8. Juni 2021
Kopfschmerzen nach Corona Impfung: Droht eine Thrombose?

Kopfschmerzen nach Corona-Impfung: Woran erkenne ich eine Thrombose?

Nach der Corona-Impfung können grippeähnliche Nebenwirkungen auftreten, zu denen auch Kopfschmerzen gehören. Diese Beschwerden sind allerdings auch ein Hinweis auf seltene Hirnvenenthrombosen, die im Zusammenhang mit der AstraZeneca-Impfung stehen. Erfahren Sie, woran Sie eine Thrombose erkennen und was gegen die Kopfschmerzen hilft.

Immer mehr Menschen werden gegen das Coronavirus geimpft. Häufig kommt es laut Robert-Koch-Institut nach der Impfung zu lokalen Schmerzen an der Einstichstelle und grippeähnlichen Nebenwirkungen. Dazu zählen unter anderem Schüttelfrost und Fieber, Abgeschlagenheit, Gelenkschmerzen und Kopfschmerzen. „Diese Reaktionen treten meist innerhalb von zwei Tagen nach der Impfung auf und halten selten länger als einen bis zwei Tage an“, heißt es vom Paul-Ehrlich-Institut, das für die Sicherheit von Impfstoffen und Arzneimitteln zuständig ist.

Die Impfreaktionen sind kein Grund zur Sorge, sondern ein Zeichen, dass sich Ihr Immunsystem mit dem Corona-Impfstoff auseinandersetzt und Antikörper bildet. Bei den zugelassenen Impfstoffen werden die meisten Reaktionen bei jüngeren Personen häufiger beobachtet als bei älteren Geimpften. Bei den mRNA-Impfstoffen wie BioNTech/Pfizer sowie Moderna sind die Impfreaktionen bei der zweiten Impfung stärker ausgeprägt als bei der ersten. Beim Vektorimpfstoff von AstraZeneca ist es andersherum. Die Nebenwirkungen treten bei der ersten Dosis stärker als bei der zweiten auf.

Kopfschmerzen nach Corona-Impfung: So erkennen Sie eine Hirnvenenthrombose

Kopfschmerzen sind eine der häufigsten Nebenwirkungen nach dem Impfen und in den allermeisten Fällen kein Grund zur Sorge. Allerdings sind viele Menschen doch verunsichert, da es einige seltene Fälle von Hirnvenenthrombosen nach der AstraZeneca-Impfung gab. Ein Anzeichen für diese seltenen Sinusvenenthrombosen sind Kopfschmerzen. Allerdings sind diese im Vergleich zu herkömmlichen Kopfschmerzen besonders stark und langanhaltend. Sie treten zwei bis drei Wochen nach der Impfung auf und dauern mehrere Tage an. Sie lassen sich nicht mit üblichen Schmerzmitteln lindern. Weitere Anzeichen, dass es sich um eine Hirnvenenthrombose handelt, sind Blutergüsse oder kleine, punktförmige Einblutungen in der Haut, vor allem an Armen und Beinen. Ebenso neurologische Symptome wie halbseitige Lähmungen und/oder Gefühlsstörungen, Sprachstörungen oder epileptische Anfälle sind Hinweise auf eine Hirnvenenthrombose. Wenn Sie diese Anzeichen bei sich bemerken, suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Unbehandelt kann die Hirnvenenthrombose zum Tod führen.

Hirnvenenthrombosen bei BioNTech und Moderna

Zurzeit prüft die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die mRNA-Impfstoffe von BioNTech und Moderna in Hinblick auf ein mögliches Risiko von Blutgerinnseln. Bislang sei kein Zusammenhang zwischen Impfungen mit beiden Vakzinen und dem Auftreten der seltenen Nebenwirkung entdeckt worden, sagte die EMA gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Nachdem es einige Fälle von seltenen Sinusvenenthrombosen nach der Impfung mit AstraZeneca gegeben hatte, gab es einen mehrtägigen Impfstopp. Anschließend war das Vakzin von AstraZeneca ausschließlich für Personen im Alter von 60 bis 69 Jahren empfohlen worden. Bund und Länder haben im Mai den AstraZeneca-Impfstoff für alle bundesweit freigegeben.

Natürliche Helfer gegen Kopfschmerzen

Laut dem Robert-Koch-Institut können Sie gegen die Impfreaktionen und somit gegen die Kopfschmerzen Medikamente wie Aspirin, Ibuprofen oder Paracetamol nehmen. Wenn Sie Ihre Beschwerden auf natürliche Weise lindern möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Hausmittel:

  • Wassermangel kann Kopfschmerzen begünstigen oder verschlimmern. Trinken Sie daher mindestens 2 Liter Wasser, damit das Blut dünner wird und die Sauerstoffversorgung sich verbessert. 
  • Legen Sie sich einen kühlen Waschlappen auf die Stirn.
  • Pfefferminzöl ist für seine schmerzlindernde Wirkung bekannt. Das enthaltene Menthol hat eine betäubende Wirkung und hat Einfluss auf den Botenstoff Serotonin.
  • Massieren Sie sanft Ihre Schläfen. Legen Sie Ihre Finger an die Stellen, die schmerzen und üben Sie leichten Druck aus. Massieren Sie auch Ihre Nasenwurzel zwischen den Augen. Wirkt entspannend und schmerzlindernd.
  • Ein Spaziergang an der frischen Luft tut gut und regt die aufgrund der erhöhten Sauerstoffversorgung die Stoffwechselvorgänge und die Durchblutung an.

Weitere hilfreiche Hausmittel gegen Kopfschmerzen finden Sie hier. >>

Video: So unterscheiden sich Thrombose nach Impfung oder Antibabypille

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