Wenn Keime im Essen lauern Lebensmittelvergiftung: Ursachen, Symptome und Behandlung

Keime auf den Lebensmitteln können schnell zu einer Lebensmittelvergiftung führen. Unangenehme Symptome sind die Folge. Was ihr dagegen tun könnt, erfahrt ihr hier!

Übelkeit

Symptome einer Lebensmittelvergiftung

Das Gift verteilt sich in der Regel innerhalb weniger Stunden im Körper. Die ersten Symptome treten bereits ein paar Stunden nach dem Essen auf. Zu den typischen Symptomen einer Lebensmittelvergiftung zählen:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen und -krämpfe

Die Symptome lassen jedoch relativ schnell nach - innerhalb weniger Tage. Tauchen neben den typischen Symptomen Beschwerden wie Sehstörungen, Schüttelfrost, Fieber und Lähmungen 12 bis 36 Stunden später auf, solltet ihr schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Ist eine Lebensmittelvergiftung durch Listerien (Bakterien) entstanden, sind Kopfschmerzen, Fieber und Nackensteife Anzeichen dafür. Die Folgen von Listerien sollten nicht unterschätzt werden, sie können in das Gehirn des Betroffenen eindringen und eine Meningitis (Hirnhautentzündung) verursachen. Sie können ebenso in das Blutsystem gelangen und eine Sepsis (Blutvergiftung) auslösen, eine Entzündung im Bauchfell oder der Herzinnenwand.

Eine Lebensmittelvergiftung durch Botulismus (Infektion mit einem Clostridien-Bakterium) kann für den Betroffenen unerträglich sein und sehr gefährlich werden. Eine Vielzahl an Symptomen tritt etwa 20 bis 36 Stunden nach dem Verzehr der kontaminierten Lebensmittel auf. Lähmungen, Sprech- und Schluckstörungen, Verstopfung und verlangsamter Herzschlag sind nur einige typische Symptome einer Clostridien-Vergiftung. Die Erkrankung wird im Krankenhaus behandelt, um Schlimmeres zu vermeiden.

Treten Fieber und Schüttelfrost auf, können Salmonellen Schuld an den Beschwerden sein. Eine ärztliche Untersuchung ist in jedem Fall dringend erforderlich.

Behandlung bei einer Lebensmittelvergiftung

Arztbesuch:

Sollten Symptome einer Vergiftung bei euch auftreten, sucht unbedingt einen Arzt auf und lasst euch umgehend untersuchen. Besonders wenn der oder die Betroffene bereits etwas älter oder schwanger ist oder es sich um Babys oder Kleinkinder handelt, ist die Hilfe eines Arztes dringend erforderlich.

Dauern die Symptome mehr als drei Tage und neben den typischen Symptomen treten weitere Nebenwirkungen wie blutiger Durchfall oder Fieber auf, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Ernstzunehmende Krankheiten können hinter den Anzeichen stecken.

Hausmittel und Arzneimittel:

Seid ihr an einer Lebensmittelvergiftung erkrankt, folgt meist eine Therapie wie bei einer Magen-Darm-Grippe. Trinkt bei starkem Durchfall ausreichend Kräutertee, schwarzen Tee oder stilles Wasser, um die verlorengegangene Flüssigkeit und die Salze wieder aufzunehmen und eine Dehydration zu vermeiden. Zusätzliche Hilfe bekommt ihr durch eine Elektrolytlösung aus der Apotheke, die euren Salzhaushalt wieder normalisiert.

Des Weiteren verschreibt der Arzt meist ein Antibiotikum, um die Keime zu töten. Bananen und geriebene Äpfel empfehlen sich als magenfreundliche Nahrung.

Desinfektion ist nun das A und O - desinfiziert alle Flächen und Gegenstände, mit denen Körperflüssigkeiten in Kontakt gekommen sein könnten.

Autor: Mareike Schumacher

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