31. August 2021
Schmerzen am Penis: Ursachen für Penisschmerzen

Die häufigsten Ursachen für Schmerzen am Penis

Ob ein Brennen, ein Jucken oder ein Ziehen – Schmerzen am besten Stück erzeugen einen hohen Leidensdruck und sind vielen Männern peinlich. Welche Ursachen es für Penisschmerzen gibt und wann Sie damit zum Arzt sollten, erfahren Sie hier.

Die häufigsten Ursachen für Schmerzen am Penis

1. Zu viel Reibung

Infolge eines starken mechanischen Reizes, z.B. durch zu viel Reibung beim Geschlechtsverkehr oder der Selbstbefriedigung, können Rötungen, wunde Stellen sowie Schmerzen an Eichel und Vorhaut auftreten. In der Folge sollten Sie jegliche Reibung minimieren und gegebenenfalls eine Heilsalbe auf den wunden Stellen anwenden. Zur Vorbeugung können Sie beim Sex und der Masturbation auf Gleitmittel zurückgreifen, um die Reibung zu reduzieren.

2. Geschlechtskrankheiten

Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze, die bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen werden, können brennende Schmerzen an der Eichel verursachen. Dazu zählen unter anderem Chlamydien, Gonorrhoe (Tripper) und die Trichomonaden-Infektion. Vor der Übertragung schützt einzig und allein das Kondom. Bei bereits ausgebrochener Erkrankung sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, um die Infektion mit einem geeigneten Antibiotikum oder einem anderen Medikament behandeln zu lassen. 

3. Harnwegsinfekt

Wenn Sie beim Wasserlassen ein unangenehmes Brennen verspüren, kann dies auf einen Harnwegsinfekt oder eine Entzündung der Harnröhre hindeuten. In Panik müssen Sie hierbei nicht verfallen, da solch ein Infekt durch die Behandlung mit Antibiotika meist innerhalb von wenigen Tagen abklingt. Zögern Sie jedoch den Besuch beim Hausarzt oder Urologen nicht hinaus, damit sich der Infekt nicht weiter in Richtung Nieren oder Blutbahn ausbreiten kann.

4. Starke Krümmung des Penis

Eine krankhafte Verkrümmung des Penis wird als Peyronie bezeichnet. Dabei kann sich das Geschlechtsteil im erigierten Zustand um bis zu 90 Grad verkrümmen. Während leichte Krümmungen normal und unproblematisch sind, kann eine Peyronie zu starken Schmerzen führen und einer Operation bedürfen. Hierbei muss eine Gewebeverdickung oder Fehlbildung des Schwellkörpers behoben werden.

5. Penisbruch

Wird das beste Stück im erigierten Zustand ruckartig stark verbogen, kann es im schlimmsten Fall zu einem Penisbruch kommen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Knochenfraktur, sondern um ein Einreißen von Bindegewebe und Blutgefäßen, weswegen sie auch als Schwellkörperruptur bezeichnet wird. Dabei handelt es sich immer um einen Notfall, der schnellstmöglich einer ärztlichen Behandlung bedarf.

6. Vorhautverengung

Eine sogenannte Phimose tritt vermehrt im jungen Kindesalter auf, kann aber auch im Laufe des Lebens durch Verletzungen oder Diabetes entstehen. Dabei führen örtliche Entzündungen an der Vorhaut zur Bildung von Narbengewebe, das eine Vorhautverengung begünstigen kann. Bei leichten Phimosen sind nichtoperative Behandlungen Erfolg versprechend. Bei schwereren Fällen kann eine Beschneidung notwendig sein.

Wichtig: Unbehandelte Entzündungen oder Verletzungen des Penis können im schlimmsten Fall mit ernsten Folgen wie Erektionsstörungen oder Einblutungen einhergehen. Um Langzeitfolgen zu verhindern, sollten Sie sich daher bei anhaltenden Schmerzen und Symptomen sofort an Ihren Hausarzt oder Urologen wenden.

Quellen: urologie.umg.eu, urologie-am-ring.de

Lade weitere Inhalte ...