Silberfische in der Wohnung: Ursachen und Hausmittel

Silberfische in der Wohnung: Ursachen, Vorbeugung und Hausmittel

Egal, ob im Bad, Keller oder in der Küche – Silberfische gehören neben Spinnen zu den unbeliebtesten Insekten in der Wohnung. Obwohl die Tierchen selber keine Gefahr darstellen, ekeln sich viele Menschen vor ihnen. Doch was kann man gegen Silberfische in der Wohnung tun? Wir informieren Sie zu Ursachen, Vorbeugung und Hausmitteln. 

Silberfische hat wohl jeder schon mal gesehen, denn mit ihrem flügellosen, silbergrau-schuppigen Körper fallen die kleinen Insekten auf. Ihren wissenschaftlichen Namen Lepisma saccharina haben die circa einen bis zwei Zentimeter kleinen Tierchen der Tatsache zu verdanken, dass sie sich besonders gerne von Kohlenhydraten wie Zucker oder Stärke ernähren. Aus diesem Grund werden sie auch als sogenannter Zuckergast bezeichnet. 

Silberfischchen leben weltweit und haben eine Vorliebe für hohe Temperaturen. Daher halten sie sich in Ländern wie Deutschland, in denen es draußen nicht immer warm ist, überwiegend in Häusern und Wohnungen auf. Besonders wohlfühlen sich die Silberfischchen in einem feuchtwarmen Klima, weshalb es sie vermehrt ins Badezimmer, in die Küche oder den Keller treibt. Da die Insekten sowohl lichtscheu als auch nachtaktiv sind, halten sie sich tagsüber versteckt – meist in Ritzen, Fugen oder Sockelleisten – und kommen erst nachts heraus. Aus diesem Grund bleibt ein Befall häufig lange unbemerkt. 

Silberfische in der Wohnung: Das sind die Ursachen

Optimale Lebensbedingungen bietet für die kleinen Insekten eine Raumtemperatur zwischen 20 und 30 Grad sowie eine Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent. Daher kommen vor allem Räume, die diese Bedingungen erfüllen, für einen Befall infrage. Zu den möglichen Ursachen für einen Befall zählen:

  • Hohe Luftfeuchtigkeit:
    Herrscht in Badezimmer und Co. eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, die beispielsweise durch zu weniges Lüften entsteht, bietet der Raum für Silberfische geeignete Lebensbedingungen.
  • Schimmel:
    Dieser Punkt geht in der Regel mit einer zu hohen Luftfeuchtigkeit einher, da Schimmel durch sie begünstigt wird. Da Schimmel den Silberfischchen als Nahrung dient, zieht ein Befall die Insekten an.
  • Mangelende Hygiene:
    Da Silberfische sich unter anderem von Hautschuppen, Haaren und Hausstaubmilben ernähren, kann auch eine mangelnde Hygiene dazu führen, dass Ihre Räumlichkeiten Silberfische anziehen. 
  • Unordnung:
    Dasselbe gilt für Unordnung, da herumliegende Klamottenhaufen und Co. den Tierchen als Verstecke dienen. Die Unordnung kann, in Kombination mit den bereits genannten Ursachen, auch ein Grund für Silberfische im Schlafzimmer sein.
  • Baumängel: 
    Eine Ursache, die wir leider nicht selber beeinflussen können, sind Baumängel. Durch defekte Rohre oder undichte Fugen können Silberfische leicht in die Wohnung geraten. 

Silberfische bekämpfen

Die wichtigsten Punkte, um Silberfischen entgegenzuwirken, sind regelmäßiges Lüften sowie das Herabsenken der Temperaturen. Wenn Sie Ihre Wäsche in den Innenräumen trocknen, sollten Sie die ansteigende Luftfeuchtigkeit mit häufigerem Lüften kompensieren. Außerdem sollten Sie mögliche Unordnung auf den Fußböden beseitigen und alle Räume regelmäßig und gründlich saugen.

Abgesehen davon helfen auch verschiedene Hausmittel und Fallen gegen das Ungeziefer. Ein Geheimtipp, um Insekten in die Flucht zu schlagen, ist Lavendel, da Silberfische und Co. den Geruch nicht mögen. Stellen Sie ein Säckchen mit Lavendel oder ein Schälchen mit Wasser und ein paar Tropfen Lavendelöl in den betroffenen Raum. Auch in Ihr Wischwasser können Sie das Öl geben. Wahlweise können Sie mithilfe von Kartoffeln Fallen selber machen: Eine effektive Möglichkeit ist zum Beispiel eine Kartoffel zu halbieren und die Hälften in eine geöffnete Plastik- oder Papiertüte zu legen und diese am Abend in dem betroffenen Zimmer so zu platzieren, dass die Silberfische hinein krabbeln können. Die Tierchen fühlen sich von der Stärke angezogen und können am nächsten Morgen in der Tüte nach draußen getragen werden.

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Sollten Sie den Silberfischbefall über einen längeren Zeitraum nicht selber in den Griff bekommen, bietet sich ein Kammerjäger an. 

Silberfisch-Nest finden

Um gegen die Silberfische vorzugehen, ist es sinnvoll, zunächst das Nest der Tierchen ausfindig zu machen, da Sie dann mögliche Fallen direkt an der richtigen Stelle platzieren können. Die beste Möglichkeit ist eine nächtliche Suche, da Silberfische nachtaktiv sind und erst dann aus ihren Verstecken strömen. Gehen Sie gegen Mitternacht in den betroffenen Raum und schalten Sie das Licht an. Sobald sie das Licht wahrnehmen, flüchten die Silberfische in ihr Versteck, sodass Sie wissen, wo sich dieses befindet. 

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Silberfischen vorbeugen

Da Silberfische bis zu acht Jahre alt werden können, sollten Sie es im besten Fall gar nicht zu einem Befall kommen lassen. Die gute Nachricht: Wenn Sie oben genannte Ursachen vermeiden, können Sie Silberfischen ganz einfach vorbeugen. Achten Sie darauf, regelmäßig zu lüften und einer zu hohen Luftfeuchtigkeit vorzubeugen (optimal sind 40 bis 60 Prozent) und halten Sie Ihre Wohnung sauber und aufgeräumt. 

Video: Silberfische in der Wohnung? Das hilft

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