28. Mai 2021
Hautausschlag nach Corona-Impfung: Das hilft dagegen

Hautausschlag nach Corona-Impfung: Das hilft gegen die Beschwerden

Nach der Corona-Impfung kann es häufig zu grippeähnlichen Nebenwirkungen kommen. In einigen Fällen reagiert der Körper auch mit juckendem Hautausschlag und Nesselsucht. Lesen Sie hier, was gegen die Beschwerden hilft.  

Nach der Corona-Impfung können Nebenwirkungen auftreten. Hierbei handelt es sich um Impfreaktionen, die zeigen, dass sich Ihr Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt und gefordert wird. Am häufigsten sind Schmerzen an der Einstichstelle sowie grippeähnliche Symptome wie Schüttelfrost und Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf- und Muskelschmerzen oder Übelkeit und Erbrechen. „Diese Reaktionen treten meist innerhalb von zwei Tagen nach der Impfung auf und halten selten länger als einen bis zwei Tage an“, heißt es auf der Website des Paul-Ehrlich-Instituts, das in Deutschland die Sicherheit von Impfstoffen und Arzneimitteln überwacht. Bei allen zugelassenen Impfstoffen sind die meisten Reaktionen bei älteren Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu beobachten.

Hautausschlag nach Corona-Impfung: Nesselsucht als seltene Nebenwirkung

In einigen seltenen Fällen kann es nach der Verabreichung der Impfstoffe von Moderna und AstraZeneca bei den Geimpften (zwischen 1 % und 10 %) zu Hautausschlag kommen. Der Ausschlag kann sich über den gesamten Körper oder insbesondere an der Einstichstelle durch Nesselsucht äußern. Bei Nesselsucht bilden sich auf der Haut juckende und brennende, rötliche Quaddeln – ähnlich wie bei Verbrennungen an einer Brennnessel. Ursache der Quaddeln ist die Ausschüttung körpereigener Botenstoffe wie Histamin, der aufgrund einer allergischen Reaktion durch Nahrungsmittelzusatzstoffe, Insektenstiche oder auch Medikamenten freigesetzt werden kann.

Hautausschlag nach Corona-Impfung: Das hilft gegen den Juckreiz

In der Regel klingen die Impfreaktionen nach ein bis zwei Tagen ab. Auch die Quaddeln sollten sich innerhalb von 24 Stunden zurückbilden. Kühlende Umschläge oder Essigwickel, juckreizstillende Salben und Cremes können Abhilfe schaffen. Auch wenn es Ihnen schwerfällt, aber versuchen Sie sich nicht zu kratzen – das verschlimmert meistens den Juckreiz. Tragen Sie locker sitzende Kleidung, um zusätzliche Reibungen zu verhindern.

Bei schlimmen Beschwerden helfen Antihistaminika, welche die Andockstellen des Botenstoffes Histamin im Körper blockieren und somit die allergische Reaktion lindern. Einfluss auf die Wirksamkeit der Impfung und die Antikörperbildung haben diese laut dem Deutschen Allergie- und Asthmaverbund nicht: „Für antiallergische Medikamente wie Antihistaminika oder nasale Steroide wie Cortison-Nasensprays liegen keine Daten vor, die gegen ihren Einsatz vor oder nach einer COVID-Impfung sprechen.“

Wichtig: Dauern Ihre Symptome länger an, verschlimmern sie sich oder kommen noch Beschwerden wie Atemnot oder Kreislaufprobleme hinzu, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Auch interessant: Geimpfte und Genesene – so lange bleibt der Schutz vor Corona

Lade weitere Inhalte ...