5. Juli 2021
Periode: Was die Farbe über die Gesundheit aussagt

Periode: Was die Farbe über die Gesundheit aussagt

Jeden Monat kehrt sie wieder: die Periode. Wussten Sie, dass die Farbe der Periode auch Aufschluss über den Gesundheitszustand geben kann? Wie genau, lesen Sie hier!

Die meisten Frauen sind froh, wenn sich die Periode nach ein paar Tagen wieder verabschiedet. Dabei lohnt es sich, während der Monatsblutung einmal genauer hinzuschauen, denn anhand der Farbe des Menstruationsblutes lässt sich ablesen, wie es um Ihre Gesundheit steht.

Periode: Die unterschiedlichen Farben des Menstruationsblutes 

Mittleres Rot 

Ist die Regelblutung etwa so rot wie Cranberrysaft, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Die Farbe ist ein Zeichen dafür, dass mit dem Zyklus, dem Hormonhaushalt und dem Körper alles in Ordnung ist.

Dunkles Rot

Ist das Periodenblut sehr dickflüssig und stark dunkelrot, kann das ein Zeichen für einen zu hohen Östrogenspiegel während des Zyklus sein. Dadurch baut sich bis zum Eisprung eine dicke Gebärmutterschleimhautschicht auf, die während der Periode auch wieder abgestoßen werden muss. Häufig tritt dunkelrotes Blut bei der Menstruation vor den Wechseljahren auf.

Aber auch nach dem Absetzen der Pille oder in der Pubertät kann es zu Hormonschwankungen kommen, wodurch sich die Regelblutung verändert. Besteht kein Verdacht auf Hormonschwankungen, kann auch ein Myom, ein gutartiger Tumor, dahinter stecken. In dem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Helles Rot

Sehr helles Blut, welches zudem noch dünnflüssig ist, kann ein Zeichen für einen niedrigen Östrogenwert sein. Dadurch sinkt der Östrogenwert:

  • schneller Gewichtsverlust innerhalb kürzester Zeit
  • ungesunde Lebensweise
  • zu wenig Schlaf
  • Stress
  • Alkohol und Drogen
  • Krebserkrankung
Hält die hellrote Blutung über mehrere Zyklen an, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abklären zu lassen.

Bräunliche Farbe

Zu Beginn und am Ende der Periode färbt sich das Blut häufig bräunlich. Das ist kein Grund zur Sorge. Dadurch, dass das Blut weniger wird und langsamer fließt, bilden sich Klümpchen, die mit Sauerstoff reagieren.

Zum Vergleich: Blutflecken auf Stoff werden mit der Zeit auch rotbraun. Treten Blutungen bei Frauen hingegen außerhalb der Periode auf, könnte es sich um Schmierblutungen handeln. Diese sind in der Regel harmlos und verschwinden nach kürzester Zeit wieder. Halten diese jedoch länger an oder kehren immer häufiger wieder, ist ein Besuch beim Arzt empfehlenswert.

Orange und Grau

Verändert sich die Farbe des Blutes ins Orangefarbene oder Gräuliche, sollten Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen, da eine Infektion wie eine Scheidenentzündung vorliegen kann. Bei orangenem Menstruationsblut ist es meist mit Zervixflüssigkeiten vermischt – vermehrter Ausfluss ist oft ein Anzeichen für eine Erkrankung an der Scheide oder der Gebärmutter. Begleitet werden kann diese ungewöhnliche Blutung mit Unterleibschmerzen, Brennen und Jucken. Auch ein ungewöhnlicher und unangenehmer Geruch ist meist ein Hinweis, dass Sie krank sind.

Video: Regelschmerzen – so wird die Periode erträglicher

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