3. Januar 2022
Gesundheit: Veränderter Intimbereich in den Wechseljahren

Gesundheit: So verändert sich der Intimbereich in den Wechseljahren

Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen zählen zu den bekannten Wechseljahrsbeschwerden. Aber auch die Vagina und somit unser Sexualleben unterliegen in dieser Zeit einigen Veränderungen. Wir erklären, wie sich der Intimbereich in den Wechseljahren verändert.

In den Jahren vor der Menopause kommt es bei Frauen zu hormonellen Umstellungen, die dazu führen, dass sich ihr Körper verändert. Die sogenannten Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, können mit verschiedenen Beschwerden einhergehen. Dass Schweißausbrüche, Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen dazu gehören, wissen die meisten Frauen schon bevor diese Zeit beginnt. Aber auch der Intimbereich verändert sich durch den sinkenden Östrogenspiegel. Was genau passiert, erklären wir Ihnen.

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Wechseljahre: So verändert sich der Intimbereich

Dadurch, dass der Spiegel des weiblichen Sexualhormons Östrogen in den Wechseljahren abnimmt, verändert sich die Beschaffenheit der Schleimhäute in der Vagina. Diese werden schlechter durchblutet und dadurch, genauso wie die Schamlippenhaut, dünner und somit anfälliger für Verletzungen. Gleichzeitig nimmt die Produktion von Scheidensekret ab und die Schleimhaut wird trockener. Die daraus resultierende Scheidentrockenheit kann zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen. 

Durch das hormonelle Ungleichgewicht und die daraus resultierende Scheidentrockenheit nimmt zudem die Anzahl der nützlichen Bakterien des empfindlichen Scheidenmilieus ab, wodurch die Vagina anfälliger für Infektionen wie einen Scheidenpilz oder Harnwegsinfekte wird. Dieser kann sich durch Beschwerden wie Jucken, Brennen sowie veränderten Ausfluss bemerkbar machen. Obendrein führt der Östrogenabfall oft zu einem Libidoverlust, der die Beziehung belasten kann. 

Sexualleben in den Wechseljahren

Trotz der körperlichen Veränderungen bedeuten die Wechseljahre nicht unbedingt, dass das Liebesleben schlechter werden muss. Wenn Sie einige Dinge beachten, können Sie effektiv entgegenwirken. Die durch den Östrogenmangel bedingte Scheidentrockenheit kann beispielsweise lokal mit östrogenhaltigen Zäpfchen oder Salben behandelt werden. Achten Sie zudem darauf, dass Sie Gleitgel beim Geschlechtsverkehr nutzen, das die fehlende Feuchtigkeit zusätzlich ausgleichen kann. Homöopathie und Akupunktur können bei einem Libidoverlust für Abhilfe sorgen. Außerdem kann der Einsatz von Sexspielzeug frischen Wind in das Liebesleben mit Ihrem Partner bringen. 

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Video: Klimakterium – das müssen Sie über die Wechseljahre wissen

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