16. Juni 2021
Wespenstich aussaugen: Hilft das wirklich?

Wespenstich: Aussaugen oder nicht?

Wespenstiche jucken, brennen und schmerzen: Doch was verschafft Abhilfe? Der Mythos des Aussaugens hält sich hartnäckig.

Soll ich das Wespen-Gift aussaugen?

Kommt es zu einem Wespenstich, sollten Sie vor allem Ruhe bewahren und nicht nach dem Tier schlagen. Es kann sonst sein, dass die Wespe erneut zusticht. Entgegen aller Ratschläge sollten Sie das Gift dann nicht mit dem Mund aussaugen – es gelangt so nämlich über die Schleimhäute wieder in den Körper.

Stattdessen die Stelle mit einem kalten Essigumschlag kühlen. Er neutralisiert das Gift. In der Apotheke gibt es sogenannte Stichheiler, die auf den Stich gesetzt werden und mit Hitze das Insektengift zerstören. Zudem gibt es eine Vielzahl von Gels gegen Insektenstiche, die kühlen und abschwellend wirken. Wenn Sie da haben, legen Sie eine aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich. Diese kühlt den Stich und lindert den Juckreiz.

Erste Hilfe bei Wespenstichen & Co

Achtung! Werden Sie im Mund oder Rachen gestochen, ist schnelles Handeln erforderlich: Weil die Schwellung möglicherweise so stark wird, dass sie die Atmung behindern kann, sollten Sie sofort den Rettungsdienst rufen. Bis zu seiner Ankunft hilft es, Eiswürfel zu lutschen und kühle Umschläge um den Hals zu wickeln. Ein Notarzt ist auch erforderlich, wenn Sie mehrfach von Wespen, Bienen oder Hornissen gestochen wurden oder wenn Sie auf Insektengift allergisch reagieren und kein entsprechendes Notfall-Set parat haben! Bei allen anderen Arten von Stichen reicht es, wenn Sie folgende Tipps und Tricks beachten:

Die Biene hat zugestochen? Das hilft jetzt

Steckt der Stachel einer Biene noch in der Haut, ziehen Sie ihn mit einer Pinzette vorsichtig heraus – ohne dabei die Giftblase zu berühren. Zerstören Sie sie, gerät noch mehr Gift in den Körper. Kühlen Sie die Stelle danach mit einem Kältepack oder mit Eiswürfeln, die Sie in ein Tuch wickeln.

Hier finden Sie noch mehr Tipps, wie Sie einen Bienenstich richtig behandeln >>

Erste Hilfe beim Hornissen-Stich

Besonders gefürchtet sind hierzulande Hornissenstiche. Dabei sind die Stiche der größten europäischen Faltwespenart eigentlich sogar harmloser als Wespenstiche. Allerdings enthält das Gift viele schmerzerzeugende Stoffe und verursacht ein brennendes Gefühl, weswegen der Hornissenstich als schmerzhafter empfunden wird als der Stich ihrer kleineren Verwandten. Auch hier gilt: desinfizieren – und danach kühlen, kühlen, kühlen. Ist der Schmerz trotzdem zu stark, können spezielle Kühl-Roller und Salben aus der Apotheke schnell Linderung verschaffen.

Video: Wespen vertreiben – die wirksamsten Hausmittel

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