Gestörte Darmflora Darmpilz: Symptome, Ursachen und Behandlung

Pilzerkrankungen wie Darmpilz machen sich nicht immer bemerkbar. Juckende Ausschläge am Darmausgang oder Atemnot sind nur einige unangenehme Beschwerden - und die könnt ihr mit der richtigen Therapie lindern. Was ihr noch über die Pilzinfektion wissen solltet, erfahrt ihr hier!

Gemüse

Symptome der Pilzinfektion

Es gibt viele Symptome, die bei der Diagnose Darmpilz auftreten können, Magen-Darm-Beschwerden sind dabei nur eine von vielen Möglichkeiten. Da diese eher unspezifisch sind, müssen sie nicht unbedingt durch einen Candida-Pilz entstehen, die Beschwerden können auch von anderen Erkrankungen kommen. Diese Symptome sind möglich bei einer Infektion:
  • Erschöpfung
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Atemnot
  • Blutdruckabfall
  • Fieber
  • Depressionen
  • Kopf- und Muskelschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Durchfall
  • Verstopfungen
  • Juckender Ausschlag am Darmausgang

Diese Behandlung hilft

Wurdet ihr von eurem Arzt untersucht und diagnostiziert dieser einen Darmpilz, helfen verschiedene Behandlungsmethoden, die gesunde Darmflora wieder aufzubauen. Eine Ernährungsumstellung ist für eure Gesundheit unverzichtbar, achtet hierbei auf die folgenden Maßnahmen:

  • Vermeidet jegliche Art von Zucker in eurer Ernährung und verwendet stattdessen lieber Stevia.
  • Glutenfreie Vollkornprodukte wie Quinoa, Vollkornreis und Buchweizen sollten ab heute ebenfalls auf eurem Ernährungsplan stehen, denn raffinierte Kohlenhydrate wie Weißmehl ernähren den Candida Pilz.
  • Auf hefehaltige Lebensmittel wie Trockenfrüchte, Hefeteig und Pilze solltet ihr besser verzichten, sie fördern das Wachstum der Pilze.
  • Kuhmilchprodukte können die Vermehrung der Pilze genauso stärken, sie sind schwer verdaulich und führen oft zu Unverträglichkeiten. Greift alternativ zu Ziegen- oder Schafsmilch-Produkten.
  • Verzehrt basische Lebensmittel: viel frisches Gemüse, grüne Salate und Säfte und nur geringe Mengen an Fleisch, Fisch, Getreide- und Milchprodukten.

Des Weiteren können Antimykotika eingesetzt werden, um die Menge der Darmpilze in eurem Körper zu reduzieren. Der darin enthaltene Wirkstoff Nystatin wirkt besonders gut gegen die lästigen Darmpilze. Beachtet dabei, dass eine medikamentöse Behandlung gegen den Darmpilz allein nicht ausreicht. Die gestörte Darmflora muss wieder aufgebaut und euer Immunsystem gestärkt werden. Greift deshalb auch auf andere Behandlungsmethoden zurück.

Neben einer mikrobiologischen Therapie, bei der Betroffene zwischen drei und sechs Monate gesundheitsfördernde Darmkeime und einen körpereigenen Impfstoff verabreicht bekommen, um das geschwächte Immunsystem zu stärken, empfiehlt es sich außerdem, die Zahnbürste einmal im Monat zu wechseln. Ein Darmmilieu mit Pilz taucht oft zusammen mit einem Befall im Mund auf. Putzt deshalb auch gründlich eure Zahnspangen und Prothesen.

Treten häufiger Allergien, hohe Leberwerte oder ständig wiederkehrende oder chronische Infekte auf, sollte eine Darmsanierung vollzogen werden.

Autor: Mareike Schumacher

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