Koffein 7 körperliche Folgen von Kaffee-Entzug

Kaffee schmeckt gut, macht gute Laune und vor allem eins: wach! Doch dabei sollte nicht übertrieben werden. Wer sich auf Kaffeeentzug setzt, wird körperliche Folgen spüren. Wir verraten, welche das sind.

Kaffee

Wer täglich zu viel Kaffee trinkt, kennt sehr wahrscheinlich die Symptome von zu viel Koffein wie innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Nervosität oder gar Magenproblemen. In Maßen ist Kaffee hingegen unproblematisch und sogar gesund. Um den Körper wieder an eine normale Koffeinzufuhr zu gewöhnen, ist ein Kaffee-Entzug vorerst sinnvoll. 

Wie wirkt Koffein im Körper?

Im Gehirn gibt es die sogenannten Adenosinrezeptoren, die zum Wohlfühlen beitragen und dafür sorgen, dass Sie sich entspannen. Die Produktion von Dopamin und Noradrenalin wird währenddessen reduziert, sodass die Herzfrequenz gesenkt wird und der Körper Ruhe findet. Das Koffein in Kaffee setzt sich jedoch auf diese Rezeptoren und verhindert die Entspannung. Stattdessen putscht es auf, während der Körper dagegen arbeitet. Stress entsteht, sodass der Körper mehr Adenosin produziert. Bei einem Kaffee-Entzug befindet sich somit eine Überproduktion von Adenosin im Körper und zu wenige aktivierende Botenstoffe. Ein Ungleichgewicht entsteht und es kommt zu einer Vielzahl körperlicher Folgen.
 

Körperliche Folgen von Kaffee-Entzug

  1. Kopfschmerzen
    Koffein hat im Körper eine gefäßverengende Wirkung, welche gegen Kopfschmerzen helfen kann. Fällt diese Wirkung nun weg, ist das Risiko für Kopfschmerzen wieder erhöht.
     
  2. Erschöpfung und Energieverlust
    Wenn die aufputschende Wirkung des Koffeins wegfällt, muss sich der Körper erst wieder an die normalen Energiereserven gewöhnen. Im ersten Moment sind Erschöpfung und Energieverlust jedoch normal.
     
  3. Schlaflosigkeit 
    Bis das Gleichgewicht der Neurotransmitter im Körper wieder hergestellt ist, kann es zu Schlaflosigkeit und Einschlafproblemen kommen. Gut ist hier, eine Zubettgehroutine zu entwickeln, um abends besser abschalten und schlafen zu können. 

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  4. Lethargie und Schläfrigkeit
    Tatsächlich kann es statt zur Schlaflosigkeit auch zu einer Art Lethargie, eine Form der Bewusstseinsstörung, die mit Schläfrigkeit und einer Erhöhung der Reizschwelle einhergeht, kommen. Lethargische Menschen sind teilnahmslos und es ist schwer, ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Um nicht in die Schläfrigkeit zu verfallen, können Bewegung und Sport helfen.
     
  5. Reizbarkeit und Unkonzentriertheit
    Koffein fördert die Konzentration und hilft, einen klaren Fokus, z. B. beim Arbeiten, Lernen oder Autofahren zu behalten. Ohne die Wirkung des Koffeins fehlt dieser muntermachende Faktor, sodass Reizbarkeit und Unkonzentriertheit eher vorkommen.
     
  6. Kreislaufprobleme
    Sowohl bei zu viel als auch bei zu wenig Kaffee kann es zu Kreislaufproblemen kommen. Der Grund für Kreislaufprobleme bei Kaffee-Entzug sind ähnlich wie bei Kopfschmerzen: Die Gefäße im Körper weiten sich, sodass der Blutdruck fallen kann. Bei z. B. schnellem Aufstehen kann so das Blut in die Beine absacken, sodass es zu Schwindel kommt.
     
  7. Verstopfung
    Kaffee regt die Verdauung an, sodass viele Kaffeetrinker nach ihrer ersten Tasse des Tages erst einmal das stille Örtchen aufsuchen müssen. Fällt diese darmaktivierende Wirkung nun weg, kann es leichter zu Verstopfungen kommen. Eine ballaststoffreiche Ernährung und viel Wasser und Tee helfen.
Wie lange die Nebenwirkungen des Kaffee-Entzugs andauern, ist von Person zu Person unterschiedlich. Es kann zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen dauern, bis der Körper wieder im Gleichgewicht ist.
 
Datum: 24.07.2020

Autor: Christina Liersch