1. August 2021
Wechseljahre: Zwischenblutungen ein Grund zur Sorge?


Wechseljahre: Sind Zwischenblutungen ein Grund zur Sorge?


Sobald sich Frauen in den Wechseljahren befinden, gerät der Hormonhaushalt gehörig durcheinander. Die Folge sind Zyklusschwankungen, zu denen auch Zwischenblutungen gehören. Wir erklären, wie sich diese äußern und wann Grund zur Sorge besteht.

Ab Mitte 40 kommen Frauen durchschnittlich in die Wechseljahre, die mit der letzten Regelblutung Anfang 50 enden. In dieser Zeit nimmt die Fruchtbarkeit der Frau zunehmend ab, da die Eierstöcke weniger Geschlechtshormone produzieren. Während der Wechseljahre werden die Eisprünge und somit auch die Periode unregelmäßiger. Sie kann mal stärker oder schwächer ausfallen, länger oder kürzer sein. Auch können Zwischenblutungen als Folge der Zyklusstörungen und des hormonellen Ungleichgewichts auftreten. Diese Schmierblutungen sind typisch für die Perimenopause, die Zeit in der Mitte der Wechseljahre. Die Blutung hat meist eine bräunliche Farbe und ist eher schwächer.

Zwischenblutungen in den Wechseljahren: Wann zum Arzt?

Viele Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden, fragen sich, ob die Zyklusschwankungen normal sind oder nicht doch ein Grund zur Sorge besteht. Pauschal lässt sich hierauf keine Antwort geben, da jede Frau ganz individuell die Wechseljahre durchlebt. Deshalb sollten Sie das Gespräch mit Ihrem Gynäkologen suchen und sich beraten lassen. Sie sollten vor allem dann ärztlichen Rat einholen, wenn Ihre Blutungen besonders langanhaltend sind oder noch weitere Beschwerden wie ein allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber oder starke Schmerzen im Unterleib hinzukommen. Möglicherweise liegen Erkrankungen wie eine Entzündung an der Gebärmutter oder Eileiter vor. Außerdem können lange und starke Blutungen zu Eisenmangel und Erschöpfung führen.

Blutung nach den Wechseljahren ernst nehmen!

Treten die Zwischenblutungen allerdings nach Ihren Wechseljahren auf, ist Vorsicht geboten. Die Zwischenblutung kann ein erstes Anzeichen für einen gutartigen als auch bösartigen Tumor an der Gebärmutter sein. Lassen Sie daher die Ursache so schnell wie möglich von Ihrem Arzt abklären.

Die drei Phasen der Wechseljahre

Die Wechseljahre können in drei Phasen gefasst werden:

  1. Der erste Abschnitt der Wechseljahre ist die Prämenopause, die von kürzeren Zyklen von circa 21 Tagen und stärkeren Blutungen gekennzeichnet ist.
  2. In der zweiten Phase, der Perimenopause, werden die Eisprünge immer seltener und es kann zu unregelmäßigeren, mitunter starken und längeren Blutungen.
  3. Hat eine Frau ihre Menstruation zwölf Monate lang nicht mehr bekommen, befindet sie sich in der Menopause.
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