Wie oft ist normal? Häufiger Harndrang: Das könnte dahinter stecken

Wie häufig wir zur Toilette müssen, ist von Person zu Person ganz verschieden und hängt ja auch davon ab, wie viel wir trinken. Doch wie oft ist zu viel – und welche Ursachen gibt es für häufigen Harndrang? Wir verraten Ihnen, was hinter ständigem Wasserlassen stecken kann.

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Toilettengang: Wie oft ist normal?

Wie häufig wir zur Toilette müssen, hängt von unserer Tagesform, der Ernährung und viele anderen Faktoren ab. Es gibt keine „normale“ Anzahl an Toilettengängen, an der sich orientiert werden kann. Durchschnittlich lässt eine erwachsene Person aber pro Tag etwa 1,5 bis 2 Liter Urin.

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Dennoch ist ein häufiger Toilettengang lästig, vor allem, wenn wir dafür nachts aufwachen. Auch kann ständiges Wasserlassen auf ernsthaftere Erkrankungen hinweisen. Es lohnt sich also, dieses Phänomen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Harmlose Gründe für häufiges Wasserlassen

Es gibt harmlose Ursachen für starken Harndrang, die sicher jedem bekannt vorkommen:

Haben Sie viel getrunken, ist es nur logisch, dass der Körper auch dementsprechend viel Flüssigkeit wieder ausscheidet.
Kaffee, Tee, Wasser verstärken den Harndrang besonders, da diese Getränke schnell in der Blase angelangen.
Manchmal fällt uns gar nicht auf, wie viel Flüssigkeit wir zu uns genommen haben – denn auch wasserreiche Lebensmittel oder hier und da mal ein Schluck fallen ins Gewicht.

Der Konsum von Alkohol führt übrigens tatsächlich zu dem berühmten berüchtigtem Harndrang, der sich nicht selten auch nachts noch fortsetzt und unseren Schlaf stört. Vor allem Biertrinkern ist dies ein Begriff: Der Alkohol hemmt das Hormon ADH, welches eigentlich dafür sorgt, dass der Körper Flüssigkeiten so lange wie möglich bei sich behält. Die Folge: Plötzliches und häufiges Urinieren. Auch die Kohlensäure sorgt zusätzlich für ein schnelleres Entleeren.

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Ständiger Harndrang: Diese Krankheiten können dahinter stecken

Hinter häufigen Toilettengängen können aber auch Erkrankungen stecken. Haben Sie das Gefühl, dass sie ständig müssen, obwohl Sie nicht mehr trinken, als sonst? Dann ist meistens eine Harnwegsentzündung schuld.
Vor allem junge Frauen leiden häufig unter Blasenentzündungen, die sich neben ständigem Harndrang auch durch Schmerzen beim Wasserlassen bemerkbar machen. Lassen Sie sich hier von Ihrem Haus- oder Frauenarzt untersuchen, eventuell ist ein Antibiotika nötig.

Ernstere Erkrankungen, die zu vermehrtem Harndrang führen, können Diabetes, Multiple Sklerose oder Zysten sein. Auch eine Herzschwäche, Schilddrüsenerkrankungen oder Nierenleiden können häufiges Urinieren als Symptom haben. Diese Krankheitsbilder sind allerdings selten – lassen Sie sie im Zweifel jedoch von Ihrem Arzt ausschließen.

Datum: 25.06.2020
Autor: Silva Oldenburg

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