Das passiert, wenn Sie jeden Tag Apfelessig trinken

Das passiert, wenn Sie jeden Tag Apfelessig trinken

Apfelessig ist bereits seit Tausenden Jahren als Hausmittel in der Naturheilkunde bekannt. Mit dem Essig können Wunden desinfiziert, Bakterien bekämpft und sogar Blutzuckerwerte stabilisiert werden. Wir verraten, was Apfelessig so besonders macht und warum Sie sich ruhig täglich den ein oder anderen Esslöffel gönnen sollten. Wir geben ebenfalls Tipps, wie Sie ganz leicht Ihren eigenen Apfelessig herstellen können.

Was ist drin im Apfelessig?

Apfelessig entsteht durch Gärungsprozesse aus Apfelwein. Bei der Gärung vergären Essigsäurebakterien und Hefen den Alkohol und Fruchtzucker des Apfelweins zu Essig. Das verleiht dem Essig seinen typisch stechenden Geruch. Die fruchtigen Apfelnoten sorgen allerdings für die milde Bekömmlichkeit des Gärprodukts. Daher wird Apfelessig vor allem kulinarisch oft eingesetzt und kann Speisen verfeinern und Gerichten einen frisch-herben Pepp verleihen.

Apfelessig bietet uns darüber hinaus aber auch viele wertvolle Inhaltsstoffe, die nicht nur unserem Gaumen Freude bereiten, sondern auch unser Immunsystem Luftsprünge machen lassen. In Apfelessig stecken vor allem:

  • Vitamin A, C und E
  • Vitamine der B-Gruppe
  • Kalium
  • Magnesium
  • Eisen
  • Natrium
  • Jod
  • Zink
  • Fluor
  • Kupfer

Apfelessig selber machen: So geht's ganz schnell

Für Ihren eigenen Apfelessig benötigen Sie natürlich Äpfel. Hier geht Qualität vor: Kaufen Sie Äpfel in Bio-Qualität. So vermeiden Sie, dass etwaige Pestizide und andere Schadstoffe von den Äpfeln in den Apfelessig übergehen. Die schnellste Methode, Apfelessig herzustellen, funktioniert mit Branntweinessig. Sie brauchen dafür nur:

  • etwa 3 große Bio-Äpfel
  • einen Liter Branntweinessig
  • eine sterile Glasflasche mit 1,5 Liter Fassungsvermögen

Waschen und schneiden Sie die Äpfel zunächst. Entfernen Sie die Kerne. Sie müssen die Äpfel nicht schälen. Geben Sie die kleinen Stücke in die Glasflasche und gießen Sie den gesamten Branntweinessig dazu. Verschließen Sie die Flasche luftdicht und stellen Sie diese in den Kühlschrank oder den Keller. Jeder Ort, der kühl und dunkel ist, eignet sich für die Reifung. Nach etwa drei Wochen ist der Apfelessig fertig.

5 Effekte von Apfelessig auf Ihre Gesundheit

Stabiler Blutzuckerspiegel

Essig, und besonders der beliebte und bekömmliche Apfelessig, wurden in vielen Studien auf gesundheitsfördernde Effekte untersucht. In vielen solcher Untersuchungen konnte eine blutzuckerregulierende Wirkung von Apfelessig beobachtet werden. Wird Apfelessig etwa zusammen mit einem kohlenhydratereichen Mahl aufgenommen, steigt die Insulinempfindlichkeit. Das Insulin arbeitet dann effektiver und kann mehr Zucker aus Kohlenhydraten an die Zellen des Körpers liefern. Das Ergebnis: Wir haben mehr Energie, sind nach dem Essen weniger schläfrig und Blutzuckerspitzen bleiben aus. Dieser stabilisierende Effekt kann auf lange Sicht helfen, das Risiko für die Entstehung von Diabetes Typ 2 zu verringern.

Besseres Sättigungsgefühl

Forschende stellten im Rahmen einer Studie fest, dass Probanden, die über den Tag verteilt Apfelessig zu sich nahmen, im Durchschnitt 275 Kalorien weniger zu sich nahmen. Grund dafür: Apfelessig erhöht das Sättigungsgefühl der Menschen. Wer Gewicht verlieren oder einfach überflüssige Kalorien am Tag einsparen möchte, um ein Normalgewicht zu halten, kann mit wenigen Esslöffeln Apfelessig am Tag für längere und bessere Sättigungsgefühle sorgen.

Antibakterielle Wirkung

Apfelessig spielt in der Naturheilkunde schon seit langer Zeit eine wichtige Rolle als entzündungshemmendes und antibakterielles Hausmittel. Schon vor Tausenden Jahren wurde Apfelessig verwendet, um Wunden zu säubern und Infekte zu behandeln. Die antimikrobiotische Wirkung von Apfelessig ist wissenschaftlich beobachtet worden. Bakterien und Pilze können mit dem Essig effektiv bekämpft werden. Egal, ob zur Desinfektion von Wunden oder Abschwächung von Entzündungen im Körper oder auf der Haut, Apfelessig als Hausmittel kann immer einen Versuch wert sein. Leiden Sie allerdings unter starken Beschwerden, Schmerzen oder haben extrem hohes Fieber, wenden Sie sich unbedingt an einen Arzt oder eine Ärztin.

Gesunde, glänzende Haare

Die Vitamine, vor allem Vitamin A, im Apfelessig wirken nicht nur von innen bei täglicher Einnahme, sie haben auch viele äußerliche Effekte auf die Haut- und Haargesundheit. Apfelessig kann als Haarspülung eingesetzt werden und helfen, Entzündungen der Kopfhaut und Schuppen zu lindern. Die Enzyme des Essigs schützen außerdem die Haare und können Färbungen zum Strahlen bringen. Apfelessig als Haarspülung hilft auch, Seifenreste und Rückstände vom Shampoo zu entfernen. Ihre Haare bleiben dadurch gesünder und können in voller Pracht glänzen. Wenden Sie Apfelessig aber nie unverdünnt auf dem Kopf oder der Haut an. Geben Sie für eine selbstgemachte Spülung etwa zwei Esslöffel Apfelessig auf einen Liter Wasser. 

Im Video: So gut ist Apfelessig für gesunde und glänzende Haare 

Wirkt gegen Warzen

Der saure pH-Wert des Apfelessigs hat bei der äußerlichen Anwendung auf der Haut besonders gute Effekte auf Warzen. Betupfen Sie Warzen regelmäßig mit Apfelessig, können Sie die Viren an der Vermehrung hindern und Warzen somit schonend und natürlich behandeln. Auch Stielwarzen, die nichts anderes sind als gutartige Hautwucherungen, können mit Apfelessigtinkturen behandelt werden. Nach einigen Tage regelmäßiger Essig-Behandlung verfärben sich die Stielwarzen und fallen von selbst ab. Testen Sie bei äußerlichen Anwendungen mit Apfelessig aber zunächst die Verträglichkeit an einer unauffälligen Hautstelle. Reagiert Ihre Haut extrem gereizt, sollten Sie lieber auf andere Mittel zurückgreifen, um Ihre Warzen zu behandeln.

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