Milien vorbeugen: Diese 4 Hausmittel helfen wirklich

Milien vorbeugen: Diese 4 Hausmittel helfen wirklich

Die weißen, knotigen Grießkörner auf den Wangen und der Augenpartie sind sehr störend und die Entfernung von Milien ist mitunter kompliziert. Facharzt für Dermatologie Dr. Afschin Fatemi hat mit uns gesprochen und wichtige Tipps rund ums Thema Milien gegeben.

Milien vorbeugen: Was hilft?

Eine regelmäßige und gründliche Hautpflege ist die beste Möglichkeit, Milien vorzubeugen, sagte uns Dr. Afschin Fatemi. Der Facharzt für Dermatologie mit Schwerpunkt Dermatochirurgie und ästhetischer Medizin ergänzte:

Es gibt keine Garantie für das Ausbleiben von Milien. Durch die richtige Pflege lässt sich das Risiko allerdings reduzieren. Dazu gehört eine tägliche, gründliche Reinigung des Gesichts.

Wer allerdings durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung und auf den Hauttypen abgestimmte Pflegeroutinen für eine gute Hautgesundheit sorgt, verringert die Wahrscheinlichkeit, Milien im Gesicht zu entwickeln. Besonders wichtig für die Haut sind Nährstoffe wie Vitamin A und Biotin. Die beiden Stoffe können einen Beitrag zum Erhalt einer normalen Haut leisten. Weitere Möglichkeiten, die die Hautgesundheit unterstützen und Milien vorbeugen können, stellen wir hier vor.

1. Enzympeelings

Nutzen Sie zur Vorbeugung von Milien die Kraft von Enzympeelings. Solche chemischen Peelings helfen der Haut bei der Zellerneuerung und tragen abgestorbene Zellen ab. Dabei kommen je nach Peeling unterschiedliche Wirkstoffe in Spiel. Bei dem BHA-Peeling von Colibri Skincare sorgt die enthaltene Salicylsäure für einen tiefen Peelingeffekt. Auch Fruchtsäurepeelings können für ein glattes und schuppenfreies Hautbild zuträglich sein, indem Unreinheiten aus den Poren entfernt werden und die Zellerneuerung unterstützt wird. Im Enzympeeling von Daytox unterstützen Fruchtenzyme aus Ananas und Papaya die Hautgesundheit.

Auch Dr. Afschin Fatemi berichtet, dass Pflegeprodukte mit Vitamin A und Fruchtsäure am besten gegen Milien vorbeugen.

Diese Wirkstoffe beschleunigen die Zellteilung und sorgen dafür, dass abgestorbene Hautzellen schneller abgestoßen werden. Allerdings sind diese Wirkstoffe stark und die Haut muss sich einige Zeit an die Verwendung gewöhnen.

Verwenden Sie allerdings keine mechanischen Peelings mit Salzkristallen oder anderen grobkörnigen Peelingstoffen. Diese können die Haut reizen.

2. Feuchtigkeitscremes mit Hyaluronsäure

Es ist ganz normal, dass sich die obersten Hautschichten unserer Haut immer wieder erneuern. Dabei sterben Hautzellen ab, werden abgestoßen und durch neue Schichten ersetzt. Milien entstehen, wenn sich abgestorbene Hautzellen nicht von der Hautoberfläche ablösen können und von neuen, gesunden Hautschichten um- und überwachsen werden. Trockene, schuppige Haut ist daher anfällig für Milienbildung. Um Ihre Haut bestmöglich bei einem normalen Erneuerungsprozess zu unterstützen und das vermehrte Abschuppen von Hautschichten zu verhindern, sollten Sie auf rückfettende, feuchtigkeitsspendende Gesichtscremes setzen. Ist Ihre Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und wichtigen Fetten versorgt, können abgestorbene Schüppchen leichter abgestoßen werden.

Bei der Versorgung der Haut mit Vitaminen und Feuchtigkeit für mehr Elastizität können Tages- und Nachtcremes mit Hyaluronsäure einen unterstützenden Beitrag leisten. Die Feuchtigkeitscreme von Soena etwa ist frei von Parabenen, nachhaltig produziert und setzt auf Bio-Aloe vera. Auch die Hyaluron Performance Creme von Cosphera kann als vegane Tages- und Nachtcreme die Hautgesundheit mit Vitamin E, Lecithin und Hyaluronsäure unterstützen. Gesunde Haut neigt weniger zu Milien.

