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Kräutertees oder Akupunktur Die Heilkraft der Pflanzen

Kräutertees oder Akupunktur gab es schon 200 Jahre vor Christus. Aber wie wirksam sind traditionelle Heilsysteme wirklich? VITAL stellt in einer großen Serie altes Heilwissen auf den Prüfstand - Kräutertees oder Akupunktur

Heilkraft der Pflanzen

Nur Natur! Fast 70 Prozent aller Deutschen suchen nach sinnvollen Ergänzungen zur Schulmedizin, entdecken uraltes Heilwissen wie die keltische oder Ethnomedizin wieder. Von der Naturmedizin versprechen sich fast 92 Prozent eine bessere Wirksamkeit und weniger Nebenwirkungen, ergab eine aktuelle Umfrage von Prof. Josef Beuth vom Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren der Universität Köln. Aber es geht nicht nur um Hoffnungen oder Vertrauen. Zahlreiche Studien über die sogenannte Komplementärmedizin zeigen, dass viele traditionelle Therapieansätze überraschend modern und erfolgreich sind. In einer fünfteiligen Serie geht VITAL jetzt der Frage auf den Grund, wie wirksam die Heilsysteme Ayurveda, Ethnomedizin, Traditionelle Chinesische und anthroposophische Medizin tatsächlich sind. Lesen Sie hier, ob und wie die keltische Medizin heilt. Die Idee dahinter Das Heilwissen der Kelten erlebt seit etwa zehn Jahren ein erstaunliches Comeback in Großbritannien, Irland und Frankreich – zunehmend auch in Deutschland. Doch berühmt war die Heilkunst der Druiden schon vor über 2000 Jahren, sogar bei ihren Feinden, den Römern. Der Gelehrte Plinius der Ältere (23 bis 79 n. Chr.) etwa lobte die Heilkraft der Mistel. Bei den Kelten selbst galt die Pflanzenkunde neben Astronomie und Gottessuche als eine der „drei Säulen der Weisheit“. Zum Teil versuchten sie, die Heilkraft einer Pflanze an ihrem Äußeren zu erkennen. Der rote Saft des Johanniskrauts etwa bedeutete für sie, dass er Verletzungen stillt. Und seine sonnenähnliche Blüte, dass sie Melancholie vertreibt. Beides bestätigt die Wissenschaft heute.

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