Sex ab 50: 7 Tipps, um Schmerzen beim Geschlechtsverkehr zu lindern

Sex ab 50: 7 Tipps, um Schmerzen beim Geschlechtsverkehr zu lindern

Während der Wechseljahre haben Frauen oftmals mit einer trockenen Vagina zu kämpfen. Diese kann nicht nur unangenehm brennen und jucken, sondern auch Schmerzen beim Sex verursachen. Was dagegen hilft, lesen Sie hier.

Viele Frauen berichten, dass mit zunehmenden Alter der Sex besser wird. Argumente hierfür gibt es zahlreich: Zum einen fühlen sich reifere Frauen zusehends wohler in ihrem Körper. Unsicherheiten, ob der Bauch straff oder der Po knackig genug ist, werden mit zunehmenden Alter immer unbedeutender. Neben der Tatsache, dass Sie sich mehr und mehr in Ihrem Körper wohlfühlen, gesellt sich der Aspekt, dass Sie zur Genüge Ihre sexuellen Bedürfnisse und Wünsche kennen.

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Frauen ab 50: Scheidentrockenheit ist ein verbreitetes Leiden

Allerdings kann Ihr Sexualleben ab 50 von den Wechseljahren überschattet werden. Warum? In dieser Zeit nimmt die Produktivität Ihrer Eierstöcke ab, sodass weniger die weiblichen Sexualhormone Progesteron und Östrogen gebildet werden. Infolgedessen kommt es zu hormonellen Umstellungen, die weitere Konsequenzen mit sich ziehen. Nicht wenige Frauen leiden in ihren Wechseljahren unter Scheidentrockenheit, welche sich durch Brennen, Jucken und auch Schmerzen beim Sex äußert. Grund hierfür ist der sinkende Östrogenspiegel, der die Rückbildung der Scheidenschleimhaut fördert. Zusätzlich sind die Drüsen der Scheide weniger aktiv, sodass nicht genügend Flüssigkeit produziert wird. Für viele betroffenen Frauen ist die Scheidentrockenheit ein ernsthaftes Problem, denn neben den unangenehmen Beschwerden, hemmt sie die Lust und Freude am Liebesspiel. Wir geben Ihnen im Folgenden Tipps, was gegen eine trockene Vagina und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hilft.

Scheidentrockenheit: Mit diesen 7 Tipps lindern Sie Schmerzen beim Sex

1. Lassen Sie Ihre Scheidentrockenheit ärztlich abklären

Den allerersten Ratschlag, den wir Ihnen gerne mit auf den Weg mitgeben möchten, ist der Gang zum Arzt. Befinden Sie sich in Ihren 50ern und haben Sie noch weitere typische Wechseljahrsbeschwerden wie unregelmäßige Regelblutungen oder Hitzewallungen, liegt es nahe, dass Ihre Scheidentrockenheit hormonell bedingt ist. Allerdings kann Scheidentrockenheit ein Symptom weiterer Erkrankungen sein – unter anderem können Diabetes, Multiple Sklerose oder Bluthochdruck infrage kommen. Um daher die genaue Ursache Ihrer Beschwerden zu kennen, sollten Sie Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen aufsuchen.

2. Verwenden Sie Befeuchtungsgel oder -creme für Ihren Intimbereich

Hat Ihnen Ihr Arzt eine Scheidentrockenheit aufgrund der Wechseljahre diagnostiziert, rät er in den meisten Fällen zu einem Befeuchtungsgel oder zu einer Vaginalcreme, die Sie in der Apotheke bekommen. Diese lindern auf angenehme Weise das Brennen und den Juckreiz, befeuchten die Schleimhäute und können auch vor dem Sex aufgetragen werden.

3. Sprechen Sie mit Ihrem Partner

Vielleicht ist es Ihnen unangenehm, aber sprechen Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin über Ihre Scheidentrockenheit und die damit verbundenen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Das nimmt zum einen den Druck aus der Situation und zum anderen können Sie gemeinsam mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin eine Lösung finden – lesen Sie hierzu unsere weiteren folgenden Punkte durch!

4. Benutzen Sie Gleitgel

Um die fehlende Feuchtigkeit auszugleichen, sollten Sie zu einem Gleitgel greifen, das Sie in der Drogerie, in der Apotheke oder online finden. Einfach vor dem Geschlechtsverkehr Vulva und Penis damit bestreichen, so gestaltet sich das Eindringen deutlich angenehmer. Bei Hausmitteln sollten Sie vorsichtig sein und besser die Finger von Kokosöl oder Olivenöl lassen. Möglicherweise können diese Ihre bereits gereizte Vagina noch weiter in Mitleidenschaft ziehen und das empfindliche Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht bringen.

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5. Nehmen Sie sich Zeit fürs Vorspiel

Steigern Sie Ihre sexuelle Erregung, indem Sie sich ausreichend Zeit für ein ausgedehntes Vorspiel nehmen. Aufgrund der Erregung erhöht sich die Durchblutung Ihrer Scheide und dementsprechend Ihre Feuchtigkeit.

Wichtig: Wenn Sie Schmerzen beim Sex haben, weil Ihr Intimbereich zu trocken ist, erzwingen Sie bitte nichts. Aufgrund der fehlenden Feuchtigkeit kann Ihre Schleimhaut noch weiter Schaden nehmen und sogar einreißen. Keime haben so leichteres Spiel und können schneller eindringen. Ihre Vagina kann beispielsweise anfälliger für Infektionen wie einen Scheidenpilz sein.

6. Meiden Sie weitere Risikofaktoren für eine trockene Vagina

Damit Sie Ihren angegriffenen und trockenen Intimbereich nicht noch weiter reizen, können Sie zusätzlich einige Dinge tun: Tragen Sie Unterwäsche aus weichem, atmungsaktivem Stoff. Zu eng sitzende Slips sorgen für eine Stauwärme und Hautirritationen. Auch sollten Sie bei der Intimpflege nicht übertreiben. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie einmal am Tag ihre Vagina mit lauwarmem Wasser reinigen. Und: Wenn Sie noch Ihre Periode bekommen, greifen Sie besser zu Binden oder Menstruationstassen statt zu Tampons, welche die Trockenheit verstärken.

7. Lindern Sie Stress

Hätten Sie es gewusst? Stress fördert Scheidentrockenheit. Setzen Sie sich zusätzlich noch mehr unter Druck, da es beim Sex nicht so rund läuft, können Ihre Beschwerden noch weiter zunehmen. Unser Tipp: Versuchen Sie sich bestmöglich zu entspannen und Stressoren zu meiden. Förderlich für Ihren Stressabbau sind unter anderem regelmäßige Bewegung wie Yoga oder Tai-Chi, progressive Muskelentspannung und ausreichend Schlaf. 

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