3. Gesichtsdampfbäder

Sie können zu Hause ganz einfach Gesichtsdampfbäder anwenden, um Ihre Hautgesundheit zu unterstützen und der Entstehung von Milien entgegenzuwirken. Dampfbäder lassen sich leicht herstellen. Geben Sie heißes, dampfendes Wasser in eine hitzebeständige Schüssel oder Schale. Mit ein paar Tropfen ätherischer Öle in das dampfende Wasser können Sie sofort mit der Dampfkur loslegen. Kamille, Eukalyptusöl oder Teebaumöl sind ideale Dampfbadzusätze. Legen Sie ein Handtuch über Ihren Kopf und halten Sie Ihr Gesicht über die warm-dampfende und ätherisch-wohltuende Wasserschale. Der Wasserdampf und die ätherischen Wirkstoffe öffnen Ihre Poren und regen die Durchblutung an. Der vermehrte Blutfluss durch die Haut hilft, kleine Entzündungen zu beseitigen. Schweiß unterstützt während des Gesichtdampfbads den Abtransport von Talg und abgestorbenen Hautzellen von der Hautoberfläche. Mit regelmäßigen Dampfbädern können Sie also Ihre Haut stärken und der Entstehung von Milien vorbeugen.

4. Gesunde, vitaminreiche Ernährung

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und versorgen Sie Ihre Haut mit allen wichtigen Nährstoffen, die sie braucht, um gesund zu bleiben. Frische Lebensmittel und selbst zubereitete Speisen sind ein guter Anfang für Ihre gesunde Ernährung. Setzen Sie auf Beeren wie Heidelbeeren oder Himbeeren, die reich an antioxidativen Pflanzenfarbstoffen sind und Entzündungen im Körper und der Haut bekämpfen helfen. Vitamin A für eine gesunde Hautzellenerneuerung und Regeneration der Haut ist in vielen bunten Gemüsesorten enthalten. Essen Sie regelmäßig Karotten, Paprika oder Süßkartoffeln, um Ihre Haut mit wertvollen Vitaminen zu versorgen. Auch gesunde Omega-3-Fettsäuren etwa aus Leinöl oder Fisch sind besonders hilfreich für ein normales Hautbild. 

Mehr erfahren: Diese Lebensmittel beugen Pickeln vor > >

Was Sie über Milien wissen müssen

Milien sind kleine Zysten in der Haut, die mit Hornmaterial gefüllt sind. Anders als entzündliche Pickel oder Mitesser, die mit Eiter oder Talg gefüllt sind, befindet sich in Milien verhärtetes Material aus abgestorbenen Hautzellen. Solche abgestorbenen Hautschuppen und Zellen werden normalerweise von der Hautoberfläche abgestoßen. Wachsen neue Hautzellen um die Hornschuppen herum, bilden sich Milien.

Die kleinen Grießkörner entstehen vor allem auf den Wangen und um die Augenpartie herum. Sie sind kein Anzeichen für eine Hauterkrankung, sondern lediglich ein kosmetisches Problem. Als solches sind Milien aber sehr unangenehm, denn die kleinen weißen Knötchen unter der Haut können bis zu zwei Millimeter groß werden. Auch auf den Augenlidern können Milien entstehen.

Drücken Sie Milien niemals einfach so aus. Die Verhornungen öffnen sich mit Druck leider nicht. Durch Drücken und Quetschen können Sie höchstens Hautschäden und Irritationen verursachen. Milien lassen sich durch gezieltes Anritzen öffnen und dann erst ausdrücken. Haben Sie das richtige Equipement dazu und die nötige Erfahrung, können Sie dies auch selbst zu Hause durchführen. Suchen Sie für professionelle Hilfe bei der Milienentfernung aber besser Experten in Kosmetikstudios auf. Auch Dermatologen und Dermatologinnen entfernen Milien.

Im Video: So entstehen Milien im Gesicht

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