10. Januar 2022
Penisbruch: Ursachen und Symptome der Penisruptur

Penisbruch: Ursachen und Symptome der Penisruptur

Allein der Begriff Penisbruch lässt wohl jeden Mann erschaudern. Wir verraten Ihnen, wie es zu der schweren Verletzung kommen kann, an welchen Symptomen man den Penisbruch erkennt und warum es sich dabei eigentlich um einen Riss und keinen Bruch handelt.

Die Bezeichnung als Penisbruch ist fachlich nicht ganz korrekt. Da es im Penis keinen Knochen gibt, der brechen könnte, handelt es sich beim umgangssprachlichen Penisbruch genauer gesehen um einen Riss eines Schwellkörpers – daher wird die Verletzung auch als Penisruptur oder Schwellkörperriss bezeichnet. Am Penis gibt es drei Schwellkörper, die sich bei einer Erektion mit Blut füllen: Einer liegt vorne an der Eichel, ein weiterer unten an der Harnröhre und der größte Schwellkörper, welcher am häufigsten von der Penisruptur betroffen ist, liegt oben im Penisschaft. 

Ursachen eines Penisbruchs

Ein Penisbruch oder genauer gesagt ein Riss des Schwellkörpers entsteht, wenn der Penis im erigierten Zustand stark verbogen oder gestaucht wird (Biege- oder Stauchungstrauma). Dies geschieht in den meisten Fällen beim Geschlechtsverkehr, wenn der Penis beim Stoßen herausrutscht und auf das Schambein oder eine andere harte Stelle des Körpers des oder der Sexualpartner:in trifft. Alternativ kann es auch bei extremen Sexpraktiken, Masturbationstechniken oder Gewalteinwirkung zu einem Penisbruch kommen, wenn der Penis stark verbogen wird. 

Zu den möglichen Folgen und Komplikationen einer Penisruptur gehören unter anderem die Penisverkrümmung, die erektile Dysfunktion sowie die Verletzung der Harnröhre.

Penisbruch: Symptome und Anzeichen einer Penisruptur

Durch die biegende oder stauchende Belastung reißt der Schwellkörper ein, was nicht selten mit einem knackenden Geräusch einhergeht. In der Folge kommt es zu starken Einblutungen und der Penis erschlafft unmittelbar. Dabei können die folgenden Symptome auftreten:

  • Starke Schmerzen in der gesamten Region,
  • Bluterguss mit sichtbarer Schwellung,
  • bläuliche Verfärbung,
  • Krümmung des Penis zur unverletzten Seite,
  • Austritt von Blut aus der Harnröhre (falls die Harnröhre betroffen ist),
  • knackendes Geräusch im Moment der Ruptur.

Wichtig: Bei einem Penisbruch handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Zwar muss nicht jede Penisruptur operativ behandelt werden, sondern kann je nach Schwere auch konservativ mit Medikamenten, Kompressen und Kühlung therapiert werden. Allerdings besteht hierbei eine größere Gefahr von Komplikationen wie einer Penisverkrümmung, verbleibende Schwellungen und Veränderungen des betroffenen Schwellkörpers.

So wird ein Penisbruch behandelt

Bei einer leichten Penisruptur (latenter Penisbruch) können konservative Maßnahmen gegebenenfalls ausreichen, um die Selbstheilung des Gewebes zu unterstützen. Hierbei kommen kühlende Druckverbände zum Einsatz, um die Schwellung und mögliche Blutergüsse zu mildern. Präventiv können Antibiotika eingesetzt werden, um bakterielle Infektionen der Schwellkörper zu verhindern. Die konservative Therapie mitsamt Schonung dauert in der Regel mindestens sechs Wochen.

Häufiger als latente Penisbrüche sind jedoch schwerere Fälle, die unbedingt operativ behandelt werden müssen, um zukünftige Komplikationen und bleibende Schäden zu verhindern. Beim chirurgischen Eingriff werden die Risse im Gewebe, die bei der Penisruptur entstehen, zugenäht und das aufgestaute Blut der Hämatome wird abgeleitet. Zusätzlich kommen komprimierende Verbände sowie Medikamente zum Einsatz, die die Entstehung einer Erektion verhindern, um die Schwellkörper zu schonen. Ein Blasenkatheter kann notwendig sein, um einen möglichen Harnstau zu verhindern.

Video: Impotenz durch Coronavirus - Erektile Dysfunktion kann zu den Langzeitfolgen gehören

Lade weitere Inhalte ...