Was führt zur Fettleibigkeit? Adipositas: Die Ursachen für Übergewicht

Übergewicht selbst gilt in Deutschland nicht als Erkrankung, sondern gilt als chronische Gesundheitsstörung. Die Ursachen für Übergewicht sind in der Regel eine Kombination aus genetischer Veranlagung, falscher Ernährung und zudem mangelner Bewegung. 

 

Ursachen für Übergewicht

Was ist Adipositas?

Als erkrankt gelten Menschen, die überdurchschnittliche Ansammlungen von Fett und Fettgewebe in Ihrem Körper aufweisen. Als übergewichtig werden Betroffene ab einem BMI von 25 bezeichnet. Fettleibigkeit entsteht, wenn dieZufuhr an Energie den Verbrauch des Körpers langfristig übersteigt. Dadurch steigt das Körpergewicht an und der BMI geht deutlich über den gesunden Wert hinaus.

Ein hohes Körpergewicht über einen längeren Zeitraum, kann die Gesundheit dauerhaft schädigen. Zuckerkrankheit, Probleme des Herz-Kreislaufsystems und das Schlafapnoe-Syndrom können Folgeerkrankungen sein. Aber nicht nur körperlichen Beschwerden können auftreten, sondern auch psychische. Diskriminierung und Mobbing sind für adipöse Menschen eine häufige Begleiterscheinung.

Heute sind mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Europa übergewichtig. Jeder sechste leidet unter Fettleibigkeit. Allein in Deutschland zählen schätzungsweise circa 16 - 17 Millionen Menschen zu den Betroffenen.

Gründe für Übergewicht

Gründe für die Gewichtszunahme sind neben der familiären Veranlagung eine meist zu fettreiche und kalorienreiche Ernährung und Bewegungsmangel. Aber auch psychische Faktoren, wie Stress oder Frust sorgen häufig dafür, dass die Betroffenen schnell an Gewicht zunehmen. Leiden schon Kinder an Übergewicht, haben diese ein besonders hohes Risiko, ihr ganzes Leben übergewichtig zu bleiben. Diese schon früh einsetztende Belastung des Körpers kann verschiedenste Erkrankungen nach sich ziehen.

Frauen und Männer haben einen unterschiedlichen Kalorienbedarf. Dieser hängt auch von der Körpergröße, dem Alter und der Bewegung im Alltag ab. Durchschnittlich haben Frauen einen tägliche Kalorienbedarf von circa 1800 Kalorien. Männer hingegen dürfen bis zu 2300 Kalorien zu sich nehmen, ohne dass sie an Gewicht zulegen.

Körperliche Symptome und Folgeerkrankungen

Neben dem BMI (Body-Mass-Index) bestimmt auch die Fettverteilung im Körper das Risikoa an Folgeerkrankungen zu leiden. Ausschlaggebend ist hierbei der Taillenumfang. Bei Männern sollte der Umfang nicht 102 Zentimetern übersteigen. Bei Frauen liegt die Höchstgrenze bei 88 Zentimetern.

Laut WHO definiert sich der BMI so:

Unter 18,5: Untergewicht
Zwischen 18,5 und 24,9: Normalgewicht
Zwischen 25 und 29,9: Übergewicht
Ab 30: Adipositas, Grad I
Ab 35: Adipositas Grad II 
Ab 40: Adipositas Grad III

Rechnet hier euren BMI aus.

Zu den spürbaren Beschwerden zählen fehlende Ausdauer, schnelle Ermüdung, starkes Schwitzen und Kurzatmigkeit. Auch eingeschränkte Beweglichkeit und Schmerzen in Wirbelsäule, Hüfte und den Knien sind Folgen des starken Übergewichts. Dadurch droht auch ein schnellerer Gelenkverschleiß. Und Arthrose kann eine Folge sein. 

Häufige Symptome sind:

1. Probleme mit dem Herz-Kreislaufsystem

Lunge und Herz müssen mehr arbeiten, damit der Sauerstoffbedarf im Körper gedeckt ist. Oft entstehen dadruch Kurzatmigkeit oder Atemnot. Dies sorgt häufig dafür, dass die Patienten die Symptome als so unangenehm empfinden, dass sie körperliche Anstrengung vermeiden. Aus Gewichtszunahme und Bewegungsmangel erfolgt oft ein Teufelskreis.

2. Magen-Darm-Probleme

Oft entstehen im Bauchraum große Fettspeicher. Welche unangenehm auf den Magen drücken. Eine Folge ist Sodbrennen, weil der saure Magensaft in die Speiseröhre zurück gedrückt wird.

3. Starkes Schwitzen (Hyperhidrosis)

Durch das hohe Gewicht ensteht für den Körper eine höhere Belastung und das Fettgewebe verursacht eine schlechtere Wärmeableitung.

4. Gelenkverschleiß

Durch das Gewicht können Gelenken zerstört werden.  Die Folge ist Arthrose. Am meisten leiden Knie, Sprunggelenke oder die Hüfte unter den Beschwerden. Aber auch ein Bandscheibenvorfall kann durch die hohe Belastung entstehen. 

5. Schlafapnoe

Unter dem Schlafapnoe versteht man eine Erkrankung, bei der die Patienten im Schlaf unter Atemaussetzern leiden. Adipositas ist eine häufige Ursache für die Beschwerden. 

6. Krampfadern

Bei Menschen die zur Fettleibigkeit neigen treten häufiger Krampfadern auf. Diese sind ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel und Thrombosen.

7. Gallensteine

Menschen mit Adipositas weisen häufig hohe Cholesterinwerte im Blut auf. Wenn das Cholesterin auskristallisiert, kommt es zur Bildung von Gallensteinen. 


8. Gichtanfälle

Mit Übergewicht steigt häufig auch der Harnsäurespiegel im Blut an. Wenn diese auskristallisieren lagern sich die Kristalle in den Gelenken ab und können dort durch eine Entzündung zu großen Schmerzen führen.

 9. Bluthochdruck

Es besteht ein Zusammenhang zwischen einem erhöten BMI und Bluthochdruck. Der erhöhte Blutdruck kann ein Risikofaktor für Herzkrankheiten sein.

10. Diabetes (Zuckerkrankheit)

Je höher der BMI, desto höher ist das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Vor allem mit einem BMI über 30.

Was ist ein metabolisches Syndrom?

Ein Metabolisches Syndrom ist eine Kombination verschiedener Krankheiten und Symptome. Es kann Ursache für Herz-Kreislauf Erkrankungen sein.

Faktoren des Metabolische Syndrom sind:   

  • Übergewicht
  • gestörte Fett- und Cholesterinwerte
  • Bluthochdruck
  • hoher Blutzuckerspiegel

In Deutschland erkrankt jeder vierte Mensch an einem Metabolischen Syndrom. Folgen können ein Herzinfarktes oder ein Schlaganfall sein. Zudem steigt das Risiko bei einem Metabolischen Syndrom an der Zuckerkrankheit zu erkranken. Die Symptome des Metabolischen Syndroms bleiben oft lange Zeit unentdeckt.

Adipositas vorbeugen:

Um dem Übergewicht und Adipositas vorzubeugen solltet Ihr auf eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und Stressbewältigung achten.

Hier findet ihr viele gesunde Rezepte und passende Fitnessübungen für Zuhause

Autor: Julia Rosicki