Globuli gegen Migräne Homöopathie für Schmerzlinderung

Migräne ist eine ernsthafte neurologische Störung, die zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen in Deutschland zählt. Neben zahlreichen herkömmlichen Medikamenten kann dem Chaos im Kopf auch mit Homöopathie zu Leibe gerückt werden.

Globuli gegen Migräne und Kopfschmerzen

"Es ist ein stechender Schmerz, als würden tausende Nägel in den Kopf getrieben." "Der Kopf steckt in einem Schraubstock, der immer fester zugedrückt wird." So beschreiben Erkrankte einen Migräne-Anfall. Für viele hilft dann nur noch die Flucht in einen abgedunkelten Raum und viel Ruhe. Dabei ist Migräne mehr als nur ein stechender Kopfschmerz, der irgendwann vorbei ist.

Die Fakten klingen furchterregend. Rund zehn Prozent der Bevölkerung leiden unter chronischer oder gelegentlicher Migräne. Bis zur Pubertät sind es sogar rund 20 Prozent. Die Symptome können vielfältig sein. Dazu zählen Übelkeit und Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit, Schwindel und Wahrnehmungsstörungen und natürlich starke Kopfschmerzen. Jährlich fallen über 500 Millionen Euro Kosten durch Medikamente und Therapien für die Krankenkassen an. Ein nicht zu unterschätzendes volkswirtschaftliches Problem. Allerdings wissen auch viele Betroffene nicht, dass sie unter einer Migräne leiden. Oder sie sprechen nicht darüber. Gerade bei Männern gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Dunkelziffer wesentlich höher liegt, als die Statistik angibt. In unserem Ratgeber erklären wir die Unterschiede zwischen "normalen" Kopfschmerzen und Migräne, gehen auf die Ursachen von Migräne ein, erklären, wie Ihr sie vorzeitig erkennen könnt und nennen homöopathische Mittel, welche dem stechenden Schmerz den Kampf ansagen.

Was ist der Unterschied zwischen Kopfschmerzen und Migräne?

Oftmals machen die Begleiterscheinungen klar, dass es sich bei den Kopfschmerzen um Migräne handelt. Leidet Ihr auch unter Übelkeit und Lichtempfindlichkeit, hat Euch eine Migräne im Griff. Manchmal sind diese Begleiterscheinungen allerdings nicht vorhanden. Dann einen Unterschied auszumachen, ist schwer. Solltet Ihr Euch nicht sicher sein, ob Ihr Migräne oder einfach Kopfschmerzen habt, untersucht die Schmerzen und sucht nach den Ursachen (wir haben 16 Ursachen für Kopfschmerzen untersucht). Leidet Ihr unter Spannungskopfschmerz, der den gesamten Kopf einnimmt oder in der Stirn verortet ist, handelt es sich dabei wahrscheinlich nicht um eine Migräne. In den meisten Fällen treten die Schmerzen einer Migräne halbseitig auf. Dafür sind die Leiden meist wesentlich stärker. 

Zudem gibt es bei Migräne in vielen Fällen gewisse Vorboten, an denen Ihr Migräne-Attacken erkennen könnt. Darunter fallen Müdigkeit, häufiges Gähnen und Geräuschempfindlichkeit. Auch Heißhungerattacken können ein Symptom einer nahenden Migräne sein. Zudem kommt es bei vielen Betroffenen zur so genannten Auraphase. Hierbei ändert sich die Wahrnehmung. So können Flecken im Sichtfeld auftreten oder es entstehen zusätzliche Strukturen. Teilweise scheint die Sicht bei einem Auge auszufallen, so dass das Sichtfeld halbiert wird. All diese Symptome treten oft Stunden oder sogar Tage vor der eigentlichen Migräne-Attacke auf und werden von vielen Betroffenen nicht in Zusammenhang mit der eigentlichen Migräne gebracht. Wir haben noch einmal die Unterschiede zwischen einer Migräne und Kopfschmerzen zusammengefasst. 

Was sind die Ursachen von Migräne?

