Gesunde Haut Laut Dermatologen: Die besten Tipps gegen trockene Kopfhaut

Die Kopfhaut spannt und juckt, sie fühlt sich unangenehm an und es können sich Schüppchen bilden. Viele Menschen fühlen sich unwohl. Doch laut Dermatologen gibt es ein paar Tipps, um Spannungsgefühle und Juckreiz zu lindern.

Haarpflege

Trockene Kopfhaut fühlt sich unangenehm an. Sie spannt, juckt und es können sich Schüppchen bilden. Die Haare wirken trocken und strohig und jegliche Feuchtigkeit scheint verflogen. Um einen kühlen Kopf zu bewahren, haben wir deshalb die besten Tipps gegen eine trockene Kopfhaut, die sogar Dermatologen empfehlen.

Woher kommt die trockene Kopfhaut?

Eine trockene Kopfhaut kann verschiedene Ursachen haben. Der häufigste Grund ist die sogenannte seborrhoische Dermatitis, die auch als Schuppen bekannt ist. Diese können neben trockener Kopfhaut auch durch Hefepilze, einer Kopfhautreizung, Ekzeme oder Hauterkrankungen wie Psoriasis verursacht werden. Bei Letzterer kann es auch zu Schuppenbildung auf den Augenbrauen, im Gesicht oder in den Gehörgängen kommen. Nicht krankheitsbedingte trockene Kopfhaut kann hingegen diese Gründe haben:

  • Kaltes Wetter
    Kühle Temperaturen, trockene Heizungs- und Föhnluft, sowie das Tragen von Mützen können zu einer Reizung der Kopfhaut führen, wodurch diese ihre Feuchtigkeit verliert. 
     
  • Das falsche Shampoo
    Im Winter brauchen Kopfhaut und Haare andere Pflege als im Sommer, weshalb Ihr aktuelles Shampoo vielleicht nicht mehr zu den Ansprüchen Ihrer Kopfhaut passt. Im Winter sind Öle und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe zu empfehlen. Bei empfindlicher Kopfhaut kann es auch sein, dass die Haut auf bestimmte Inhaltsstoffe wie Parabene, Silikone, Parfüms, Farbstoffe oder Sulfate reagiert.

9 Tipps, um trockene Kopfhaut loszuwerden

  1. Ein Anti-Schuppenshampoo verwenden
    Sind Schuppen der Grund für die trockene Kopfhaut, verwenden Sie ein medizinisches Anti-Schuppenshampoo bzw. ein Anti-Pilzshampoo. Achten Sie dabei darauf, dass Inhaltsstoffe wie Pyrithion-Zink, Selensulfid und Ketoconazol im Shampoo vorkommen. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten.
     
  2. Die richtige Haarpflege
    Medizinische Shampoos sollten Sie immer mehrere Minuten einwirken lassen, um eine Verbesserung der Kopfhaut zu erzielen. Tragen Sie dazu das Shampoo auf der Kopfhaut auf und lassen Sie es ungefähr fünf Minuten einwirken. So können die Wirkstoffe sich richtig entfalten. Wichtig: Belassen Sie das Shampoo nur auf der Kopfhaut. Manche Shampoos können die Haarlängen austrocknen. Mit einer Spülung, die Sie nur in die Haarlängen auftragen, können Sie dem vorbeugen.
     
  3. Die Anwendungsdauer von Anti-Schuppenshampoos
    Nach ca. einer Woche wird sich die Kopfhaut schon sichtlich verbessert haben. Kehren Sie langsam zu Ihrem vorherigen Shampoo zurück, sodass Sie künftig Schuppen nur noch kurzfristig behandeln müssen. Entsteht das Gefühl, dass sich die Kopfhaut an das Shampoo gewöhnt, greifen Sie zu einem mit einem anderen Wirkstoff.
     
  4. Die Duschroutine überdenken
    Sind Schuppen nicht die Ursache für Ihre trockene Kopfhaut, kann auch die Duschroutine schuld an ihr sein. Zu heißes Wasser, zu langes Duschen und Sulfate im Shampoo können die Hautbarriere stören und austrocknen. Die Wassertemperatur sollte daher nicht über 37° C sein und das Waschen und Spülen sollte auf ein Minimum reduziert werden. Verwenden Sie auch lieber Shampoos ohne Sulfate. Möglich ist ebenfalls, dass Sie Ihre Haare nur jeden zweiten oder dritten Tag waschen, sodass sich die Hautbarriere wieder normalisieren kann.
     
  5. Schädliche Inhaltsstoffe im Shampoo meiden
    Mit der App CodeCheck können Sie Ihr Shampoo überprüfen, ob es schädliche oder reizende Inhaltsstoffe besitzt. Reizstoffe sind vor allem Duft- und Farbstoffe. PH-hautneutrale Shampoos haben diese unter anderem nicht.
     
  6. Salicylsäure hilft nicht nur gegen Pickel
    Ein Salicylsäure-Shampoo (Apotheke) kann bei trockener Haut Wunder wirken. Das Shampoo hilft gegen Juckreiz und entfernt abgestorbene Hautzellen. Optimalerweise enthält das Shampoo Stoffe, welche die Kopfhaut anschließend mit Feuchtigkeit versorgen.
     
  7. Eine natürliche Haarmaske verwenden
    Selbstgemachte Haarkuren aus natürlichen Zutaten sind wahre Nährstoffbooster für Kopfhaut und Haare. Besonders Kokosöl wirkt feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend. Probieren Sie verschiedene Masken aus. Diese können Sie ein- bis zweimal pro Woche für eine halbe Stunde oder auch über Nacht einwirken lassen.
     
  8. Nicht jedes Hausmittel wirkt
    Hamamelis, CBD-Produkte oder Apfelessig sind zu wenig erforscht, um eine Wirksamkeit gegen trockene Kopfhaut zu beweisen. Apfelessig kann zwar die Haarstruktur glätten und überschüssige Stoffe aus den Haaren entfernen, jedoch auch die Kopfhaut zusätzlich reizen.
     
  9. Zum Dermatologen gehen
    Sind Sie sich unsicher oder besteht der Verdacht einer Erkrankungen, sollten Sie immer zum Hautarzt gehen. Je nach Diagnose kann er rezeptpflichtige Shampoos verschreiben, um die trockene Kopfhaut zu pflegen.

Datum: 11.02.2020

Autor: Christina Liersch