Kaffee, Cola & Co. Vorteile und Nachteile von Koffein

Koffein ist in vielen beliebten Getränken enthalten. Die Vorteile des Wirkstoffes sind bekannt; Koffein macht uns wach und steigert die Leistungsfähigkeit. Doch der Zusatzstoff bringt auch Nachteile mit sich. Vital erklärt, was es mit dem Koffein eigentlich auf sich hat.

Vorteile und Nachteile Koffein

 

In vielen Haushalten beginnt täglich der Morgen mit einer Tasse Kaffee. Das in Kaffee enthaltene Koffein soll der Müdigkeit trotzen und uns körperlich und geistig fit machen. Aber ist das mit dem Wirkstoff wirklich so einfach und schnell getan? Und welche Getränke gibt es noch neben Kaffee, die eine ähnliche Wirkung mit sich bringen? Wir verraten es Euch und zeigen die Vor- und Nachteile von Koffein.

Worin ist Koffein enthalten?

Koffein ist ein effektiver Wachmacher. Er heftet sich im Gehirn an Rezeptoren und blockiert diese so für den Botenstoff Adenosin. Der wiederum ist die Müdigkeit und eine gemilderte Konzentration verantwortlich. Indem das Koffein die Rezeptoren für andere Botenstoffe blockiert, hält es uns wach und verhindert ein Abfallen der Konzentrationsleistung. 

In zahlreichen Pflanzen ist der Wirkstoff enthalten. Matebaum, Guarana, Kakaopflanzen, Kolanuss und Teestrauch sind nur einige Beispiele. Koffein dient den Pflanzen als natürlicher Schutz gegen Insekten. 

Die Substanz ist ebenfalls in vielen Getränken vorzufinden. Kaffee, Grüner Tee, Kakao, Espresso, Club Mate, Cappuccino, Energydrinks wie Redbull und Cola sind Beispiele für koffeinhaltige Getränke. Der Koffeingehalt in den Getränken ist unterschiedlich hoch, bekannt ist der Wert insbesondere von Cola und Energydrinks. Die beliebte Cola enthält etwa 10 Milligramm Koffein pro 100 ml oder 100 mg pro Liter. Ein Kaffee besitzt normalerweise einen Koffeingehalt von etwa 30 bis 100 mg pro 100 ml. Kaffee ist also koffeinhaltiger als Cola. Aber welchen Effekt hat das nun auf den Menschen und ab welchem Koffeingehalt ist die Substanz schädlich?

Der Gehalt darf den maximal erlaubten Wert von 320 Milligramm pro 1 l in Deutschland nicht überschreiten, alles unter diesem Wert wird als unbedenklich eingestuft. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin möchte damit ein gesundheitliches Risiko verringern. Liegt Euer täglicher Verzehr bei mehr als zwei Tassen Kaffee, Tee oder ähnlichen Getränken, kann das einige Nebenwirkungen mit sich bringen, mit denen Ihr Eurer Gesundheit schaden könnt.

Vorteile von Koffein

In geringen Dosen hat Koffein durchaus positive Auswirkungen auf unseren Körper und unser Wohlbefinden. Auch ist Koffein in geringen Mengen nicht schädlich für uns. 

  • Koffein regt die Herzfrequenz und den Stoffwechsel an.
  • Die Speicherleistung des Gehirns wird durch die Aufnahme des Wirkstoffes erhöht, allerdings nur das Kurzzeitgedächtnis.
  • Die Konzentration wird durch die Aufnahme der Substanz verbessert, ebenso die Leistungsfähigkeit.
  • Koffeinhaltige Getränke wirken nach nur wenigen Minuten effektiv gegen Müdigkeit. Die Wirkung hat jedoch nur eine begrenzte Dauer, der Wirkstoff wird bereits ein paar Stunden später im Gehirn wieder abgebaut.
  • Eine reduzierte Aufnahme von Koffein lindert Beschwerden des prämenstruellen Syndroms, kurz PMS. Typische Symptome der PMS sind u.a.: Müdigkeit, Blähungen, Kopfschmerzen, Bauchkrämpfe, Empfindlichkeit und Schwellung der Brust und Gewichtszunahme.
  • Der Wirkstoff wirkt sich positiv auf die Verdauung aus und der Harndrang steigt.

Nachteile von Koffein

Frauen reagieren nachweislich sensibler auf den Wirkstoff Koffein als Männer. Der weibliche Körper benötigt außerdem mehr Zeit, die Substanz wieder abzubauen.

  • Gesund ist der Wirkstoff nicht. Koffein wirkt besonders schädlich auf Ungeborene. Nehmen Schwangere eine große Menge Koffein zu sich, erhöhen sie das Risiko, dass sie ein auffallend kleines Kind auf die Welt bringen oder eine Fehlgeburt erleiden. Ungeborene können nur sehr langsam und schwer die aufgenommene Koffeindosis wieder abbauen, Nebenwirkungen wie schnelles Herzklopfen kommen hinzu. Die Einnahme von Vitaminen verringert diese Risiken.
  • Bei Schwangeren kann der Inhaltsstoff zu Palpitation (Herzklopfen) und Herzstolpern führen.
  • Sollte die Mutter in der Schwangerschaft viel Koffein zu sich genommen haben, dann kann das Baby bereits nach der Geburt Anzeichen eines Koffeinentzuges aufweisen, denn der Wirkstoff kann während der Schwangerschaft durch die Plazentaschranke gedrungen sein. Deren Aufgabe ist es eigentlich, eine Mischung des Blutes von Mutter und Kind zu verhindern und Giftstoffe wie Medikamente, Koffein, Alkohol und Nikotin zu filtern. 
  • Auch nach der Geburt solltet Ihr auf den Konsum von Koffein verzichten. Alles, was wir zu uns nehmen, landet auch in der Muttermilch und damit auch beim Nachwuchs. Babys benötigen mehrere Tage, um das Koffein in ihrem Körper wieder abzubauen. Nebenwirkungen wie Magenschmerzen und Blähungen sind nicht unüblich.
  • Das Herz-Kreislauf-System wird durch eine große Menge Koffein negativ beeinflusst. Das Herz schlägt schneller und stärker, wodurch sich der Blutdruck und der Puls erhöhen. Herzrasen kann als weitere Nebenwirkung auftreten.
  • Große Mengen des Wirkstoffes können innere Unruhe, überhöhtes Adrenalin, Nervosität, Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen auslösen.
  • Menschen, die Kaffee oder ähnliche koffeinhaltige Getränke trinken, können eine Abhängigkeit entwickeln. Koffein wirkt beim Menschen schnell wie eine Droge.

Fazit: Geringe Mengen des Wirkstoffes sind vollkommen in Ordnung, auch für die Gesundheit. Von höheren Dosierungen solltet Ihr lieber die Finger lassen, insbesondere wenn Ihr schwanger seid. Eine anregende Wirkung wie eine verbesserte Konzentration könnt Ihr auch anders aufbauen, z.B. durch mehr Aktivität und Bewegung an der frischen Luft. 

 

Autor: Mareike Schumacher

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