Pollenkalender Pollenflug in Deutschland

Viele Menschen reagieren nur auf eine bestimmte Pollenart allergisch. Deswegen müssen sie sich nicht das ganze Jahr über vor Beschwerden fürchten, sondern sollten nur in der Blütezeit der jeweiligen Pflanze, ein Allergiemittel dabei haben und sich entsprechend verhalten. Mit unserem praktischen Pollenflug-Kalender als Download wisst ihr direkt Bescheid, wann ihr mit dem Ausbruch der Pollenallergie rechnen müsst.

Pollenflugkalender

Wann fliegen welche Pollen?

In den Monaten März bis Juni ist Hochsaison mit der größten Pollenbelastung. Oft helfen nur noch Nasenspray und Augentropfen. Je nach Standort und Wachstum sowie Artenreichtum der Pflanzen ist die Pollenkonzentration entsprechend hoch und varriiert täglich. Auch die Wetterlage beeinflusst den Pollenflug. Nach langer Trockenzeit fliegen grundsätzlich viele Pollen, nach einem kurzen Regenschauer ist die Pollenkonzentration niedriger. Nach Starkregen hingegen ist sie häufig erhöht, da die Pollen zu Boden fallen, dort aufplatzen und sich erst in der Luft verteilen, bevor sie wieder zu Boden sinken und mit dem Regenwasser weggespült werden.

Die Pollenflugvorhersage gibt diesen groben Anhaltspunkt über die Hauptbelastungszeit einiger Verursacher der Allergie:

  • Birkenpollen: März bis Mai
  • Erle: Februar bis März
  • Gräser: Mai bis August   
  • Hafer: Mai bis Juli
  • Hasel: Februar bis April
  • Pappel: März bis Mai
  • Raps: April bis August
  • Roggen: Mai bis Juli

Ladet euch gleich unseren Pollenflugkalender zum Ausdrucken herunter, damit ihr immer und überall informiert seid.  

Pollenallergie – das sind die Symptome

Wer allergisch auf Pollen reagiert, weist in der Regel verschiedene Allergiesymptome auf. Die ersten Anzeichen einer Pollenallergie sind meist häufiges Niesen und tränende, juckenden Augen. Ein sogenannter Fließschnupfen und Müdigkeit sind ebenfalls typisch. Manche Menschen leiden zudem auch unter Reizhusten und Hautausschlägen.

Pollenflug – an welchen Orten besteht ein besonders hohes Risiko für Allergiker?

An manchen Orten besteht für Pollenallergiker ein erhöhtes Risiko. Besonders betroffen davon sind Menschen, die in Großstädten leben. Dies wurde im Rahmen einer Studie des Robert Koch-Instituts herausgefunden. In Großstädten leiden 33,3 Prozent der Menschen an einer Allergie, in kleineren Städten hingegen nur 26,5 Prozent. Inselbewohner haben dank jodhaltiger Luft ein leichteres Spiel – diese hilft nämlich den Atemwegen. Das Ostseebad Baabe auf Rügen und die Insel Borkum tragen so zum Beispiel das Gütesiegel „allergikerfreundliche Kommune“. Auch zwischen Ost und West gibt es einen Unterschied. Im Osten Deutschlands leiden 31,1 Prozent aller Menschen unter Heuschnupfen, im Westen nur 23,5 Prozent.

Vorsicht bei Ambrosia-Allergie

Wer denkt, dass Pollenallergiker im Spätsommer aufatmen können, irrt: Nun beginnt die Ambrosia-Zeit – Hauptblütezeit von August bis Oktober. Ambrosia ist hochallergen. Alleine fünf Pollen genügen, um starke Beschwerden auszulösen. Werden sie erst einmal eingeatmet, können sie nicht nur Halsschmerzen verursachen, sondern häufig auch allergisches Asthma. Da eine solche Ambrosia-Allergie zu schwerwiegenden Beschwerden führen kann, sollte man bei Verdacht am besten einen Arzt konsultieren.

Übrigens: Mittlerweile gibt es auch zeilreiche Apps, die Allergiker aktuell und zielgenau über den Pollenflug informieren können.

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Datum: 05.05.2020

Autor: Christina Liersch

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