Zahngesundheit Essen nach dem Ampelprinzip

Spinat ist gesund. Bananen auch. Für den Körper – aber nicht für die Zähne. Denn Säuren attackieren den Zahnschmelz. Wie Sie ihn am besten schützen, welche Lebensmittel ihm nichts tun und welche schaden: Die Vital-Zahnampel verrät es.

Zahnschmelz

 

Einfach wie eine Ampel: Unsere Übersicht verrät, was Ihren Zähnen guttut und was sie angreifen kann.

Hier sehen Zähne rot 

  • Zitrone, Grapefruit, Kiwi, Beeren Der Geschmack lässt es erahnen: Die leckeren Früchte haben einen hohen Säuregehalt, der den Zahnschmelz direkt angreift. 
  • Rosinen Wer hätte das gedacht: In den kleinen Energiebomben steckt nicht nur jede Menge Zucker, sondern auch extrem viel Säure. 
  • Spinat, Mangold, Rhabarber Die reichlich enthaltene Oxalsäure geht eine Verbindung mit dem Kalzium in den Zähnen ein. So wird ihnen der wichtige Mineralstoff entzogen, es kommt zu Schmelzschäden. Zum „Entschärfen“ Rhabarber mit Quark und Spinat mit saurer Sahne kombinieren – das Kalzium aus den Milchprodukten bindet die Säure. 
  • Limonade Neben bedenklich viel Zucker steckt in Softdrinks auch eine Menge aggressiver Fruchtsäuren. 
  • Fruchtsäfte, Smoothies Sie schädigen den Schmelz stärker als ganze Früchte, weil sie die Zähne umspülen. Deshalb nicht über den Tag verteilt, sondern lieber auf einmal trinken. 
  • Rot- und Weißwein Durch das Trinken in vielen kleinen Schlucken greifen seine Säuren den Zahnschmelz wieder und wieder an. 
  • Bonbons und Fruchtgummis Für einen besseren Geschmack wird ihnen oft eine Extraportion Säure zugesetzt – lecker, aber leider ziemlich schädlich. Wenn schon, dann auf einmal naschen. 
  • Essighaltige Salatsoßen Die setzen den Zähnen unerwartet stark zu. Für Salatfans: öfter mal auf Dressings mit Joghurt oder Sahne ausweichen. 

Gelb - Nicht übertreiben 

  • Ananas, Orange, Apfel Die Kombination aus Säuren und Zucker darin ist nicht unbedenklich. Der beim Kauen reichlich gebildete Speichel hat aber zumindest einen verdünnenden Effekt. 
  • Bananen Sie enthalten mehr Säuren als vermutet. Außerdem bleiben Bananenpartikel lange an den Zähnen kleben. Deshalb lieber in Maßen verzehren – zumal auch ihr Zuckergehalt nicht ohne ist. Am besten mit Wasser nachspülen und innerhalb der nächsten Stunden die Zähne putzen. 
  • Erdbeeren Verglichen mit ihren beerigen Verwandten sind sie fast harmlos. Fast. Unterschätzen Sie nicht ihren Säuregehalt. 
  • Kirschen und Weintrauben Nur die wenigsten Verbraucher zählen sie zu den sauren Lebensmitteln, doch tatsächlich ist ihr Säuregehalt gar nicht so gering. Wer gedankenlos 40 oder 50 Stück verspeist, wird nicht selten mit schmerzenden Zähnen belohnt. Das unangenehme Ziehen vergeht zwar wieder, es ist aber schon ein deutliches Warnzeichen für kleine Schmelzschäden. Besonders kritisch: Kirschen und Weintrauben verführen zum Dauer-Snacken. Und das bedeutet eine anhaltende Säurebelastung. 
  • Rosenkohl Im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsesorten stecken in ihm relativ viele Säuren. Deshalb: bitte mit Vorsicht genießen! 

Alles im grünen Bereich 

  • Wasser Auch mit Kohlensäure ein absolut zahnfreundliches Getränk. Es verdünnt Säuren und reinigt von Essensresten. Trinken Sie ein Glas nach einer säurehaltigen Mahlzeit, weil die Zähne ja noch nicht gleich geputzt werden dürfen. 
  • Kohl, Mais, Zwiebeln, Möhren Die meisten Gemüse sind schmelzfreundlich, da sie wenig Säuren, aber viele Fasern enthalten. Faserreiche Kost regt den Speichelfluss an und fördert so die Remineralisierung der Zähne. 
  • Käse und Milch Ihr hoher Kalzium- und Phosphatgehalt gleicht kleine Schäden am Zahnschmelz aus. Gleichzeitig wird ein saurer pH-Wert im Mund durch Käse neutralisiert. Obendrein haftet er an den Zähnen und überzieht sie mit einer Schutzschicht, die sie über einen längeren Zeit raum vor Säureangriffen bewahrt. 
  • Fleisch und Fisch Beide liefern zahngesunde Mineralstoffe. Außerdem müssen sie kräftig gekaut werden, was den Speichelfluss anregt und die Remineralisierung des Zahnschmelzes unterstützt. 
  • Mandeln und Nüsse Das viele Kalzium darin stärkt den Schmelz. Ein zahnfreundlicher Snack – sofern nicht Rosinen dazukommen. 
  • Brokkoli, Grünkohl, Fenchel Wie die meisten anderen grünen Gemüse stecken diese drei ebenfalls voll mit zahnfreundlichem Kalzium. 
  • Pflaumen Wenig Säuren, aber viel Zucker! Wer sie gern isst, sollte den Mund hinterher kurz mit Wasser ausspülen. 
  • Vollkornbrot Sorgfältiges Kauen erforderlich, sehr faserreich – das lässt mehr Speichel fließen und verdünnt Säuren. 
  • Fluoridhaltiges Speisesalz Es mineralisiert die Zähne und schützt den Schmelz damit vor dem Angriff von Säuren und Bakterien. 
  • Schwarzer und grüner Tee Beide enthalten ebenfalls schmelzstärkendes Fluorid. Aber bitte nicht mit Zitrone oder stark gezuckert trinken. Ein Schuss Milch ist dagegen erlaubt. 
  • Zuckerfreie Kaugummis Sie erhöhen den Speichelfluss und entschärfen damit Säuren. Wählen Sie am besten solche mit dem Zuckeraustauschstoff Xylit, der hemmt zusätzlich die Kariesbildung.