5. Februar 2021
So verändern sich Penis und Hoden im Alter

So verändern sich Penis und Hoden im Alter

Bei geschlechtsspezifischen Veränderungen im Alter denkt man als Erstes an die Menopause und vielleicht an eine hängende Brust. Aber auch die männlichen Geschlechtsorgane sind von Alterserscheinungen betroffen. Wie sich Penis und Hoden im Alter verändern, erfahren Sie hier!

So verändern sich die Hoden im Alter

Ähnlich wie die Brüste der Frau sind auch die Hoden des Mannes nicht vor der Schwerkraft gefeit. Mit voranschreitendem Lebensalter lässt das Bindegewebe nach, welches den Hodensack – auch Skrotum genannt – stützt. Deswegen hängen die Hoden mit zunehmendem Alter weiter unten. Hängende Hoden sind daher kein Grund zur Sorge, sondern eine natürliche Alterserscheinung. Nimmt jedoch die Größe der Hoden selbst zu, sollte der Arzt des Vertrauens aufgesucht werden, z.B. der Hausarzt oder Urologe. Er kann klären, ob beispielsweise die Nebenhoden entzündet und daher angeschwollen sind.

Was jedoch im Alter kaum nachlässt, ist die Spermienproduktion. Bei gesunden Männern gibt es in Sachen Fruchtbarkeit nach bisherigen Erkenntnissen höchstens schleichende altersbedingte Einschränkungen ab dem 40. oder je nach Mann auch erst ab dem 50. oder 60. Lebensjahr. Ab 40 werden Stück für Stück weniger Spermien gebildet, ihr Transport über den Samenstrang funktioniert jedoch weiterhin einwandfrei. Um eine nachlassende Fruchtbarkeit müssen sich die meisten Männer mittleren Alters somit kaum Sorgen machen.

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So verändert sich der Penis im Alter

Der Penis selbst verändert sich gar nicht allzu sehr im Alter. Bei vielen Männern scheint er jedoch mit fortschreitendem Alter Jahr für Jahr immer ein bisschen zu schrumpfen. Das liegt allerdings meist nicht am Penis selbst, sondern am Bauchfett. Der Penis wirkt kleiner, da der Bauch des Mannes von Jahr zu Jahr größer wird. Zwei Drittel der deutschen Männer sind übergewichtig, was nicht nur gesundheitliche Folgen hat, sondern sich auch optisch am besten Stück bemerkbar macht. Eine Gewichtsabnahme ist daher eine gute Option, um den Penis wieder größer wirken zu lassen.

Die viel größere Veränderung im Alter betrifft den Schwellkörper des Penis. Dieser füllt sich bei einer Erektion mit Blut, um den Penis steif zu machen. Die Elastizität aller Blutgefäße nimmt jedoch mit dem Alter ab. Davon sind leider auch die Blutbahnen des Penis betroffen, weswegen die Härte und Dauer der Erektion im Alter nachlassen kann. Da Erektionen den Schwellkörper und dessen Elastizität trainieren, ist die beste Vorbeugung regelmäßiger Geschlechtsverkehr oder Selbstbefriedigung. Außerdem sind alle Maßnahmen wirksam, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und die Blutgefäße fit und elastisch halten.

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Andropause: Kommen Männer auch in die Wechseljahre?

Tatsächlich verändert sich der Hormonhaushalt von Männern auch im Laufe des Lebens. Zwar ist die Andropause in den meisten Fällen nicht so lebensverändernd wie die Menopause der Frau. Allerdings kann die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron ab dem 40. Lebensjahr deutlich abnehmen. Dieses Androgendefizit ist jedoch individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Auch die Dauer der Andropause variiert von Mann zu Mann. Im Durchschnitt liegt die Dauer, ähnlich wie bei den Frauen, bei 7,4 Jahren.

Zu den typischen Symptomen der Andropause zählen seelische Veränderungen, z.B. Verstimmungen, Gefühlsschwankungen, Libidoverlust oder innere Unruhe. Auch körperliche Symptome können aufgrund des sinkenden Testosteronspiegels auftreten, z.B. schwächere oder seltenere Erektionen infolge einer abnehmenden Potenz. Eine größer werdende Prostata kann zudem beim Urinieren Probleme wie einen schwächeren Urinstrahl oder nächtlichen Harndrang verursachen. Um Inkontinenz vorzubeugen und die Potenz zu erhalten, lohnt es sich jedoch auch für Männer, ein gezieltes Beckenbodentraining durchzuführen.

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