehr ist vielen Männern unangenehm. Doch dabei ist ein vorzeitiger Samenerguss durchaus verbreiteter als angenommen. Welche Ursachen dahinterstecken und welche 5 Tipps gegen einen vorzeitigen Samenerguss helfen, lesen Sie hier. 

Was ist der Samenerguss?

Kommt beim Geschlechtsverkehr der Mann zum Orgasmus, erfolgt der Samenerguss (Ejakulation). Hierbei fließt ein Gemisch aus Samenzellen und Samenflüssigkeit aus dem Penis. Wie schnell ein Mann zum Höhepunkt kommt, ist unterschiedlich und individuell.

Wenn der Mann sehr schnell, also bereits vor dem Einführen oder innerhalb von ein bis zwei Minuten kommt, spricht man von einem vorzeitigen Samenerguss (Ejaculatio präcox). Vielen betroffenen Männern ist ein vorzeitiger Samenerguss peinlich und daher zählt er zu den Tabuthemen. Dabei ist ein vorzeitiger Samenerguss eine häufige Erektionsstörung und verbreiteter als angenommen.

Laut einer Studie sind rund 20 bis 25 Prozent aller Männer betroffen – so lautet das Ergebnis einer Online-Umfrage, in der Männer aus den Vereinigten Staaten, Deutschland und Italien im Alter von 18 bis 70 Jahren befragt wurden.

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Ursachen eines vorzeitigen Samenergusses

Der vorzeitige Samenerguss wurde bislang recht wenig erforscht. Sexualmediziner unterscheiden von primären und sekundären Ursachen. Wenn Männer bereits in jungen Jahren „zu früh kommen“ handelt es sich um einen primären Grund. Im Laufe der Zeit werden sie sexuell erfahrener und lernen, länger den Orgasmus hinauszuzögern.

Sekundäre Ursachen eines vorzeitigen Samenergusses sind beispielsweise allgemeine Erektionsstörungen. Weitere körperliche Faktoren sind zum Beispiel ein überempfindlicher Penis oder eine Störung der Signalübertragung zwischen den Nervenzellen.

Auch äußere Einflüsse wie psychische Probleme wie Versagensangst, Beziehungsprobleme oder Stress können einen vorzeitigen Samenerguss begünstigen. Auf Dauer empfinden es viele Männer als belastend und beschämend, zu früh beim Sex zu kommen. Auch die Partnerschaft kann darunter leiden. Die gute Nachricht: Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um eine vorzeitige Ejakulation zu vermeiden:

5 Tipps gegen einen vorzeitigen Samenerguss

Tipp 1: Sprechen Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin

Das allererste, was Sie tun sollten: Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner. Auch wenn das meist leichter gesagt als getan ist, kann eine offene Kommunikation bereits erste Erfolge verzeichnen und den „Erfolgsdruck“ beim Geschlechtsverkehr herausnehmen.

Tipp 2: Gehen Sie zum Arzt

Um möglicherweise eine ernsthafte Erkrankung für Ihren vorzeitigen Samenerguss auszuschließen, sollten Sie Ihren Urologen aufsuchen. Infrage kommen zum Beispiel Diabetes, Entzündungen der Prostata oder Erkrankungen der Schilddrüse. Zusätzlich kann er Sie über mögliche Therapieansätze aufklären.

Tipp 3: Eine Therapie kann weiterhelfen

Im Rahmen einer Therapie lernen Betroffene ohne Erwartungsdruck und Angst Sex zu haben. Sie erfahren, wie Sie alte Denkmuster durchbrechen und Verhaltensweisen ablegen. Außerdem bekommen Sie verschiedene Techniken an die Hand, um den Samenerguss hinauszuzögern – eine stellen wir Ihnen gleich direkt einmal vor.

Tipp 4: die Stopp-Start-Methode

Die sogenannte Stop-Start-Methode soll den Höhepunkt hinauszögern. Das gelingt, indem Sie zum Beispiel bei der Selbstbefriedigung oder beim Geschlechtsverkehr kurz vorm Höhepunkt innehalten und die Erregung nachlässt. Anschließend befriedigen Sie sich weiter und wiederholen das Ganze. Mithilfe der Methode lernen Sie, Ihren Orgasmus besser zu kontrollieren.

Tipp 5: medikamentöse Behandlung

Ihr Arzt kann Ihnen auch Medikamente mit dem Wirkstoff Dapoxetin verschreiben, welche zur Gruppe der Antidepressiva gehören. Hierbei handelt es sich um sogenannte Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, welche die Ejakulation hinauszuzögern. Da das Medikament sich auf Ihren Serotoninspiegel auswirkt, kann es zu ungewollten Begleiterscheinungen kommen. Mögliche Nebenwirkungen sind Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen.

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