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Agavensirup als Zuckeralternative Agavendicksaft - Ein gesunder Zuckerersatz?

Aus den Supermärkten ist er nicht mehr wegzudenken - Agavendicksaft oder Agavensirup teilt sich das Regal mit Honig, Haushaltszucker und anderen Süßstoffen. Er gilt als die gesunde Zuckeralternative und verhilft Smoothies, Joghurt und Tee zu einer milden Süße. Wir erklären Euch, wo der Sirup herkommt und wie gesund er tatsächlich ist.
Agavendicksaft als Zuckerersatz

Wenn Ihr nach alternativen Süßungsmitteln sucht, findet Ihr in der heutigen Zeit eine große Menge an Optionen - Stevia, Ahornsirup, Kokosblütenzucker, Agavendicksaft - die Liste lässt sich endlos fortführen. Um Euch bei dieser Vielzahl ein wenig Klarheit zu verschaffen, stellen wir euch einen der beliebtesten, natürlichen Zuckerersatzstoffe vor: den Agavendicksaft. 

Was ist Agavendicksaft und woher kommt er?

Agavendicksaft wird aus dem Saft der Agavenpflanze gewonnen. Die Agave wächst hauptsächlich in warmen und trockenen Regionen, beispielsweise in Mexico. Bei der Gewinnung des Agavendicksaftes wird die Pflanze zunächst zerkleinert und dann entsaftet. Der gewonnene Saft wird eingekocht, bis ein heller Sirup entsteht - der Euch bekannte Agavendicksaft. Durch den Prozess des Einkochens und durch den geringen Wassergehalt im Saft wird der Sirup sehr lange haltbar.

Agavendicksaft ist ein natürliches Süßungsmittel - bei der Herstellung werden keine künstlichen Zusatzstoffe verwendet. Da der Dicksaft zum Großteil aus Fructose besteht und nur zu einem geringen Teil aus Glucose, wird er von vielen auch als Fructosesirup bezeichnet. 

Fakten auf einem Blick:

Glykämischer Index: 20

Kalorien: 394 kcal

Verwendung: Süßen von Speißen und Getränken

Was sind die Eigenschaften von Agavendicksaft?

Agavendicksaft besitzt eine ziemlich hohe Süßkraft, zugleich aber auch einen relativ neutralen und milden Geschmack, sodass bei seiner Verwendung andere Aromen nicht verfälscht, sondern intensiviert werden. Normalerweise verfügt der Dicksaft über keine Farbe und neigt eher dazu, transparent zu sein - wenn er aber eine goldene bis braune Farbe besitzt, wurde der Sirup so lange eingekocht, bis er eine leichte Karamellnote entwickelt hat. Der Sirup ist gut löslich und lässt sich daher sehr gut in Joghurt oder Smoothies verwenden. 

Ist Agavendicksaft gesünder als Zucker?

Agavendicksaft besitzt weniger Kalorien als Zucker und hat dabei eine höhere Süßkraft. Das bedeutet, Ihr benötigt nur wenig Agavendicksaft um Eure Speisen zu süßen und nehmt dadurch weniger Kalorien auf als bei der Verwendung von Haushaltszucker. Ein weiterer Vorteil von Agavendicksaft ist sein geringer Glykämischer Index. Wohingegen Zucker einen Glykämischen Index von ungefähr 70 besitzt, verfügt Agavensirup über einen GI von 20. Dadurch wird Euer Blutzuckerspiegel nicht so stark und auch viel langsamer ansteigen. So hat Euer Körper viel länger etwas von der Energie des Zuckers und auch Eure Heißhungerattacken sollten sich zukünftig einstellen. Besonders für Diabetiker sind diese Eigenschaften ein großer Vorteil, denn wenn sich der Blutzuckerspiegel kaum verändert, muss auch kein Insulin zugeführt werden, das den Blutzuckerspiegel wieder senken soll. Agavendicksaft besteht aber auch zu einem Großteil aus Fructose - und die kann nicht vom Insulin des Körpers abgebaut werden und belastet daher die Leber. Auch bei Agavendicksaft gilt daher: Genuss in Maßen, dann wird der Körper auch nicht belastet. 

Welche Nachteile gibt es?

Agavendicksaft muss für uns importiert werden - die Überfahrt ist alles andere als gut für unsere Umwelt und belastet die Natur. Kritiker bemängeln, dass nicht nur der Transport ökologisch nicht zu vertreten sei, auch die Energiekosten bei der Herstellung des Süßungsmittels seien zu hoch. 

Autor:
Laura-Sophie Bouzid