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Löcher in den Zähnen Welche Zahnfüllung ist die richtige

Wer an einer Zahnfüllung kurzfristig spart, zahlt langfristig oft drauf. Denn es hängt vom Material ab, wie viele Jahre die Füllungen halten.
Keramik-Füllung bei dem Zahnarzt

Auch die gründlichste Mundhygiene kann nicht verhindern, dass sich mal Kariesbakterien in einen Zahn „hineinknabbern“. Dann muss gebohrt und die fehlende Zahnsubstanz ersetzt werden. Amalgam, Gold, Kunststoff ? Was heute in Ihre Zähne kommt, entscheidet mit darüber, wie oft Sie in Zukunft zum Zahnarzt müssen (siehe Kasten S. 24). Hier die Vor- und Nachteile verfügbarer Füllmaterialien - und ihre Preise:

Goldfüllungen Das Edelmetall lässt sich nicht so leicht applizieren wie z. B. Kunststoff. Erst muss ein präziser Abdruck des ausgebohrten Lochs im Zahn gemacht werden. Mit dessen Hilfe gießt ein Zahntechniker die passgenaue Füllung. Dieses Inlay fixiert der Zahnarzt mit Zement oder Spezialkleber. Das klappt aber nur, wenn die Zahnwände dick genug sind. Sonst kann es passieren, dass der Kaudruck den Zahn später bersten lässt – ein typisches Problem, weil Goldfüllungen fast nur im Backenzahnbereich eingesetzt werden. Weiterer Nachteil: die hohen Kosten, die sich nach dem aktuellen Goldpreis richten. Eine Füllung liegt der zeit bei rund 300 bis 500 Euro (gesetzliche Kassen zahlen nur einen geringen Teil).

Keramik-Inlays Keramik-Inlays oder - Veneers lassen sich von der natürlichen Zahnsubstanz nicht unterscheiden. Sie verfärben sich auch nicht und besitzen die gleiche Temperaturleitfähigkeit wie eigene Keramik-Füllungen sehen täuschend echt aus Zähne. Kein plötzlicher Nervenschmerz also beim Eis essen oder Teetrinken. Durch eine spezielle Vorbehandlung verbinden sich Keramik-Inlays so fest mit der Zahnsubstanz, dass sogar eine angesetzte Zahnecke den Kaukräften langfristig standhält. Die Keramik stabilisiert den Zahn auch bei größeren Schäden – ein Weg, um Teil- oder Vollkronen zu vermeiden. Die Herstellung ist ähnlich anspruchsvoll wie Gold, weil Keramik-Inlays gefräst werden. Und sie sind genauso teuer: etwa 350 bis 520 Euro pro Zahn (Kassen zahlen anteilig). 

So lange halten Füllungen

Goldfüllungen sind mit 15 bis 20 Jahren am langliebigsten, eignen sich aber aus kosmetischen Gründen weniger für die sichtbaren Bereiche der Zähne.

Keramik-Inlays und Veneers halten 15 Jahre und länger.

Komposit-Füllungen haben als belastbare Füllmaterialien aus zahnfarbenem Kunststoff das umstrittene Amalgam abgelöst. Sie bleiben mindestens 7-8 Jahre stabil. Beim Austausch der Füllungen wird die Zahnsubstanz nicht angetastet.

Amalgam, ein Metallgemisch, kann bis zu 15 Jahre halten.

Komposit-Füllungen Dieses Material besteht zu 80 Prozent aus feinsten Keramik-, Glas- und Quarzpartikeln, zu 20 Prozent aus Kunststoff. Komposite eignen sich als Füllmaterial für die Frontzähne, weil der Zahnarzt sie der natürlichen Zahnfarbe exakt anpassen kann. Ihr Vorteil: Der Zahn muss vorher kaum beschliffen werden. Die Karies wird einfach herausgebohrt. Dann stellt der Zahnarzt den Zahn Schicht für Schicht wieder her. Dabei muss eine Trockenheit wie in der Sahara herrschen. Schließlich härtet er die Füllung mit Blaulicht aus. Die Füllung haftet gut am Zahn, eignet sich aber nicht bei zu großen Löchern oder wenn eine Seitenwand fehlt. Für die Frontzähne zahlen die Krankenkassen alles, pro Backenzahn müssen Patienten oft 30 bis 80 Euro zuzahlen.

Amalgam Das sehr haltbare Gemisch aus Quecksilber, Silber, Kupfer und Zinn hat keinen guten Ruf. Tatsächlich setzt es giftige Substanzen frei, die sich im Körper ansammeln. Ob das krank macht, bleibt vorerst ungeklärt. Eingesetzt wird Amalgam vor allem in den Backenzähnen, weil das Material auch einem hohen Kaudruck standhält. Die Krankenkassen übernehmen die gesamten Kosten.
 

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