Gutes Cholesterin erhöhen: 4 Tipps

Gutes Cholesterin erhöhen: So klappt es mit diesen 4 Tipps

Um schädliches LDL-Cholesterin im Blut zu senken, muss der HDL-Cholesterinwert erhöht werden. Wie das gelingt? Mit diesen Tipps, die sich positiv auf Ihren Fettstoffwechsel auswirken.

Zu hohe Cholesterinwerte schaden unseren Gefäßen und können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Hierbei handelt es sich ums LDL-Cholesterin. Das Low Density Lipoprotein ist für den Transport des Cholesterins von der Leber zu den anderen Organen zuständig. Ist allerdings der LDL-Cholesterinwert erhöht und sind die Körperzellen nicht mehr in der Lage, weiteres Cholesterin aufzunehmen, steigt der LDL-Cholesterin-Spiegel im Blut an. Zu viel LDL-Cholesterin kann sich als Plaque in den Gefäßwänden ansammeln. Mediziner sprechen von einer Arteriosklerose. Dadurch verengen sich die Arterien, die Durchblutung ist beeinträchtigt und im schlimmsten Fall kann es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen.

Der Gegenspieler des LDL-Cholesterins ist das High Density Lipoprotein. Das HDL-Cholesterin ist für den Rücktransport des Cholesterins von den Körperzellen zur Leber verantwortlich, um es von dort auszuscheiden. Aus diesem Grund kann ein erhöhter HDL-Cholesterinspiegel dem LDL-Cholesterin Einhalt bieten und effektiv vor Gefäßablagerungen schützen. Wir erklären Ihnen im Folgenden, was zu einem Anstieg Ihres HDL-Cholesterinspiegels führen kann:

So steigt Ihr gutes HDL-Cholesterin

1. Ausdauersport:

Wer regelmäßig sportlich aktiv ist, macht viel für seine Gesundheit. Ausdauersportarten wie Joggen, Walking, Schwimmen oder Radfahren wirken sich positiv auf unser Immunsystem aus, stärken unseren Herzmuskel und verbessern die Aufnahme von Sauerstoff. Und auch unser Fettstoffwechsel profitiert, da unsere Blutfettwerte sinken und sich der Anteil des HDL-Cholesterins erhöht. Um diesen Effekt zu erzielen, sollten Sie etwa dreimal die Woche für etwa 30 Minuten ins Schwitzen kommen. Zudem hält regelmäßiger Ausdauersport unsere Gefäße elastisch, was ebenfalls Arterienverkalkungen vorbeugt.

2. Ungesättigte Fettsäuren

Unsere Ernährung hat einen erheblichen Einfluss auf unseren Cholesterinspiegel. Ungesunde gesättigte Fettsäuren, die Sie in verarbeiteten Fleisch- und Wurstwaren, Butter oder Fertiggerichten finden, lassen unsere Blutfette in die Höhe steigen. Hingegen erhöhen gesunde, mehrfach gesättigte Fettsäuren wie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren Ihr gutes HDL-Cholesterin und bringen Ihren Fettstoffwechsel wieder ins Gleichgewicht. Die gesunden Fettsäuren stecken in fettem Fisch, Nüssen und in bestimmten Pflanzenölen wie Rapsöl

3. Gesundes Körpergewicht

Vielen Menschen ist bewusst, dass Übergewicht der Gesundheit schadet. Mit den überschüssigen Pfunden nimmt nicht nur das Risiko für zahlreiche Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder eine Schilddrüsenunterfunktion zu, sondern erhöht sich auch der LDL-Cholesterin-Spiegel. Der HDL-Wert ist hingegen niedrig. Warum? Meistens nehmen adipöse oder übergewichtige Menschen zu viele tierische Fette über die Nahrung auf, die für Extrakilos und erhöhte LDL-Cholesterinwerte sorgen. Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, sollten Sie sich ausgewogen ernähren. Das führt langfristig nicht nur zu einer Gewichtsreduktion, sondern bringt auch Ihre Cholesterinwerte in Balance.

4. Ballaststoffe

Bei Ballaststoffen handelt es sich um unverdauliche Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, die für eine gesunde, ausgewogene Ernährung essenziell sind. Unter anderem stabilisieren Sie den Blutzuckerspiegel, sättigen uns langanhaltend und regen die Verdauung an. Abgesehen davon kann eine ballaststoffreiche Ernährung sich positiv auf Ihren Cholesterinspiegel auswirken: Ballaststoffe binden Gallensäure und befördern diese mit dem Stuhl aus dem Körper. Da der Körper Gallensäure für die Fettverdauung benötigt und diese aus Cholesterin gebildet wird, greift er auf das Cholesterin aus dem Blut zurück. Dadurch wird der HDL-Spiegel zwar nicht direkt erhöht, aber der LDL-Spiegel sinkt.

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