5 Gründe, mehr Senf zu essen

5 Gründe, mehr Senf zu essen

Egal, ob als Würzsoße für Sandwiches, bissig-süßes Salatdressing oder scharfe Paste für heißes Grillgut, Senf ist ein kulinarischer Allrounder und peppt viele Gerichte ordentlich auf. Dabei ist der gelbe Scharfmacher auch noch richtig gesund und steckt voller Nährstoffe, die unser Immunsystem so richtig in Fahrt bringen. Wir erklären, warum Senf nicht nur zum sommerlichen BBQ gehört, sondern ruhig öfter in der Küche verwendet werden sollte.

Was ist drin im Senf?

Wir alle kennen Senf als Würzpaste mit der typisch gelben Farbe. Dieser Tafelsenf wird herkömmlicherweise aus gemahlenen Senfkörnern hergestellt, die mit Wasser, Essig, Salz und mitunter anderen Gewürzen zu einer cremigen Masse vermengt werden. Je nachdem welche Art Senfkörner zur Herstellung verwendet, wie sehr oder wie wenig diese zermahlen und ob der Senfmasse weitere Gewürze hinzugefügt werden, lassen sich viele verschiedene Senfarten herstellen. Süßer Senf, grobkörniger Senf, milde Pasten oder besonders scharfe Senfsaucen sorgen dann für Pepp in der Küche und verführen unsere Gaumen. Was aber den besonderen Kick des Senfes ausmacht, ist das ätherisch scharfe Stechen und Ziehen in der Nase, das wir spüren, wenn Senf auf unsere Geschmacksknospen trifft. Scharfer Senf treibt uns mitunter sogar die Tränen in die Augen. So rasant die Schärfe unsere Sinne benebelt, so schnell zieht sie auch wieder fort.

Grund für die senfige Schärfe sind sogenannte Senfölglycoside. Diese Inhaltsstoffe der Senfkörner haben appetitanregende und verdauungsfördernde Eigenschaften und entwickeln erst durch den Kontakt mit Flüssigkeit ihren typisch scharfen Geschmack. Weitere Nährstoffe im Senf sind

  • Vitamine der B-Gruppe
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Eisen
  • Kalzium
  • Kalium
  • Proteine
  • Ballaststoffe

So wirkt sich Senf auf die Gesundheit aus

1. Entzündungshemmende, antibakterielle Wirkung

Das, was Senf so stechend scharf macht, hat gleichzeitig den größten gesundheitlichen Nutzen für uns. Senfölglycoside wie Sinigrin haben nachweislich antientzündliche, antibakterielle und antifungale Wirkungen. In Studien wurde ebenfalls beobachtet, dass diese Scharfmacher helfen können, das Wachstum von Krebszellen zu verlangsamen. Senföle haben aufgrund ihrer antibiotischen Eigenschaften einen erheblichen Nutzen bei der Bekämpfung von Infektionen und Krankheitserregern.

2. Unterstützt beim Abnehmen und liefert Mineralstoffe

Bei der Frage „Senf oder Ketchup“ gibt es eigentlich nur eine richtige Antwort. Senf ist mit lediglich 80 Kalorien pro 100 Gramm und einem Zuckeranteil von nur 4 Gramm wesentlich gesünder als Ketchup, das im Vergleich etwa sechsmal so viel Zucker enthält und unerwünschte Zusatzkalorien auf den Teller bringt. Beim gelben Scharfmacher zahlt es sich für Ihre Gesundheit sogar aus, wenn Sie eine Extraportion Senf auflöffeln, denn damit versorgen Sie Ihren Körper gleichzeitig mit ausreichend Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium, Phosphor oder Kalzium. Während Eisen und Magnesium für die Blut- und Herzgesundheit wichtig sind, trägt Phosphor zur Säuren-Basen-Regulation bei. Kalzium ist ein wichtiger Baustoff für unsere Knochen und hilft, die Knochendichte und Stabilität zu erhalten.

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3. Unterstützt die Verdauung

Senföle wirken verdauungsfördernd, und das bereits im Mund. Ähnlich wie Bitterstoffe regt Senf die Speichelproduktion an. Dadurch zersetzen mehr Enzyme feste Nahrung bereits im Mund und machen es dem Magen leichter, beschwerdefrei zu arbeiten. Im Magen selbst fördern die Senföle die vermehrte Herstellung von Magensäure, die die Nahrung zersetzt. Wer viel Senf isst, kann daher von einer gesunden Verdauung profitieren.

4. Kann bei Hauterkrankungen helfen

Die bioaktiven Inhaltsstoffe in Senfkörnern scheinen ebenfalls einen positiven Effekt auf unser Hautbild zu haben. Forschende konnten in einer Tierstudie beobachten, dass der regelmäßige Verzehr von Senfkörner Erscheinung und Beschwerden von Schuppenflechte abschwächen kann. Obwohl die Schuppenflechten in der Studie nicht komplett verschwanden, sind die lindernden Effekte von Senf in einer ausgewogenen Ernährung ein wichtiger Hinweis für die Forschenden, um neue Medikamente, Salben und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

5. Mögliche Alternative für Antibiotika

Eine der größten Herausforderungen in der modernen Medizin sind multiresistente Bakterien. Durch allgegenwärte synthetische Antibiotika, etwa in unserer Ernährung oder durch zu häufige Gabe bei Krankheiten, werden Keime gegen die Mittel resistent. Erkrankungen lassen sich dann nur noch schwer behandeln. Senföle könnten hier eine Möglichkeit darstellen, Bakterien natürlich abzutöten, ohne auf synthetische Antibiotika setzen zu müssen. In einer Studie untersuchten Forschende der Universitäten Heidelberg und Freiburg genau diese Möglichkeit und kamen zum Schluss, dass Senföle eine alternative, natürliche Grundlage sein können, um Infektionen der oberen Atemwege oder auch Blasenentzündungen behandeln zu können.

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Im Video: So wird aus dem Senfkorn leckerer Senf

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