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Selbstmedikation Mittel gegen starkes Schwitzen

Welche rezeptfreien Heilmittel helfen wirklich? Und wann fragen Sie besser einen Arzt? Das verrät diese Serie. Diesmal: starkes Schwitzen

Schwitzende Frau

Nasse Hände vor Aufregung – peinlich, aber kommt schon mal vor. Eigentlich ist Schwitzen ja was Gutes, denn mit der Verdunstungskälte durch den Schweiß hält sich der Körper bei Wärme auf „Betriebstemperatur“. Bei manchen Menschen passiert aber zu viel des Guten, sie schwitzen mit bis zu fünf Litern Schweiß pro Tag jedes T-Shirt, jede Bluse ratzfatz klitschnass. Hyperhidrose nennen Mediziner diese krankhaft gesteigerte Schweißbildung. Die Ursache liegt wahrscheinlich in den Genen, denn zwei Drittel der Betroffenen sind familiär vorbelastet.

Die besten Hausmittel: Bewährt hat sich Omas Hausrezept für ein Tomatenbad. Gießen Sie drei Liter Tomatensaft ins warme Vollbad. 15 Minuten darin baden, mindestens zweimal in der Woche. Der Akupressur-Griff gegen starkes Schwitzen geht so: Einen Fingerbreit hinter dem Ohr, in Ohrläppchen-Höhe, liegen die entsprechenden Energiepunkte am Schädelknochen. Massieren Sie den Bereich auf beiden Seiten gleichzeitig in kreisenden Bewegungen mit den Zeigefingern. Zwei bis drei Minuten, zehnmal am Tag wiederholen. Hilft auch: 10 Tropfen Zedernöl in 100 ml Jojobaöl träufeln und einmal täglich die stark schwitzenden Bereiche damit einreiben.

So behandeln Sie sich selbst: Klatschnasse Hände oder Füße sind zwar lästig, medizinisch aber harmlos. Gehen Sie zum Hausarzt, wenn kalter Schweiß am ganzen Körper auftritt. Das könnte auf akute Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion, Eiweißmangel oder Mineralstoffstörungen hinweisen. Als Ursache kommen auch Medikamente (Salicylsäure, Kortikoide) und hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren infrage. Mehr Infos auf www.stark-gegen-schwitzen.de.