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Akupressur, Homöopathie und Ultraschall Therapien gegen Stör-Narben

Verblüffend wirksam: Die ganzheitliche Methode der Narbenentstörung löst Energieblockaden und stoppt Beschwerden. Susanne Schütte, Ressortleiterin Gesundheit, probierte es selbst aus.

Mitten auf meinem Bauch sitzt ein Störfeld – meine OP-Narbe. Und das muss dringend und schnellstens weg, sagt die Heilpraktikerin nach einstündigem akribischem Fragen, Inspizieren, Tasten und Testen. Warum diese Eile? Die Narbe ziept, britzelt und spannt doch nur bei einigen Bewegungen, in der engen Jeans oder bei Wetterumschwung.

Kleine Störenfriede mit großen Auswirkungen

Das ist zu oberflächlich betrachtet, höre ich von der Therapeutin. Meine häufigen Gelenkschmerzen, das gelegentliche Rauschen in den Ohren, die immer mal wieder hypernervöse Blase – all das kommt von meinem Störfeld. Dieser für mich bedrohlich klingende Begriff hat seinen Ursprung in der Komplementärmedizin und Naturheilkunde und gehört längst zum Vokabular der Schulmedizin. „Ein solches Störfeld behindert komplexe Regulationsmechanismen, Organinteraktionen oder Muskelfunktionsketten des Körpers“, erklärt Dr. Friedrich Molsberger, Facharzt für Allgemeinmedizin, Akupunktur und Naturheilverfahren in Berlin. „Dabei können Störungen in weit entfernten Regionen auftreten, die auf den ersten Blick scheinbar nichts mit dem Störfeld-Areal zu tun haben.“

Haben sie aber eben doch, und wie das zusammenhängt, erklärt die Lehre der traditionellen Chinesischen Medizin, kurz TCM, einleuchtend. Sie unterscheidet vier Kreisläufe: Nervensystem, Blut-, Lymph- und Qi-Kreislauf, in dem die „Lebensenergie“ fließt. Zu diesem vierten Kreislauf gehören die berühmten zwölf Meridian-Paare, die alle Körperteile, Organe, Drüsen und Bindegewebe mit Betriebsenergie versorgen, dem Qi.

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