18. März 2021
Antihistaminika: Nebenwirkungen der Medikamente

Antihistaminika bei Allergien: Das sind die Nebenwirkungen der Medikamente

Bei Heuschnupfen und anderen allergischen Reaktionen greifen viele Menschen zu Antihistaminika, um die Symptome zu lindern. Doch wie verträglich sind die Medikamente und welche Nebenwirkungen können auftreten? Wir klären auf.

Tränende Augen, eine laufende Nase oder ein trockener Husten – im Frühling müssen sich viele Menschen mit Allergien rumschlagen. Wer mit Heuschnupfen auf Pollen reagiert, kann bestimmte Medikamente wie Antihistaminika nehmen, welche die typischen Reaktionen einer Allergie lindern. 

Was sind Antihistaminika?

Als Tabletten, Tropfen oder Spray sorgen die Mittel, dass im Körper die Andockstellen des Botenstoffes Histamin blockiert werden. Histamin spielt eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen und reagiert abwehrend auf eigentlich ungefährliche Stoffe wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare. Typische Symptome sind Niesen, tränende Augen, Juckreiz, Hautrötungen, Quaddelbildung sowie Atembeschwerden. 

Wie wirken Antihistaminika?

Die Wirkstoffe Cetirizin und Loratadin gehören zu den Antihistaminika und helfen bei akuten Beschwerden wie Heuschnupfen, Tier- und Hausstauballergien sowie Nesselsucht. Die Wirksamkeit dieser Stoffe tritt sehr schnell ein und hält circa 24 Stunden an. Deshalb ist eine Tablette am Tag vollkommen ausreichend. Präparate wie Augentropfen oder Nasenspray helfen vor allem schnell und lokal, allerdings haben Sie eine kürzere Wirksamkeit als Antihistaminika in Tablettenform. 

Was sind die Nebenwirkungen von Antihistaminika?

Antihistaminika gelten als sehr verträglich, allerdings haben sie wie jedes Arzneimittel auch Nebenwirkungen. Antihistaminika der ersten Generation wie Dimetinden oder Clemastin haben eine sezierende Wirkung – sie machen also sehr müde. Verträglicher sind daher die Wirkstoffe Cetirizin und Loratadin der zweiten Generation. Wirft man jedoch einen Blick in den Beipackzettel, werden 
Müdigkeit und Schläfrigkeit weiterhin unter den Nebenwirkungen aufgelistet. Aus diesem Grund empfehlen Apotheker die Einnahme der Antihistaminika am Abend. Wer dennoch morgens nicht wach wird, sollte auf lokal wirkende Augentropfen und Nasensprays zurückgreifen, da sie weniger müde machen als Tabletten. 

Laut den Beipackzetteln von Präparaten mit Cetirizin oder Loratadin treten neben Müdigkeit und Schläfrigkeit noch folgende Nebenwirkungen am häufigsten auf (1 von 10 Behandelten):

  • Schwindel, Kopfschmerzen
  • Rachenentzündung
  • Durchfall, Übelkeit, Mundtrockenheit

Gelegentliche Nebenwirkungen sind Erregung und Unruhe, Sensibilitätsstörungen der Haut, Bauchschmerzen, Hautausschlag sowie extreme Mattigkeit. Selten bis sehr seltene Nebenwirkungen sind beispielsweise Depressionen, Halluzinationen, Muskelkrämpfe, schwerwiegende allergische Reaktionen und Schwierigkeiten beim Wasserlassen. 

Wer darf keine Antihistaminika nehmen?

  • Kinder unter 6 Jahren sowie schwangere und stillende Frauen sollten Antihistaminika nicht nehmen.
  • Personen mit eingeschränkten Nierenfunktionen sollten ebenfalls keine Antihistaminika nehmen.

Wichtig: Bevor Sie Antihistaminika einnehmen, lassen Sie ärztlich abklären, ob es sich tatsächlich bei Ihren Symptomen um eine Allergie handelt oder ob möglicherweise andere Erkrankungen vorliegen. Ein Arztbesuch und ein Allergietest geben Ihnen Gewissheit.

Natürliche Hausmittel bei Allergien: Wer auf natürlichem Wege seinen Heuschnupfen bekämpfen möchte, kann auf verschiedene Hausmittel und pflanzliche Helfer zurückgreifen. Hier stellen wir Ihnen die besten vor. >>

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