15. Dezember 2020
Östrogenmangel: Symptome, Ursachen und Behandlung

Östrogenmangel: Symptome, Ursachen und Behandlung

Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit und Depressionen – ein Östrogenmangel kann viele Auswirkungen auf Sie und Ihren Körper haben. Wir klären über das hormonelle Ungleichgewicht auf und was Sie dagegen tun können.

Schlaflose Frau
© erwo1 - iStockphoto
Schlaflose Frau

Östrogene gehören zur Klasse der Steroide und werden hauptsächlich in den Eierstöcken und zu einem geringen Teil in der Nebennierenrinde produziert. Der Östrogenspiegel ist bei jeder Frau unterschiedlich und unterliegt während des monatlichen Zyklus natürlichen Schwankungen. Durch die Menopause verändert sich der Hormonhaushalt einer Frau und die Östrogenproduktion und damit auch der Östrogenspiegel sinken. Ein zu geringer Östrogenspiegel ist jedoch nicht natürlich. Seine Folgen sind nicht nur unangenehm, wie die berühmten Hitzewallungen. So können nächtliche Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit und Konzentrationsprobleme zu Depressionen führen. Ein lang anhaltend niedriger Östrogenspiegel wirkt sich außerdem negativ auf die Knochendichte aus und kann zu Osteoporose führen. Darüber hinaus führt Östrogenmangel zu verschiedenen Herz-Kreislauf-Beschwerden, wie Herzrasen oder Bluthochdruck. Doch so dramatisch sich die Folgen auch anhören, gegen den Mangel an Östrogenen sind viele Kräuter gewachsen. Wer viel Obst und Gemüse isst, sich regelmäßig an der frischen Luft bewegt und auf die Veränderungen seines Körpers achtet, der kommt meist auch gut und gesund durch die Wechseljahre.

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Die Symptome des Östrogenmangels

Die bekanntesten Anzeichen des gestörten Hormongleichgewichts sind:

  • Hitzewallungen
  • nächtliche Schweißausbrüche
  • Scheidentrockenheit
  • Libidoverlust
  • depressiven Verstimmungen oder Depressionen
  • Abgeschlagenheit
  • Schlafstörungen
  • Zwischenblutungen
  • Anfälligkeit für bakterielle Scheideninfektionen
Auch kann der Mangel des weiblichen Hormons einen negativen Einfluss auf die Knochendichte haben, ein Umstand, der bis zu einer Osteoporose führen kann. Wenn Sie bereits seit einiger Zeit versuchen, sich Ihren Kinderwunsch zu erfüllen, es aber bisher erfolglos war, dann lohnt sich auch an dieser Stelle eine genauere Untersuchung des Östrogenwerts.
 
Auch eine Gewichtszunahme, Haarausfall und unreine Haut können Symptome eines Östrogenmangels sein.

Wie stelle ich einen Östrogenmangel fest?

Um einen Östrogenmangel festzustellen, sollten Sie einen Termin beim Frauenarzt ausmachen, welcher anhand einer Blutuntersuchung einen Mangel feststellen kann. Allerdings sollten mehrere Blutabnahmen stattfinden, da der Östrogenwert an verschiedenen Tagen unterschiedlich hoch ist und Schwankungen unterliegt.

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Welche Ursachen kann ein Östrogenmangel haben?

Die häufigste Ursache von Östrogenmangel ist die Menopause. Während dieser Zeit sinkt der Östrogenspiegel im Körper natürlicherweise ab. Das allein erzeugt jedoch noch keinen Mangel. Erst wenn der Spiegel sehr stark sinkt, wird auch medizinisch von einem Östrogenmangel gesprochen.
Neben den Wechseljahren gibt es auch noch krankhafte Ursachen, die zu einem Mangel führen können. Zu ihnen gehören die Nebenniereninsuffizienz oder das Fehlen eines Eierstockes. Auch die hormonelle Verhütung mit der Mikropille kann zu einem Mangel des weiblichen Sexualhormons führen, da die Antibabypille die körpereigene Östrogenproduktion hemmt. Der Wechsel zu einem anderen Pillenpräparat oder zu anderen Verhütungsmitteln können nach Absprache mit dem Arzt hilfreich sein.

Wie wird ein Östrogenmangel behandelt?

Die Behandlung des Östrogenmangels richtet sich zunächst einmal nach der Ursache. Leiden Frauen während der Wechseljahre unter den Beschwerden, können diese mit einer Hormon- oder Hormonersatztherapie deutlich gelindert werden. Das müssen nicht immer gleich Tabletten oder Pflaster sein. Viele Beschwerden lassen sich auch mit östrogenhaltigen Salben oder Zäpfchen eindämmen. Liegt die Ursache in einer Nebenniereninsuffizienz, muss vor allem die Haupterkrankung behandelt werden. In einem solchen Fall werden Östrogenpflaster häufig als unterstützende Maßnahme eingesetzt. Wurden einer oder beide Eierstöcke entfernt, dann sind Pflaster ein probates Mittel, um Sie ohne große Probleme durch die Wechseljahre zu führen.

Natürliche Mittel gegen Östrogenmangel

Es gibt eine Reihe bewährter Hausmittel, die insbesondere Frauen in den Wechseljahren unterstützen. Dazu zählen vor allem Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze. Beide Mittel haben eine regulierende Wirkung auf den weiblichen Hormonhaushalt.

Auch bestimmte Lebensmittel helfen, den Östrogenhaushalt auszugleichen. Dazu zählen insbesondere Lebensmittel, die Phytoöstrogene enthalten, die in ihrer Struktur dem Östrogen ähnlich sind, z. B.:

  • getrocknete Datteln
  • Pflaumen
  • Aprikosen
  • Sesam
  • Leinsamen
  • Kichererbsen
  • Bohnen
  • Weizenkeime
  • Gurken
  • Knoblauch
  • Brokkoli
  • Karotten
  • Sellerie
  • Rote Beete
  • Erdnüsse
 

 

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