1. Oktober 2021
Arteriosklerose: Anzeichen für verstopfte Arterien


Arteriosklerose: Anzeichen für verstopfte Arterien


Bei einer Arteriosklerose bilden sich Ablagerungen aus Fett und Kalk in den Gefäßwänden. Diese werden starrer sowie dicker und das Blut kann nicht mehr so gut durch die Arterien strömen. Folgeerkrankungen der Arteriosklerose sind zum Beispiel Schlaganfall, Herzinfarkt oder Einschränkung der Nierenfunktion. Welche Anzeichen auf verkalkte Arterien hinweisen, erfahren Sie hier.

Was ist eine Arteriosklerose?

Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen als auch eine ungesunde Lebensweise wie Rauchen, erhöhter Alkoholkonsum, Bewegungsarmut, Übergewicht sowie Mangel- oder Fehlernährung verstärken die Gefäßveränderungen. Diese entstehen, wenn Gefäße beispielsweise durch einen hohen Blutzucker, Schadstoffe oder aber auch durch Belastung beschädigt werden, sodass sich Risse bilden. Aufgrund der undichten Gefäßwände dringen Fette, Cholesterin und Kalzium ein und bilden Ablagerungen. Währenddessen versucht der Körper die Risse durch Narbengewebe zu flicken. Dabei entsteht sogenannter Plaques. Die Folge: Die Gefäßwände werden durch diese Veränderungen dicker und verhärten. Das Blut fließt weniger gut durch die Arterien und es kommt zu Durchblutungsstörungen. Im weiteren Verlauf können die Plaques abbrechen. Es bilden sich Blutgerinnsel (Thromben), welche die Gefäße zusätzlich verstopfen oder sogar verschließen können. Über den Blutstrom können diese Thromben Gefäßverschlüsse (Embolien) in Organen verursachen.

Anzeichen für verstopfe Arterien

Grundsätzlich kann eine Arteriosklerose alle Arterien betreffen. Eine Arteriosklerose entwickelt sich langsam und meist schleichend. Die Anzeichen äußern sich daher meistens erst im höheren Alter. Die Symptome hängen davon ab, welche Gefäße im Körper betroffen sind.

  • Eine verminderte Durchblutung des Herzmuskels äußert sich durch ein Engegefühl im Brustkorb oder linksseitige Brustschmerzen.
  • Eine Durchblutungsstörung im Gehirn macht sich durch verschiedene Symptome bemerkbar. Dazu gehören Schwindel. Lähmungen, ein Taubheitsgefühl, Übelkeit, Sprechstörungen oder Hörverlust.
  • Eine verstopfte Halsschlagader macht sich durch Funktionsstörungen des Nervensystems wie Lähmungen oder Sprachstörungen bemerkbar. Es droht ein Schlaganfall.
  • Eine Arteriosklerose in den Nierengefäßen zeigt sich durch eingeschränkte Nierenfunktionen und zu Bluthochdruck. Es kann im schlimmsten Fall zu Nierenversagen kommen.
  • Bei einer Arterienverengung in Armen und Beinen treten Schmerzen auf – erst unter Belastung, später auch im Ruhezustand. Wunden heilen zudem schlechter. In schlimmen Fällen kann Gewebe absterben. Bei einer verstopften Arterie in den Füßen haben Betroffene öfters blasse, kalte Füße sowie blaue Zehen.

Früherkennung: Wie kann ich feststellen, ob ich Durchblutungsstörungen habe?

Um Gefäßverengungen frühzeitig zu erkennen, kann eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der venösen Gefäße ratsam sein. Mithilfe des Ultraschalls kann die Strömungsgeschwindigkeit und die Strömungsrichtung des Blutes in den Blutgefäßen untersucht werden. Ärzte empfehlen Menschen ab 60 Jahren Venen und Arterien vorbeugend mit Ultraschall untersuchen zu lassen. 

Wer Diabetes mellitus erkrankt ist, Bluthochdruck hat oder unter einer Fettstoffwechselstörung leidet, sollte regelmäßig sein Blut untersuchen und den Blutdruck messen lassen.

Arteriosklerose behandeln

Eine Arteriosklerose kann mit Medikamenten oder mit einer Operation behandelt werden – abhängig vom Ausmaß der Gefäßverengung. Es gibt bislang noch kein Medikament, welches die Gefäßablagerungen auflöst. Allerdings werden bei einer Arteriosklerose Medikamente zur „Blutverdünnung“ (z. B. Acetylsalicylsäure) angewendet. Ziel ist es, die Bildung von Blutgerinnseln zu unterbinden. Da Arteriosklerose durch Ablagerungen hervorgerufen wird, sind sogenannte Cholesterin-Synthese-Hemmer erfolgreich, um die körpereigene Bildung von Cholesterin in der Leber zu hemmen.

In schweren Fällen, wenn Komplikationen wie ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall drohen, ist eine Operation meistens unumgänglich. Der Arzt kann mithilfe eines Katheters die Gefäßverengung aufdehnen und somit den Blutstrom normalisieren. Bei einer fortgeschrittenen Arteriosklerose oder wenn ein längerer Arterienabschnitt betroffen ist, kann eine Bypass-Operation helfen. Dabei werden Engstellen in den Herzgefäßen überbrückt.

Arteriosklerose vorbeugen

Um Durchblutungsstörungen bestmöglich vorzubeugen, hilft ein gesunder Lebensstil. Dazu zählen eine pflanzenbasierte Ernährung mit wenig tierischen Fetten und regelmäßige Bewegung. Wer auf Zigaretten verzichtet, nur wenig Alkohol trinkt und ein Normalgewicht hat, schützt seine Arterien.

Quellen: bundesgesundheitsministerium.de, kbv.de, internisten-im-netz.de

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