Trauermücken: Die besten Hausmittel und Tipps

Trauermücken mit Hausmitteln bekämpfen: So klappt es

Sie gießen Ihre Pflanzen – und plötzlich fliegen Ihnen kleine, schwarze Insekten entgegen? Dann haben Sie es wahrscheinlich mit Trauermücken zu tun. Die lästigen Schädlinge in der Blumenerde können Zimmerpflanzen und ihren Wurzeln das Leben schwer machen. Was kann man also tun, um die Plagegeister effektiv zu bekämpfen? Wir nennen wirksame Hausmittel, die helfen! 

Was sind Trauermücken? 

Trauermücken, im Fachjargon auch Sciaridae genannt, zählen zur Unterordnung der Mücken. In Europa gibt es über 600 verschiedene Arten der Zweiflügler. Weltweit sind es mehr als 1.800 Arten, schätzen Experten. Die Bezeichnung des Insekts geht auf ihre dunkle Körperfärbung – inklusive dunkler Flügel – zurück. Für den Menschen sind die kleinen Insekten zwar lästig, aber harmlos. Ganz anders sieht die Lage im Blumentopf aus.

Haben Trauermücken eine Schadwirkung?

Für den Menschen gehen von Trauermücken keine gesundheitlichen Gefahren aus. Die Schadwirkung für Pflanzen hingegen, die in einem Haus oder einer Wohnung stehen, ist umso größer.

Insbesondere die in den Eiern befindlichen Larven der Trauermücken fühlen sich in feuchter Erde besonders wohl. Dort fressen sie die feinen Wurzeln der Zimmerpflanzen, was erheblichen Schaden anrichten kann. Gerade Keimlinge und bereits beschädigte Pflanzen können so verkümmern und schließlich komplett absterben. Ihre Wurzeln sind einfach noch nicht stark genug.

Was tun gegen Trauermücken? Die besten Tipps und Hausmittel

Wer die nervigen Mücken und ihre Eier im Blumentopf bekämpft, kann seine Pflanzen retten. Doch was hilft wirklich gegen Trauermücken? Kann man die Schädlinge und ihre Larven mit Hausmitteln beseitigen? 

Auch spannend: Hausmittel gegen Mücken

Wichtig: Aggressive, chemische Helfer sind ungeeignete Mittel gegen Trauermücken in der Erde. Denn unter Chemiebomben dieser Art können auch Ihre Pflanzen leiden. Konzentrieren Sie sich lieber auf natürliche Methoden, um die Insekten zu bekämpfen. Hier finden Sie die besten Hausmittel zur Beseitigung der Plagegeister.

Kaffeesatz 

In fast jedem deutschen Haushalt wird Kaffee getrunken. Doch was viele nicht ahnen: Der entstehende Kaffeesatz kann dabei helfen, die Schädlinge zu bekämpfen. Vorab sollten Sie den Kaffeesatz vollständig trocknen lassen, um Schimmel vorzubeugen. Dann können Sie die getrockneten Krümel auf die Blumenerde der betroffenen Pflanzen streuen. 

Die so entstehende Schutzschicht macht es der weiblichen Trauermücke schwer, ihre Eier abzulegen – was wiederum die Fortpflanzung behindert und Zimmerpflanzen schützt. Darüber hinaus eignet sich Kaffeesatz gegen Trauermücken auch als natürlicher Dünger und kann beispielsweise Kräuter länger frisch halten.

Backpulver 

Backpulver eignet sich ebenfalls zur Bekämpfung von Trauermücken in der Wohnung. Der Küchenhelfer kann nicht nur einem unerwünschten Ameisenbefall den Gar aus machen – auch die fliegenden Schädlinge reagieren empfindlich auf das Triebmittel. 

Streuen Sie dafür einfach ein Tütchen des Pulvers auf die Blumenerde und feuchten Sie diese anschließend leicht an. Dabei kann Ihnen ein Sieb behilflich sein. So gelangt das Hausmittel zu den in der Erde befindlichen Eiern. Die Larven fressen das Backpulver und gehen schließlich ein. Doch Achtung: Die Erde kann durch das Backpulver gegen Trauermücken anfangen zu schimmeln. Dieser Tipp ist dementsprechend mit Vorsicht zu genießen.

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Streichhölzer

Ebenfalls in den meisten Haushalten zu finden: Das Streichholz. Die Zündhölzer töten die Eier beziehungsweise Larven der Trauermücken zuverlässig ab und reduzieren einen Befall der Schädlinge erheblich – genauer gesagt die Schwefelbestandteile im Zündkopf.

Stecken Sie dafür die Streichhölzer mit dem Kopf nach unten in die Erde der Zimmerpflanzen. Wenn Sie die Pflanzen anschließend gießen, verteilen sich die Schwefelbestandteile im Topf, ohne der Blume, dem Kraut oder Strauch dabei zu schaden. Für einen Blumentopf mit rund 12 Zentimetern Durchmesser benötigen Sie etwa zwei Streichhölzer. Alle zwei bis drei Wochen sollten Sie Hölzer auswechseln. 

Teebaumöl 

Teebaumöl hilft gegen Trauermücken und zählt zu den bewährten Hausmitteln, die ungebetenen Gäste loszuwerden. Das ätherische Öl steht aufgrund seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften bei vielen im Badezimmer oder im Medizinschrank.

Um Trauermücken mit diesem Hausmittel zu bekämpfen, mischen Sie in einer Gießkanne ca. 20 Tropfen des Öls mit einem Liter Wasser. Dann gießen Sie Ihre Pflanzen mit dem Wasser-Teebaumöl-Gemisch. Auch dieses Mittel wirkt in erster Linie gegen die Larven in der Blumenerde. 

Trauermücken bekämpfen: Andere Tipps

Mikrowelle 

Auch mithilfe Ihrer Mikrowelle können Sie Ihre Blumenerde von den schwarzen Trauermücken befreien. Dieser Trick ist vor allem dann empfehlenswert, wenn Sie den Trauermückenbefall bereits vor dem Einpflanzen bemerken. Dafür die Erde für etwa zehn Minuten bei 600 Watt erhitzen und danach gut auskühlen lassen. Die Hitze soll die Larven nachhaltig abtöten.

Nematoden

Nematoden sind kleine Fadenwürmer, von denen mehr als 20.000 Arten existieren. Die 0,1 mm kleinen Tiere gelten als natürliche Feinde der Trauermückenlarven. Schon nach wenigen Tagen können Sie erste Erfolge erwarten. Die Fadenwürmer erhalten Sie online, in Gärtnereien oder Baumärkten. Für Menschen und Ihre Haustiere sind Nematoden unbedenklich.

Gelbfalle

Mit den bereits genannten Hausmitteln können Sie vor allem die Eier und Larven der Trauermücken bekämpfen. Wer jedoch die bereits herumschwirrenden Tierchen loswerden möchten, kann eine Klebefalle nutzen, auch Gelbtafel genannt. Die gelben, klebrigen Täfelchen stecken Sie einfach in die Töpfe Ihrer Pflanzen. Nach kurzer Zeit werden die ersten Trauermücken an den Gelbtafeln kleben bleiben. 

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