Eingeklemmter Ischias: So lindern Sie den Schmerz

Eingeklemmter Ischias: So lindern Sie den Schmerz

Ischiasbeschwerden sind Nervenschmerzen, die sich meist im unteren Rücken bemerkbar machen. Wodurch der Schmerz entsteht, woran Sie ihn erkennen und wie Sie sich in Zukunft schmerzfrei bewegen können, erfahren Sie hier!

Rückenschmerzen: Eingeklemmter Ischias
© South_agency/iStock
Rückenschmerzen: Eingeklemmter Ischias

Ischiasschmerzen beginnen häufig im Gesäß oder in der Hüfte. Die Schmerzen können bis in die Füße strahlen. Der Grund dafür ist nicht selten ein Bandscheibenvorfall, bei dem der Ischiasnerv eingeklemmt wurde.

Ischialgie ist ein Nervenschmerz, der häufig vom Lendenwirbelbereich bis in die Füße ausstrahlt. Ischias kann auch als Bandscheibenvorfall in den Halswirbeln auftreten. Die Ursache für die Schmerzen liegt häufig an der Wirbelsäule. Unsere Wirbelsäule wird von insgesamt 24 Wirbelkörpern und den dazwischenliegenden Bandscheiben gestützt. Zu den Wirbeln gehören jeweils Nerven, die Schmerzimpulse aufnehmen und diese über das Rückenmark zum Gehirn weiterleiten. Wenn nun eine Bandscheibe von ihrer eigentlichen Position verrutscht ist, drückt die sie auf den Ischiasnerv - starke Schmerzen entstehen. Ein MRT gibt Aufschluss über eine genaue Diagnose.

Typische Symptome des Ischias

Wie bei jeder Erkrankung empfindet jeder Mensch den Schmerz unterschiedlich stark. Einige Menschen mit Ischias haben leichte Schmerzen, andere wiederum haben sehr starke Schmerzen. Achten Sie auf die folgenden Anzeichen Ihres Körpers und behandeln Sie die Beschwerden rechtzeitig.

  • Nacken-, Schulter- oder Rückenschmerzen
  • leichtes Kribbeln im Gesäß, im unteren Rückenbereich, im Fuß oder im Bein
  • Humpeln
  • Wenn Symptome wie Taubheitsgefühle und Lähmungen in Bein und Fuß auftreten, sollte unbedingt ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden, um die auffälligen Symptome genau zu untersuchen.
  • Ein steifer Hals und einseitige Schmerzen im Arm sind Symptome für einen Ischias im Halswirbel.

Auch andere Krankheiten, wie beispielsweise eine durch Verschleiß hervorgerufene Wirbelsäulenverengung oder eine Wirbelverschiebung, können eine Ischialgie auslösen.

Behandlung bei Ischiasschmerzen

Erholen Sie sich! Das heißt jetzt nicht, dass Sie komplett auf Bewegung verzichten sollten. Tatsächlich sind regelmäßige, leichte Bewegungen, Dehnübungen und Rückensport effektiv, um gegen Schmerzen und Beschwerden eines gereizten oder eingeklemmten Ischias anzugehen. Achten Sie bei den Übungen aber auf die korrekte Ausführung.

Passen Sie beim Gehen auf und versuchen Sie, eine starre Schonhaltung zu vermeiden. Ein gereizter oder eingeklemmter Ischias heilt schneller durch Bewegung. Übungen für den Rücken und das Gesäß stärken die unterstützende Muskulatur der Wirbelsäule und stabilisieren das Becken. Wenn die Bewegung zu sehr schmerzt, hört sofort mit den Übungen auf. Es macht keinen Sinn, durch den Schmerz durchzutrainieren. Dadurch verkrampft die Muskulatur im schlimmsten Fall und die Ischiasschmerzen verschlimmern sich.

Orientieren Sie sich bei akuten Schmerzen des Ischias an folgenden Punkten, um schnell wieder beweglich und mobil zu sein.

  • Ihr Rücken und der Ischiasnerv brauchen jetzt eine Entlastung. Wichtig dafür ist, dass Sie ausreichend entspannt sind und keine schweren Sachen tragen oder heben. Schonen Sie Ihren Körper!
  • Gewöhnen Sie sich keine Schonhaltung an, auch wenn das bei den Beschwerden im Ischias leichter gesagt als getan ist.
  • Entspannungsübungen helfen, die Beschwerden zu lindern. Legt Sie sich auf den Rücken und lagern Sie Ihre Beine im 90-Grad-Winkel auf einen Stuhl. Dabei wird das Becken entlastet und die großen Muskeln im Gesäß geschont.
  • Atmen Sie langsam und bewusst, es löst Verspannungen und versorgt den Körper mit ausreichend Sauerstoff.
  • Trinken Sie Tee oder nehmen Sie Kapseln, die Teufelskrallen-Extrakt in sich haben. Der darin enthaltene Wirkstoff Harpagosid lindert Schmerzen, hemmt Entzündungen und reduziert Schwellungen.
  • Ein Besuch beim Orthopäden ist ratsam, da dieser durch spezielle Untersuchungen herausfinden kann, ob die Schmerzen auf den Ischiasnerv zurückzuführen sind.
  • Physiotherapie kann eine weitere gute Behandlung gegen den Ischiasschmerz sein.
  • Bewährt hat sich die Behandlungsmethode mit einer Injektion, die entzündungshemmende Substanzen enthält. Die Injektion wird aus dem Blut des jeweiligen Patienten gewonnen.
  • Sollte nichts dergleichen helfen, dann können Sie eine Schmerzbehandlung mit Paracetamol oder Ibuprofen ausprobieren. Informieren Sie sich bei einem Arzt oder Ärztin!

Ischias in der Schwangerschaft

Eine besondere Form der Ischialgie kann während der Schwangerschaft auftreten. Es ist mittlerweile bekannt, dass etwa die Hälfte aller Schwangeren während ihrer Schwangerschaft unter Rückenschmerzen leidet. Gründe dafür sind die starken körperlichen Veränderungen. Gewichtszunahme, weniger Bewegung, hormonelle Veränderungen und vieles mehr können besonders den unteren Rücken bei Frauen belasten.

In einigen wenigen Fällen entwickelt sich während der Schwangerschaft aber auch eine Ischialgie. Da Schmerzmittel bei akuten, gereizten Ischias während der Schwangerschaft nur bedingt zu empfehlen sind, sollten Schwangere mit den typischen Ischiasschmerzen, wie stechender Schmerz im Gesäß, ausstrahlende Beschwerden ins Bein oder gar Taubheit in den Beinen, auf Bewegungstherapie setzen. Mit gezielten Übungen können sie die Beschwerden in den Griff bekommen. Für gewöhnlich verschwinden die Ischiasschmerzen nach der Geburt von allein wieder.

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