22. Oktober 2021
Paranüsse: Das passiert, wenn Sie täglich Paranüsse essen

Diese 3 Dinge passieren, wenn Sie täglich Paranüsse essen

Paranüsse erfreuen sich in Deutschland, wie die meisten Nusssorten, stetig wachsender Beliebtheit. Ihre hohe Dichte an Nährstoffen wie dem Mineralstoff Selen machen sie vor allem für gesundheitsbewusste Menschen attraktiv. Wir verraten Ihnen, wieso Sie es mit dem Konsum jedoch keinesfalls übertreiben sollten.

Die auch als Brasilnüsse bekannten Paranusskerne stammen fast ausschließlich aus Bolivien und Brasilien, da bestimmte Bienenarten des Regenwaldes für die Bestäubung notwendig sind. Nicht nur aufgrund ihres Geschmacks, sondern auch wegen der zahlreichen enthaltenen Nährstoffe erfreuen sie sich mittlerweile in Deutschland einer großen Beliebtheit und sind in jedem Supermarkt zu finden. Im Folgenden erfahren Sie, welche Inhaltsstoffe die Paranuss besonders gesund machen, aber auch, welche Gefahren bei übermäßigem Verzehr drohen.

Diese 3 Dinge passieren, wenn Sie täglich Paranüsse essen

1. Sie decken Ihren Nährstoffbedarf

Wie Walnüsse, Mandeln & Co. sind auch die Paranusskerne echte Nährstoffpakete, die praktischerweise gleich mehrere Makro- und Mikronährstoffe abdecken. So glänzen sie mit einem hohen Proteingehalt von ca. 15 Prozent und großen Mengen gesundheitsförderlicher ungesättigter Fettsäuren. Doch auch die Vitamine und Mineralstoffe kommen nicht zu kurz. Mit nennenswerten Gehalten an Vitamin E, Magnesium, Eisen und Zink stellen die Nusskerne vor allem für vegan und vegetarisch lebende Menschen eine wertvolle Nährstoffquelle dar. Außerdem ist die Paranuss das Lebensmittel mit dem höchsten Selengehalt – ein Faktor, der in Europa nicht unbedeutend ist, da europäische Böden sehr selenarm sind. Allerdings kann der Mikronährstoff bei Überdosierung auch gefährlich werden.

2. Sie könnten eine Selenvergiftung erleiden

Zwar kann es in Europa aufgrund der selenarmen Böden bei bestimmten Bevölkerungsgruppen zu einer Unterversorgung mit dem Mineralstoff kommen. Dennoch stellt ein Selenmangel bei einer ausgewogenen Ernährung eher eine Seltenheit dar. Deutlich wahrscheinlicher scheint die Überversorgung mit Selen durch einen Überkonsum von Paranüssen und vor allem durch hoch dosierte Nahrungsergänzungsmittel zu sein. Die sogenannte therapeutische Breite des Mineralstoffs ist nämlich sehr gering – bereits kleine Überschreitungen der täglich empfohlenen Mengen können zu einer Überdosierung führen. Da der Selengehalt von Paranüssen Untersuchungen zufolge sehr starken Schwankungen unterliegt, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)maximal zwei Paranüsse pro Tag zu essen. Eine Selenüberdosis kann Durchfall, Haarausfall, brüchige Nägel, Zahnfäulnis sowie Herzmuskelschwäche verursachen, weswegen von einer eigenständigen Supplementierung ohne ärztliche Kontrolle strengstens abgeraten wird.

3. Ihre Strahlenbelastung erhöht sich

Leider nehmen Paranüsse über ihr dünnes Wurzelgeflecht auch einen weiteren kritischen Stoff auf – und zwar das Radionuklid Radium. Zwar kommen auch in vielen anderen Lebensmitteln minimale Dosen radioaktiver Stoffe vor. So erhalten Bundesbürger:innen laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) über die Ernährung durchschnittlich eine jährliche Belastung von 300 Mikrosievert. Allerdings führt der tägliche Verzehr von lediglich zwei Paranüssen auf das Jahr gerechnet zu einer zusätzlichen Belastung von 160 Mikrosievert. Das BfS betont jedoch, dass auch diese Strahlendosis noch unbedenklich ist.

Video: Die Nuss, die keine ist - das Geheimnis der Paranuss

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