13. März 2010
Traumforschung

Traumforschung

Träume zeigen uns nicht nur unsere Wünsche und Ängste, sie können auch ein Schlüssel zur Problemlösung sein. VITAL-Autorin Verena Carl hat sich auf Entdeckungsreise begeben…

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Wer zu einer vierwöchigen Abenteuerexpedition aufbricht, braucht dreierlei: ein wetterfestes Fahrzeug, die richtige Ausrüstung und genügend Proviant. Ich habe für alles gesorgt: ein frisch bezogenes Bett, Kugelschreiber und Notizblock. Und den Proviant im eigenen Kopf: Bilder, Erlebnisse, Erinnerungen, aus denen mein Hirn nachts seine Geschichten bastelt. In den nächsten 30 Tagen werde ich mir meine Träume sehr genau anschauen. Vielleicht komme ich dann dem seltsamen Unbehagen auf die Spur, das mich seit einiger Zeit umtreibt.

Dabei habe ich eigentlich keinen Grund zum Klagen: Meine Ehe, meine Familie, mein Job, alles läuft rund wie ein Uhrwerk. Vielleicht sogar ein bisschen zu rund. Mein Leben ist so randvoll mit Aufgaben, so exakt getaktet, dass ich mir selbst fast ein wenig fremd geworden bin. Ich weiß, was meine Kinder brauchen – aber was brauche ich eigentlich selbst?

Eine Frage, der ich mithilfe meines Kopfkinos auf den Grund gehen möchte. „In unseren Träumen setzen wir uns mit unseren innersten Wünschen auseinander, damit, wie wir unser Leben gestalten wollen“, schreibt die Traumforscherin Ortrud Grön in ihrem aktuellen Buch „Ich habe einen Traum. Was hat er zu bedeuten?“. Und weiter: „Meist wird im Schlaf ein ungelöster Widerspruch aufgeworfen und eine Lösungsmöglichkeit angedeutet.“ Ein faszinierender Gedanke: Träume inszenieren nicht nur die innere Wirklichkeit wie auf einer Theaterbühne, sie können sogar der Schlüssel zur Problemlösung sein. Auch die renommierte Psychoanalytikerin und Autorin Verena Kast betont: „Träume zeigen uns, wie wir auch sind, nicht nur, wie wir gerne wären. Sie richten uns innerlich neu ein, sodass wir auch wieder neu ausgerichtet sind auf das Leben.“ Klingt, als wäre jeder Traum eine Chance – die will ich nicht weiter ungenutzt verstreichen lassen. Schön wäre nur, wenn ich die Expedition nicht allein machen müsste. Wenn ein Simultandolmetscher mitkäme, der mir verworrene Traumbilder in Klartext übersetzt. Möglichst gleich mit einer klaren Anweisung verbunden: Tu dies und das, und du wirst ein glücklicherer Mensch.

Interpretationshilfe vom Psychologen

Da müssen mich die Experten allerdings enttäuschen. Der Psychologe Michael Schredl, der im Schlaflabor am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim Träume erforscht, bestätigt: Bei der Interpretation der Nacht-Bilder kann ein anderer höchstens beratend mit eigenen Ideen zur Seite stehen. Seine Hausaufgaben muss der Träumer schon selbst erledigen. Einfälle sammeln zu den Motiven, den Traum-Gefühlen nachgehen und sich fragen: Woher kenne ich diese Gefühle aus dem Wachleben? Welche Impulse geben sie mir?

Also schön. Dann breche ich eben allein auf ins Herz der Finsternis und lasse mich etappenweise beraten. Beim Ins-Bett-Gehen bin ich gespannt vor Erwartung ...