Die Ursachen von Migräne sind nicht restlos geklärt. Eine Ursache könnte die Überempfindlichkeit des Hirnhautlappens sein. Dies ist besonders im Zusammenhang mit Betroffenen beobachtet worden, die auch unter epileptischen Anfällen leiden. Die Überempfindlichkeit entsteht, wenn im Gehirn zu viel Kalium ausgeschüttet wird. Warum dies bei Betroffenen passiert, ist bisher unklar. 

Eine weitere Theorie beschäftigt sich mit der Freisetzung von entzündungsvermittelnden Botenstoffen. Hierbei kommt es zu einer Fehlinterpretation der Mastzellen im Gehirn, welches daraufhin alle Vorgänge einer Entzündung einleitet. Die Folge sind anschwellende Blutgefäße, welche dann auf die Nerven drücken und den Schmerz auslösen.

Auch genetische Ursachen werden als Auslöser für Migräne diskutiert. Migräne tritt vermehrt in Familien auf, in denen meist mehrere Angehörige unter diesen Beschwerden leiden. Auslöser sind hier Gendefekte in den Chromosomen. Diese werden von den Eltern an die Kinder weitergegeben. Diese Theorie steht ebenfalls in enger Verbindung mit Untersuchungen zur Epilepsie.

So erkennt Ihr vorzeitig einen Migräne-Anfall

Wie schon erwähnt, könnt Ihr einen Migräne-Anfall vorzeitig erkennen, wenn Ihr auf die Symptome achtet. Solltet Ihr unter plötzlicher Lärmempfindlichkeit leiden oder Euch schlapp und müde fühlen, können dies Vorboten der Migräne sein. Auch häufiges Gähnen bei fehlender Müdigkeit sollte Euch aufmerksam machen. Um die Symptome richtig zu deuten, braucht es Erfahrung. Legt Euch ein Kopfschmerztagebuch zu, indem Ihr Eure Kopfschmerzen und Migräne-Attacken aufschreibt. Dies hilft auch einem Arzt, Euch bei einer möglichen Behandlung zu unterstützen. Zudem muss nicht jeder Anfall gleich stark verlaufen. Teilweise wird Migräne mit Kopfschmerzen verwechselt, weil andere Beschwerden fehlen oder der Schmerz nicht so stark ist. Lest unseren Ratgeber über Kopfschmerztypen, um die verschiedenen Arten von Kopfschmerzen unterscheiden zu können. 

Globuli gegen Migräne

Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Medikamenten können Globuli schon vor dem eigentlichen Eintreten der Migräne eingenommen werden und deshalb vorbeugend helfen. Melisse und Lindenblüte haben sich bewährt. Da Migräne aber so viele verschiedene Auslöser haben kann, solltet Ihr vor einer Behandlung mit Eurem Arzt reden. Er kann Euch genau sagen, welche Globuli helfen können. Zudem haben sich folgende Praktiken zur Vorbeugung bewährt: Ausgewogener Schlaf, eine gesunde Ernährung, Sport, eine Verringerung des Stresses und ein geregelter Tagesablauf. Zudem haben Studien gezeigt, dass auch Akupunktur einer Migräne vorbeugen kann. Auch "normalen" Kopfschmerzen könnt Ihr vorbeugen.

Ist es geschehen und Ihr leidet unter Migräne, haben sich zwei Mittel besonders wirksam gezeigt. Zum einen ist das Cyclamen in der Potenz D6. Der aus dem Alpenveilchen gewonnene Stoff ist besonders dann zu empfehlen, wenn noch zusätzliche Beschwerden wie Sehstörungen oder andere Empfindlichkeiten auftreten. Bei der typischen Wochenendmigräne hilft vor allem Iris in der Potenz D6. Da das aus der Schwertlilie gewonnene Mittel auch gegen Übelkeit und Erbrechen hilft, solltet Ihr es vor allem dann nehmen, wenn zu den typischen Kopfschmerzen diese Symptome auftreten. Auch für diese Mittel sollte immer ein Arzt befragt werden. Wie bei jedem Medikament, sollten Dosis und Konzentration abgesprochen werden, auch wenn die Mittel "nur" homöopathisch sind.

Autor: Alexander Scherb