Krank durch Tütensuppen: 4 Gründe, die Fertigpulver nicht mehr zu verwenden

Krank durch Tütensuppen: 4 Gründe, die Fertigpulver nicht mehr zu verwenden

Tütensuppen sind schnell zubereitet und für viele von uns eine einfache Mahlzeit für zwischendurch. Was aber genau in den Suppenpulvern drin steckt und wie unsere Körper darauf reagieren, wissen die wenigsten.

Nicht nur Suppe: Das steckt drin in Tütensuppen

Tütensuppen aus dem Supermarkt gibt es wie Sand am Meer. Regalreihe um Regalreihe lachen uns die bunten Suppentüten in den Märkten an. Beliebte Klassiker sind etwa Tomatensuppen, Hochzeitssuppen, Frühlingssuppen oder – bei den Kleinen ganz hoch im Kurs – Buchstabensuppe. Dass so viele Menschen die warmen Suppen so regelmäßig schlürfen, hängt sicherlich auch mit den unschlagbar günstigen Preisen zusammen. Letztendlich ist das größte Verkaufsargument aber immer noch die einfache Zubereitung: Tüte aufreißen, Pulver ins Wasser und erhitzen. Doch Moment einmal: Wie funktioniert dieses Suppenpulver eigentlich? Und was steckt denn da drin, dass wir nach wenigen Minuten fertige Suppen genießen können?

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Zusatzstoffe können Darmentzündungen auslösen

Besagtes Pulver besteht größtenteils aus getrockneten Zutaten wie Nudeln, Gemüse, Fett und jeder Menge Gewürzen. In vielen handelsüblichen Suppen stecken aber noch andere Zusatzstoffe, etwa Geschmacksverstärker wie Hefeextrakt und Glutamat oder künstliche Aromen. Auf den Rückseiten der Verpackungen sieht man bei einigen Fertigsuppen auch noch eine ganze Reihe Zusatzstoffe mit E-Nummern, so etwa E551. Dahinter verbirgt sich Siliciumdioxid, das auch gerne als Kieselsäure bezeichnet wird.

Der Zusatzstoff wird in trockenen, pulvrigen Lebensmitteln gerne als Trennmittel eingesetzt, das Verklumpungen verhindern soll und Feuchtigkeit bindet. Dadurch bleibt das Suppenpulver in der Tüte auch schön pulvrig. Das Trennmittel wird aus Quarzsand unter Verwendung von Nano-Technologie hergestellt. Das Problem damit: Künstliche körperfremde Nanopartikel können von unserem Körper nicht verdaut werden und lagern sich mitunter in unserem Gewebe ab.

Diesen Verdacht bestätigten Schweizer Forschende in einer Studie von 2017. Sie kommen zu dem Schluss, dass Nanopartikel des Siliciumdioxids in unseren Lebensmitteln bestimmte Zellen in unserem Verdauungstrakt aktivieren, die für die Erkennung von schädlichen Fremdstoffen zuständig sind. Schlagen diese Zellen Alarm, reagiert unser Immunsystem mit Abwehrreaktionen wie Entzündungen. Ist unser Darm von andauernden Entzündungsreaktionen geplagt, können chronische Darmerkrankungen entstehen.

Erhöhter Salzgehalt kann krank machen

Ebenfalls zu Bedenken geben, sollte der mitunter hohe Salzgehalt von Fertigprodukten wie Tütensuppen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, täglich maximal fünf Gramm Salz zu konsumieren. Tütensuppen enthalten durchschnittlich zwei Gramm Salz pro Portion. Das überschreitet den empfohlenen Tageswert zwar noch nicht, da wir aber im Laufe eines Tages noch viele andere Lebensmittel konsumieren, die ebenfalls Salz enthalten, können die Suppen dazu beitragen, dass wir, ohne es zu wissen, viel zu viel Salz zu uns nehmen. Ein zu hoher Salzkonsum begünstigt etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Zu viel Zucker in Instantprodukten

Fertiggerichte wie Instant-Nudeln, Tütensuppen oder 5-Minuten-Terrinen stecken nicht nur voller Zusatzstoffe und Salz, sondern bringen auch jede Menge versteckten Zucker auf den Teller. Durchschnittlich schummeln sich pro 100 Gramm Fertiggericht aus der Tüte 10 Gramm Zucker in das Essen. Das entspricht bereits einem Fünftel der täglich empfohlenen Höchstmenge. Wer nicht aufpasst und den Tag über viele andere industriell verarbeitete Lebensmittel konsumiert, überschreitet schnell die Richtwerte.

Zu viel Zucker ist enorm schädlich für unsere Gesundheit. Ein Überkonsum führt zu Fettleibigkeit, Diabetes und entzündlichen Erkrankungen. Auch Akne und Hauterkrankungen sind möglich.

Fertigsuppen verändern das Geschmacksempfinden

In den meisten Tütensuppen und Fertigpulvern stecken Geschmacksverstärker in irgendeiner Form. Da die Hersteller mittlerweile gelernt haben, dass ihre Kundschaft Bedenken gegenüber unzähliger Zusatzstoffe und E-Nummern unter den Inhaltsstoffen haben, fügen sie ihren Pulvern etwa Geschmacksverstärker durch die Hintertür bei. Glutamat etwa müsste als geschmacksverstärkender Zusatzstoff namentlich auf den Verpackungen erwähnt werden. Um den Einsatz des Geschmacksverstärkers zu verstecken, nutzen die Hersteller Hefeextrakt oder Hefeflocken. Hefeextrakt enthält von Natur aus Glutamat und verstärkt den Geschmack von Lebensmitteln.

Obwohl Glutamat nach jetzigem Kenntnisstand unbedenklich für uns Menschen ist, kann der Gewöhnungseffekt an geschmacksintensive Lebensmittel durchaus problematisch sein. Wer ständig Geschmacksverstärker isst, gewöhnt sich an intensive Würze und vollmundige Geschmäcker und wird immer wieder zu industriell aufbereiteten Lebensmitteln greifen.

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