4. JANUAR Mein Unterbewusstes meint es gut mit mir und hat mir gleich einen besonders eindrucksvollen Traum geschickt. Darin bin ich mit meinem Mann und meiner Tochter auf der Rückkehr von einer Ferienreise, und wir sollen unterwegs in einem Haus übernachten. Es liegt am Ende einer Straße mit idyllischen Villen, doch als wir bei der gesuchten Adresse ankommen, steht dort nur eine Ruine. Etwas ratlos laufe ich mit Helen auf dem Arm durch das bröckelnde, überwucherte Gemäuer und stelle fest, dass direkt nebenan ein Hafen ist und das Meer. Beim Aufwachen bin ich fast ein bisschen erschrocken. Das soll ich sein? Statt im sicheren Hafen zu schaukeln, stehe ich in einem Trümmerhaufen? Und der Urlaub ist auch vorbei? Ich komme ins Grübeln: Seitdem Dierk und ich Kinder haben, ist uns eine gewisse Leichtigkeit abhanden gekommen, ein Ferien-Gefühl. Gleichzeitig hat unsere Existenz etwas Provisorisches. Als zwei Freiberufler sind wir tatsächlich ständig auf der Reise, brechen unsere Zelte immer wieder ab. Dann fällt mir aber plötzlich noch ein Detail ein: wie ich in dieser Ruine ohne Dach stehe und über mir die Sterne sehe. Schöne Aussichten?

„Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Traumsymbole eine ganz unterschiedliche Bedeutung haben können, je nachdem in welchem Zusammenhang sie stehen“, sagt Michael Schredl. „Das Thema Reise kann sehr positiv besetzt sein, im Sinne von Aufbruch, Lebendigkeit – hier ist es eher das deprimierende Gefühl von Unbehaustheit, von Nicht-zur-Ruhe-Kommen. Aus geträumten Gefühlen lassen sich Fragen im Sinne von Lösungsansätzen formulieren: Wo kann ich mir im Alltag Inseln schaffen, um zur Ruhe zu kommen? Wo fühle ich mich geborgen?“

Der Regiesseur im Kopf

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Was löst meine Angst aus? Ist es wirklich so bedrohlich, oder könnte ich sogar daran wachsen, wenn ich mich dem aussetze?
6. JANUAR Der Regisseur in meinem Kopf ist ganz schön unzuverlässig. Längst nicht jede Nacht träume ich eine so durchkomponierte Geschichte. Von der letzten Nacht bleibt mir nur ein winziger Erinnerungsfetzen: An der Bar eines Urlaubshotels bekomme ich ein Glas Cola mit Algen gereicht. Der Barkeeper erklärt mir, dieser Drink sei die beste Pest-Prophylaxe. Mein erster Gedanke? Ratlosigkeit. Mein zweiter? Dito. Cola mag ich nicht, und Algen sind wohl eher eine Pest als eine Prophylaxe. Ist das jetzt nur ein bedeutungsloser Gedankenblitz, eine Art geistiges Restetrinken? Da fällt mir ein Tipp aus Ortrud Gröns Buch ein: „Falls sich eine Bedeutung nicht von selbst erschließt, hilft es manchmal, im Lexikon nachzuschauen.“ Ein Klick auf Wikipedia bringt mich tatsächlich auf die richtige Spur: Algen sind das reinste Bio-Kraftpaket! Eiweiß- und mineralstoffhaltig, nahrhaft, und sie werden sogar zur Energiegewinnung eingesetzt. So langsam verstehe ich, was es mit meinem persönlichen Energy-Drink auf sich hat: koffeinhaltige Brause, um mich wach zu machen, zusammen mit Nahrung aus dem Ozean. Das hat doch etwas mit dem Weg zu tun, auf dem ich gerade bin: Gut geht es mir, wenn ich meine Energie, Aktivität mit einem Blick in meine eigenen Tiefen kombiniere. In meine eigene Gefühlswelt. Wer zu lange keinen Urlaub macht in der eigenen Seele, sagt mein Traum, der kann krank werden. Und welche Krankheit wäre so sprichwörtlich schlimm wie die Pest?

Meine Träume schicken mich auf Reisen

11. JANUAR Nacht für Nacht schicken meine Träume mich auf Reisen. Mal schön, meistens ziemlich anstrengend. So wie im wirklichen Leben auch: Als ich letzte Nacht auf einem riesigen Schiff unterwegs war und kurz vor der Ankunft hektisch die Habseligkeiten meiner Kinder einsammelte, war‘s wie eine Szene aus dem Alltag. Ein langer, komplizierter Traum, von dem mir vor allem ein Detail in Erinnerung geblieben ist: die Handtasche, die ich beim Aussteigen aus der Hand gegeben und nicht wiedergefunden habe. Komplett, mit Autoschlüsseln, Brieftasche mit Ausweis und Führerschein.

