14. Dezember 2020
Übersäuerung: 5 Anzeichen und Tipps gegen Azidose

Körperliche Anzeichen einer Übersäuerung und Tipps dagegen

Eine Übersäuerung tritt auf, wenn der pH-Wert sinkt. Wir verraten Ihnen, an welchen Anzeichen Sie eine Azidose erkennen, welche Lebensmittel basisch wirken sowie Hausmittel und Tipps, um Ihren Körper zu entsäuern.

Übersäuerung: Wie kommt es zur Azidose?

Als Azidose oder Übersäuerung bezeichnet man ein Absinken des pH-Werts im menschlichen Blut unter einen Wert von 7,36. Eine akute, stoffwechselbedingte Übersäuerung (metabolische Azidose) ist durchaus gefährlich für uns Menschen. Jedoch ist eine Übersäuerung dieser Stärke nicht allein durch eine ungesunde Ernährung zu erreichen. Die akute metabolische Azidose tritt lediglich infolge von chronischen Nierenleiden oder eines diabetischen Komas auf. Dennoch kann eine stark säurebildende Ernährungsweise zu einer leichten Übersäuerung (latente Azidose) führen. Dabei rutscht der pH-Wert zwar nicht direkt in den sauren Bereich ab, befindet sich jedoch an der Untergrenze der üblichen Werte. Bei Verdacht einer Übersäuerung sollten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Hausarzt führen. Dieser kann gegebenenfalls einen Bluttest in die Wege leiten, um eine chronische latente Übersäuerung oder eine metabolische Azidose zu diagnostizieren oder auszuschließen.

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5 Körperliche Anzeichen einer Übersäuerung

  1. Niedriger pH-Wert: Eine erhöhte Säureausscheidung über die Nieren ist ein klares Indiz für eine Übersäuerung. Zwar liegt bei einer ernährungsbedingten Übersäuerung der pH-Wert meist noch im Toleranzbereich, ist jedoch zum Sauren hin verschoben. Dies kann die Puffersysteme des Körpers unnötig belasten. Lassen Sie Ihren pH-Wert bei Bedarf von Ihrem Hausarzt oder Urologen checken.
  2. Mineralstoffmangel: Da die Pufferung von Säuren im Körper mithilfe von Mineralstoffen geschieht, kann eine stark säurebildende Ernährungsweise den Mineralstoffhaushalt des Körpers durcheinander bringen und zu einem Mineralstoffmangel führen. Beim nächsten Hausarztbesuch können Sie diese Thematik ansprechen und bei Bedarf Ihre Mineralstoffspiegel messen lassen.
  3. Brüchige Knochen: Das Puffern von Säuren geschieht auch innerhalb von Knorpel- und Bindegewebe, wodurch diese Strukturen bei einer langfristigen Azidose geschwächt werden. Zudem kann eine Übersäuerung zu Calcium-Verlusten über die Nieren führen. Der für die Knochenstabilität so wichtige Mineralstoff fehlt dann dort, wo er benötigt wird.
  4. Sodbrennen: Das äußerst unangenehme, auch als gastroösophagealer Reflux bekannte Phänomen, tritt auf, wenn wir zu viele säurebildende Lebensmittel zu uns nehmen. Andere Ursachen sind fehlende Bewegung und Liegen auf der rechten Seite, da der Magen sich in der linken Körperseite befindet und damit ein Gefälle zur Speiseröhre entsteht.
  5. Müdigkeit: Das ständige Bekämpfen der Säurelast raubt dem Körper viel Energie. Müdigkeit kann daher vermehrt bei einer stark säurebildenden Ernährung auftreten.

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7 Tipps und Hausmittel gegen Übersäuerung

  1. Basische Lebensmittel: Die meisten Obst- und Gemüsesorten sind nicht nur gesund, sondern äußerst günstig für unseren Säure-Basen-Haushalt. Sie enthalten meist viele basische Mineralstoffe, die der Säure entgegenwirken. Hier gilt: Je bunter, desto besser. Essen Sie also möglichst abwechslungsreich und farbenfroh. Wir haben für Sie eine Übersicht zu den besten basischen Lebensmitteln.
  2. Stress reduzieren: Unter Stress und Anspannung schüttet der Körper Adrenalin aus. Dadurch beschleunigen sich der Herzschlag und die Atemfrequenz. Jedoch verringert sich die Atemtiefe, welche essenziell für das Abpuffern von Säuren über die Atmung ist. Vermeiden Sie daher übermäßigen Stress und bauen Sie regelmäßige Atemübungen in Ihren Alltag ein.
  3. Basische Tees und Kräuter: Die allermeisten Kräuter wirken im Körper basisch. Anstelle von Salz sollten Sie daher stets frische oder getrocknete Kräuter zum Würzen benutzen. Auch basische Kräutertees, z.B. mit Brennnesselblättern von Salus oder Bad Heilbrunner, können bei einer chronischen latenten Übersäuerung helfen.
  4. Tierprodukte meiden: Die meisten tierischen Lebensmittel wie Fleisch, Milch und Käse enthalten entzündungsfördernde und säurebildende Stoffe. Daher sollten Sie sich grundlegend pflanzenbetont ernähren und besonders nach deftigen Festgelagen einen veganen Tag mit viel gedünstetem Gemüse einlegen.
  5. Basische Mineralstoffe: In akuten Fällen, insbesondere unterwegs oder auf Reisen, kann auch ein Nahrungsergänzungsmittel mit basischen Mineralstoffen helfen (z.B. Basica Direkt, Basen-Aktiv-Kräuterelixir von Salus oder Bullrich Basentabletten).
  6. Fertigprodukte meiden: Viele Fertiggerichte aus dem Supermarkt enthalten Unmengen an Salz und Zucker. Insbesondere der Zucker führt zur Übersäuerung und Entzündungen im Körper. Lassen Sie daher die Finger von abgepacktem Fertigessen, und bereiten Sie sich ausgewogene Mahlzeiten mit frischem oder tiefgekühltem Gemüse zu. Gemüse ist die beste Kaliumquelle und wirkt basisch auf Ihren Körper.
  7. Viel trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr begünstigt die Ausscheidung von Säuren über die Nieren. Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee täglich, um Übersäuerungen vorzubeugen bzw. sie zu bekämpfen.

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