22. November 2021
Wechseljahre: So beeinflusst Sport die Beschwerden

Wechseljahre: So beeinflusst Sport die Beschwerden

Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen sind nur einige der vielen Beschwerden in den Wechseljahren. Was dagegen hilft? Sport! Wir erklären, wie regelmäßige körperliche Betätigung die Wechseljahresbeschwerden lindern kann.

Die Wechseljahre bezeichnet die Zeit vor und nach der letzten Regelblutung einer Frau. In den meisten Fällen beginnen die Wechseljahre ab Mitte 40. Die Eierstöcke produzieren dann geringere Mengen der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron. Die Eisprünge und somit auch die Regelblutungen werden unregelmäßiger und bleiben letztendlich ganz aus.

Da der Hormonhaushalt in dieser Zeit gehörig durcheinander gebracht wird, kommt es zu verschiedenen Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen. Für viele Frauen stellen diese körperlichen Veränderungen eine enorme Belastung dar. Medikamentöse Behandlungen wie eine Hormon-Ersatztherapie oder die Einnahme von pflanzlichen Präparaten versprechen Abhilfe. Ein weiterer altbewährter Tipp, um die Wechseljahressymptome zu lindern, ist regelmäßiger Sport. Wie sich die körperliche Aktivität auf die Wechseljahressymptome auswirkt, erklären wir Ihnen im Detail:

Sport lindert Wechseljahrsbeschwerden

Sport hat viele positive Seiten. Er gilt als Jungbrunnen oder ist als Stresskiller bekannt. Aber hätten Sie auch gedacht, dass Sport die Wechseljahrsbeschwerden wie Stimmungsschwankungen oder Hitzewallungen lindern kann? Während des Sports schüttet der Körper das Hormon Dopamin aus, das uns wach macht und den Belohnungseffekt in uns auslöst. Auch das Glückshormon Serotonin wird beim Sport ausgeschüttet und ist für seine stimmungsaufhellende Wirkung bekannt. Wer also in den Wechseljahren mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen hat, sollte also auf jeden Fall auf Sport setzen. Ein weit verbreitetes Leiden in den Wechseljahren sind Hitzewallungen – auch hier hilft Sport. Aufgrund der Bewegung wird das vegetative Nervensystem ins Gleichgewicht gebracht. Wer regelmäßig beim Sport schwitzt, trainiert seine Thermoregulatoren, also die zentrale Wärmeregulation im Gehirn. Der Körper erhitzt nur dann, wenn er sich auch tatsächlich anstrengt.

Aufgrund des sinkenden Östrogens steigt Ihr Risiko für Osteoporose. Um dem Knochenschwund entgegenzusteuern, hilft vor allem eins: Krafttraining! Denn jede Muskeltätigkeit stärkt Ihre Knochen. Außerdem werden durch die Bewegung neue Zellen in den Knochen gebildet. Weitere Argumente, um sich regelmäßig sportlich zu betätigen: Frauen haben dank des Östrogens einen natürlichen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nimmt nun der Hormonspiegel in den Wechseljahren ab, steigt automatisch das Risiko für koronare Erkrankungen. Zudem verhindert Sport eine Gewichtszunahme. Gerade mit zunehmenden Alter nimmt der Grundumsatz sowie die Muskelmasse ab, was für Extrakilos auf der Waage sorgt.

Wechseljahre: Welcher Sport ist der richtige?

Machen Sie den Sport, den Sie am liebsten mögen – nur so bleiben Sie am Ball und haben während des Trainings Freude. Setzen Sie sowohl auf Ausdauer- als auch auf Krafttraining. Cardiosport wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen stärkt Ihre Herzgesundheit. Muskeltraining schützt Ihre Knochen und kann Osteoporose vorbeugen. Sportanfänger oder Einsteiger sollten zur Sicherheit vorher ihre Sporttauglichkeit von einem Arzt überprüfen lassen. Neben regelmäßiger Bewegung ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Entspannung wichtig, um gut und möglichst beschwerdefrei durch die Wechseljahre zu kommen.

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