Beauty-Tipp Narben verstecken – so einfach geht's

Egal ob durch Akne, Verletzungen oder Operationen – Narben lassen sich leider nicht immer vermeiden. Wir verraten Ihnen, wie Sie Narben ganz einfach verstecken können – zumindest optisch!

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Mit Narben verbinden die meisten unschöne Erinnerungen wie zum Beispiel schwere Unfälle oder notwendige Operationen. Auch wenn man im Laufe der Zeit lernt, mit seinen Narben zu leben, gibt es doch immer wieder Momente, in denen man sie als besonders störend empfindet. Gerade im Sommer, wenn die Haut immer brauner wird, fallen weiße Narben besonders auf. Wir verraten Ihnen, wie Sie Narben mit der richtigen Pflege und Kosmetik ganz einfach verstecken können.

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So entstehen Narben

Narben entstehen dann, wenn nicht nur die oberste Hautschicht, sondern auch die zweite Schicht, die Lederhaut, verletzt wurde. Abhängig von der Art der Wundheilung und Verletzung, können sich Narben ganz unterschiedlich ausbilden. Generell unterscheidet man in drei Arten von Narben:

  • Atrophe Narben
    Atrophe Narben entstehen häufig nach einer Akne-Erkrankung oder Windpocken. Sie entstehen durch Entzündungsprozesse in tieferliegenden Hautschichten. Atrophe Narben sind oftmals rot bis lilafarben.
  • Hypertrophe Narben
    Hypertrophe Narben werden häufig von Juckreiz und Rötungen begleitet. Sie sind oft leicht wulstig und entstehen, wenn das Gewebe nach einer Verletzung nicht genug geschont wird. Nach ein paar Jahren können sie zu atrophen Narben werden.
  • Kleoide Narben
    Bei kleoiden Narben wächst das neue Bindegewebe über die Narbengrenze hinaus. Diese Form der Narben ist häufig die Folge größerer Verletzungen, Operationen und Verbrennungen.

Kann man Narbenbildung verhindern?

Ganz vermeiden lässt sich Narbenbildung leider nicht. Es gibt also keine Methode mit der man eine frische, tiefe Wunde behandeln kann, sodass keine Narbe entsteht. Mit der richtigen Narbenpflege kann man die Narbenbildung jedoch positiv beeinflussen:

  • Kratzen Sie den Schorf niemals ab – so können Keime in die Wunde gelangen und die Wunde entzündet sich erneut.
  • Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung oder decken Sie Ihre Narbe gut ab.
  • Vermeiden Sie enge Kleidung, die an der Narbe scheuert.
  • Verzichten Sie möglichst darauf, zu rauchen. Nikotin verschlechtert die Durchblutung.
  • Auch extreme Hitze und Kälte gilt es zu vermeiden
  • Verwenden Sie Wundsalben
  • In manchen Fällen eignen sich auch Narbenmassagen

Bei der Narbenpflege ist es besonder wichtig, dass Sie Ihre Haut schön geschmeidig halten. Das geht am besten mit Narbencremes oder speziellen Haut-Ölen zur Narbenbehandlung: Massieren Sie Ihre Haut so lange wie möglich mit Creme, Gel oder Öl ein und achten Sie stets darauf, nicht direkt auf der Narbe zu massieren, sondern lieber ein paar Zentimeter davon entfernt. Das regt die Durchblutung an. Besonders bewährt haben sich dafür übrigens Narbengele mit einer Kombination aus Zwiebelextrakt, Heparin und Allantoin.

Als Ergänzung zum Massieren eignen sich Wundpflegecremes mit speziellen Mineralstoffen. Sie beschleunigen die Wundheilung. Zudem gibt es auch gute Narben- und Silikongele, die Entzündungen verhindern, genügend Feuchtigkeit spenden und dabei helfen, wulstige Narben zu verhindern. Transparente Pflaster mildern erhabene Narben und beugen Rötungen gut vor.

So können Sie Narben verstecken

Mit der richtigen Kleidung
In kälteren Monaten können Sie Narben an Rumpf, Armen und Beinen durch Kleidung verdecken. Wenn der Körper nicht gerade sonnengebräunt ist, fallen Narben am Körper so gut wie gar nicht auf. Wenn doch, können Sie die vernarbte Haut auch mal mit etwas Selbstbräuner bearbeiten.

Mit Make-up
Auch eine Kosmetikerin kann Abhilfe leisten. Sie kann Ihnen verraten, wie Sie mithilfe anderer Beauty-Tricks von den unschönen weißen Narben ablenken können – insbesondere wenn es sich um Narben im Gesicht handelt. Zum Beispiel durch das Highlighten von Augen oder Mund. Befinden sich die Narben im Wangenbereich, können Sie diese auch mit einem entsprechenden Haarschnitt vertuschen. Bevor es jedoch ans Schminken geht, sollten Sie eine gute Salbe zur Narben-Nachbehandlung auftragen. So wird die Haut an der entsprechenden Stelle geschmeidiger. Besonders wichtig ist es auch, dass Sie Ihr Gesicht vor dem Auftragen des Make-ups gründlich mit einem sanften Waschgel reinigen und hinterher eine feuchtigkeitsspendende Creme auftragen. Ihre Haut braucht Feuchtigkeit!

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Mit Camouflage Make-up
Der beste Weg, um eine Narbe zu kaschieren, ist mit Camouflage Make-up – natürlich mit dem richtigen Farbton! Bei Camouflage Make-up handelt es sich um Korrektur-Make-up, zum Beispiel in Form von einem Abdeckstift oder Concealer. Die Schminke ist perfekt für Narben-Träger, weil sie eine sehr hohe Pigmentierung und Deckkraft besitzt. Sie versteckt IHre Narben, ohne dabei künstlich zu wirken. Besonders beliebt ist das Kryolan Camouflage, da es sich hierbei um professionelle Theaterschminke handelt. Wirklich praktisch! Damit sich die Narben nicht durch Make-up entzünden, ist es ganz wichtig, dass Sie diese erst mit Make-up kaschieren, wenn die Wundheilung komplett abgeschlossen ist. Solange die Narbe noch blutet oder nässt, sollten Sie unbedingt Abstand vom Make-up nehmen.

Mit Permanent Make-up

Wenn Sie sehr unter Ihren Narben leiden, Sie sich ganz und gar unwohl in Ihrer Haut fühlen und keine Lust haben, sich jeden Morgen mit Camouflage Make-up zu behelfen, können Sie natürlich auch auf Permanent Make-up setzen. Diese kosmetische Behandlung funktioniert besonders gut an der Augen- und Mundpartie. Sollten Ihre Augenbrauen aufgrund einer Narbe nicht mehr nachwachsen, ist Permanent Make-up ebenfalls eine sehr gute Lösung. Entscheiden Sie sich allerdings für einen solchen kosmetischen Eingriff, dann holen Sie sich zuvor unbedingt ein ärztliches Gutachten ein und klären Sie die Kostenübernahme mit Ihrer Krankenkasse ab. Generell sollte ein solches Permanent Make-up aber erst sechs bis zwölf Monate nach der Hautverletzung durchgeführt werden.

Datum: 25.06.2020
Autor: Lara Rygielski

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