24. September 2021
Schwarzer Tee: 6 Dinge passieren, wenn Sie Schwarztee trinken

Diese 6 Dinge passieren, wenn Sie täglich schwarzen Tee trinken

In Deutschland ist Kaffee nach wie vor der beliebteste morgendliche Wachmacher. Warum Sie dem Schwarztee mal eine Chance geben sollten? Hier sind 6 Dinge, die passieren, wenn Sie täglich schwarzen Tee trinken.

Schwarzer Tee ist die beliebteste Teesorte in westlichen Ländern und wird gerne als bekömmlichere Wachmacher-Alternative zu Kaffee verwendet. Interessanterweise stammen die Blätter von weißem, grünem und schwarzem Tee allesamt von derselben Pflanze. Lediglich in der Verarbeitung gibt es Unterschiede. So werden die Teeblätter beispielsweise fermentiert, um Schwarztee zu erhalten. Ähnlich wie grüner Tee ist auch die schwarze Variante mit zahlreichen gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen gespickt. Also setzen Sie den Kessel auf und erfahren Sie, wie unglaublich gesund schwarzer Tee ist, aber auch, welchen einen entscheidenden Nachteil er hat.

Diese 6 Dinge passieren, wenn Sie täglich schwarzen Tee trinken

1. Ihr Magen beruhigt sich

Schwarzer Tee enthält sekundäre Pflanzenstoffe, die den Schleimhäuten Ihres Verdauungstraktes guttun. Die Polyphenole namens Theaflavin und Thearubigin geben dem Tee nicht nur seine kräftige Farbe, sondern machen ihn auch zu einem antioxidativen, antimikrobiellen und antiviralen Getränk, das laut der Pharmazeutischen Zeitung Ihren Magen-Darm-Trakt beruhigen und gegen Schleimhautentzündungen helfen kann.

2. Ihr Cholesterinspiegel sinkt

Wenn Sie familiär bedingt oder aufgrund Ihres bisherigen Lebensstils erhöhte LDL-Cholesterinwerte haben, sollten Sie jetzt aufhorchen. Denn Studien zufolge führt der regelmäßige Konsum von schwarzem Tee zu einer signifikanten Senkung des „bösen“ LDL-Cholesterins im menschlichen Körper. Das Beste daran? Die positiven Effekte, die in den Untersuchungen auftraten, waren besonders stark ausgeprägt bei Personen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Schwarzer Tee wirkt somit noch effektiver bei Menschen mit einem bereits erhöhten Cholesterinspiegel – ein mutmachendes Signal für Betroffene.

3. Sie werden wacher, aber nicht zitterig

Während eine Tasse Kaffee Sie mit über 100 Milligramm Koffein zwar schnell wach macht, führt bereits die kleinste Überdosierung zu zitterigen Händen und Konzentrationsproblemen – insbesondere bei Menschen, die das heiße Bohnengetränk nicht gewohnt sind. Bei schwarzem Tee kann Ihnen das nicht so schnell passieren, enthält er doch lediglich 40 bis 70 Milligramm Koffein pro Tasse. Der Tee belebt Sie auf schonende Weise und steigert Ihre Konzentration, ohne zu Zitteranfällen zu führen.

Besonders beliebt sind übrigens dieser Earl Grey von Vahdam und dieser Ceylon Schwarztee von Ahmad.

4. Ihr Blutdruck sinkt

Während das Koffein im Schwarztee Ihren Blutdruck zwar kurzfristig erhöht, führt der regelmäßige Konsum und die Gewöhnung daran zu einer langfristigen Blutdrucksenkung. Das hat erst kürzlich eine Metaanalyse ergeben, die anhand von fünf qualitativ hochwertigen Studien mit insgesamt 408 Proband:innen die Auswirkungen von Tee auf den Blutdruck untersuchte. Zwar war bei grünem Tee die Reduktion des Blutdrucks stärker ausgeprägt, aber auch mehrmonatiger Schwarztee-Konsum führte zu einer Weitung der Gefäße und einer signifikanten Senkung des systolischen Blutdrucks.

Tipp: Ihren schwarzen Tee sollten Sie entgegen der britischen Tradition stets ohne Milch trinken. Eine Studie der Berliner Charité hat nämlich gezeigt, dass die gefäßerweiternden Effekte des Schwarztees durch die Zugabe von Milch zunichtegemacht werden.

5. Ihr Atem wird frischer

Auch für diesen Effekt ist das im schwarzen Tee enthaltene Theaflavin verantwortlich. Dieses wirkt Studien zufolge stark antibakteriell und hemmt so das Wachstum von Plaque-Bakterien, die Mundgeruch verursachen. Da Bakterien sich vor allem dann ansammeln, wenn der Mundraum sehr trocken ist, sorgt eine Tasse Schwarztee gleich auf zwei Weisen für einen frischeren Atem.

6. Ihre Eisenaufnahme verschlechtert sich

Leider hat schwarzer Tee auch einen entscheidenden Nachteil: Er reduziert die Eisenresorption im Dünndarm. Das liegt an den enthaltenen Tanninen. Die Gerbstoffe gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und haben durchaus auch positive Eigenschaften, z.B. wirken sie stark antioxidativ. Jedoch senken sie Studien zufolge die Eisenaufnahme um etwa 50 Prozent, wenn der Tee zu einer Mahlzeit getrunken wird – eine schlechte Nachricht für alle, die unter einer Eisenmangelanämie leiden.

Wer jedoch vollständig gesund ist und normale Eisenwerte hat, muss sich keine Sorgen machen. Denn in dieser im Wissenschaftsmagazin Nature publizierten Studie fanden Forschende heraus, dass sich der Teekonsum bei gesunden Menschen nicht negativ auf den Eisenstatus auswirkt. Dafür untersuchten sie das Blut von 2.600 Proband:innen und befragten sie zu ihren Ernährungsgewohnheiten. Tendenzen zu einem Eisenmangel oder einer daraus folgenden Anämie gab es bei den Teetrinkenden nicht. Wenn Sie sich dennoch Sorgen machen, können Sie Ihre Eisenaufnahme mit einem einfachen Trick verbessern: Tröpfeln Sie ein bisschen Zitronen- oder Orangensaft in Ihren Tee, sobald er Trinktemperatur erreicht hat, da Vitamin C die Eisenaufnahme stark verbessert. Alternativ können Sie auch darauf achten, den Schwarztee nicht zu Ihren Mahlzeiten zu trinken, sondern eine Stunde davor oder danach, um die Eisenaufnahme nicht zu stören.

Video: Mehr als nur Kaffee – diese Lebensmittel sind echte Wachmacher

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel enthält unter anderem Produkt-Empfehlungen. Bei der Auswahl der Produkte sind wir frei von der Einflussnahme Dritter. Für eine Vermittlung über unsere Affiliate-Links erhalten wir bei getätigtem Kauf oder Vermittlung eine Provision vom betreffenden Dienstleister/Online-Shop, mit deren Hilfe wir weiterhin unabhängigen Journalismus anbieten können.

Lade weitere Inhalte ...