Kampf gegen das Körpergewicht Abnehmen mit Magenband

Selbstverantwortung, Eigenmotivation und Durchsetzungsvermögen sind wichtige Eigenschaften, die ein Patient mitbringen sollte, wenn er sich ein Magenband einsetzen lässt, um sein Wunschgewicht zu erzielen. Wie solch eine Behandlung funktioniert und was ihr dazu noch wissen solltet, lest ihr hier!

Übergewicht

Wer kann sich ein Magenband einsetzen lassen?

Übergewichtige Menschen und vor allem die, die unter Adipositas, einer Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit mit starkem Übergewicht, leiden, schlussendlich aber schon bewiesen haben, dass sie die nötige Disziplin für eine Abnahme mitbringen, eignen sich für das Abnehmen mit dem Magenband besonders. Doch auch bei Menschen, die von Diabetes oder Bluthochdruck betroffen sind, kann der Einsatz sinnvoll sein.

Durch den Eingriff können sie es schaffen, weiter abzunehmen und das neue Gewicht zu halten. Dennoch sollte bei der Entscheidung bedacht sein, dass ein chirurgischer Eingriff vonnöten ist und damit verbunden immer ein allgemeines Risiko.

Entscheidet ihr euch für die Operation, ist es wichtig, dass ihr an euch selbst glaubt, euch motiviert und durchhaltet. In Kombination mit einer Ernährungsumstellung, Sport und Bewegung könnt ihr euer Körpergewicht mit dem Magenband erfolgreich reduzieren.

Personen, die nur fünf bis zehn Kilo zuviel auf den Hüften haben, sollten sich keiner Magenband-OP unterziehen. Hier verhelfen Ehrgeiz und Disziplin, eine Ernährungsumstellung sowie Sport zum Traumgewicht.

Faszien-Yoga

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Ebenso sind Menschen mit psychisch bedingten Essstörungen, vor allem mit einer Binge-Eating-Störung (Essattacken mit Kontrollverlust) oder mit Bulimie, von dieser operativen Methode ausgeschlossen. Sie sind für diese Art von Abnehmen nicht geeignet, da es durch das Magenband zu einer lebensgefährlichen Situation kommen kann. Ein diszipliniertes Essen, wie z.B. ein gründliches Kauen der Nahrungsmittel, ist für diese Methode eine Grundvoraussetzung, die von Menschen mit einer Essstörung nur schwer durchgesetzt werden kann.

Auch Schwangere und Personen, die dauerhaft gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, ist der Verzicht auf ein Magenband zu raten.

Des Weiteren sollen Menschen, die sehr viele kalorienhaltige Speisen und Getränke sowie viel Zucker zu sich nehmen, Abstand von der Operation nehmen - es würde ihnen sehr wahrscheinlich nichts bringen. Hier ist der erste Schritt eine Ernährungsumstellung. 

Zahlt die Krankenkasse die Operation?

Nehmt ihr euch ausgiebig Zeit und spart ihr eure Nerven, dann könnt ihr einen Antrag für die Kostenübernahme der Magenband-OP bei eurer Krankenkasse stellen. Bis der Antrag von den Sachbearbeitern vollständig bearbeitet und bewilligt oder abgelehnt wurde, kann jedoch einige Zeit vergehen.

Ein operativer Eingriff bei krankhaftem Übergewicht ist ein Wahleingriff, d.h. die Krankenkassen zahlen nicht automatisch. Sie wollen einen Beleg über die medizinische Notwendigkeit vom Patienten nachgewiesen bekommen und fordern zusätzlich, dass der Patient einen ärztlich kontrollierten Abnahmeversuch vorlegen kann. Hierzu zählen vor allem ärztlich kontrollierte Diäten, Bewegungstrainings und Kuren. Erst wenn Patienten diese Kriterien erfüllen, könnte ihre Magenband-OP von der Kasse übernommen werden. Sind hingegen psychische oder hormonelle Ursachen für das Übergewicht verantwortlich, gibt es keinerlei Chance für eine Kostenübernahme.

Autor: Mareike Schumacher

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