Es ist ein bisschen unheimlich: Ich kenne diesen Traum. Nach dem Abitur, als ich keine Ahnung hatte, wohin es beruflich mit mir gehen sollte, verlor ich nachts ständig meine Papiere. Irgendwann, etwa mit 25, bekam ich dann im Traum wenigstens meinen Führerschein zurück. Und freute mich: Ich wusste zwar immer noch nicht, wer ich war. Aber wenigstens, so sagte mir der Traum, konnte ich mein Lebensfahrzeug wieder steuern.

Kann es ein Zufall sein, dass ich so viele Jahre später dasselbe träume? „Wiederholungsträume sind immer ein starker Hinweis auf ein dringendes, unbearbeitetes Thema“, bestätigt Michael Schredl, „denn wenn ein Konflikt gelöst ist, dann verschwindet auch das dazugehörige Bild.“ Hm. Dass es hier um Identität geht, um die Frage, wer ich bin, ist keine höhere Mathematik – aber warum packt mein Hirn dieses Bild plötzlich wieder aus der Mottenkiste aus? Traumexperte Schredl stellt eine Gegenfrage: Was ist heute ähnlich in meiner Lebenssituation wie vor 15, 20 Jahren? Diese Frage bringt mich auf die richtige Spur: Eine Familie zu gründen, das ist ein ähnlicher Umbruch wie das Erwachsenwerden. Wer ich jetzt bin und wohin meine Reise geht – das muss ich wohl jetzt noch einmal neu herausfinden. Sieht so aus, als steckte ich mittendrin in einer Art eigener Neugeburt.

Wasser spielt eine große Rolle

21. JANUAR In den letzten Tagen hat das Wasser wieder eine große Rolle in meinem nächtlichen Kopfkino gespielt. Wasser, dieses zweischneidige Symbol des Lebens und des Todes, des Neubeginns, des Unbewussten. Diesmal war es nicht der Ozean, aus dem die Algen neulich stammten. Sondern ein Swimmingpool und ein Fluss.

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Wie bekomme ich wieder festen Boden unter den Füßen?

Die Szene im Pool fand ich besonders poetisch. Denn ich sollte mich dort mit einer blinden Schwimmlehrerin treffen. Am Beckenrand tanzten Leute zu einer melancholischen und gleichzeitig sexy Ballade von Brian Ferry. Der zweite Traum war ebenfalls ziemlich stimmungsvoll. Ich saß mit einer Gruppe attraktiver, glatzköpfiger Männer auf einem riesigen Containerschiff auf der Elbe, es war Nacht, um uns herum leuchteten die Lichter des Hafens. Schließlich begannen die Männer, von Bord zu springen, im Fluss zu schwimmen und zu tauchen.

„Was hast du dabei gemacht?“, hat mich Helen heute Morgen gefragt, als ich ihr den Traum erzählte. „Ich hatte Angst“, habe ich gesagt, „Angst, dass ich im Dunkeln ertrinken könnte.“ – „Wieso?“, fragte Helen empört. „Die Männer können dich doch retten!“ Ein ganz schön weiser Satz. Denn ohne es zu ahnen, hat Helen damit auf den Punkt gebracht, was Psychologen als Subjekt- und Objektebene eines Traumes bezeichnen. Sprich: Der sexy Glatzkopf kann zum Beispiel erotische Wünsche verkörpern, ein symbolisches Objekt meiner Begierde sein – aber gleichzeitig steht er auch für einen Teil meiner selbst. So wie die blinde Schwimmlehrerin auch. Mutige Teile meiner Seele, die Herausforderungen annehmen, den Sprung ins kalte Wasser wagen. Wäre es nicht schön, immer eine blinde Schwimmlehrerin dabeizuhaben, die mir auch in den dunkelsten Untiefen den Weg zeigen kann? Und einen starken, durchtrainierten Mann? Überraschung: Sie sind schon da! Ich muss sie nur in mir selbst aufspüren.

Tatsächlich kann man Träume häufig besser verstehen, wenn man sich die auftretenden Personen als Teile des eigenen Ichs denkt. Übrigens auch eine sehr effektive Erste- Hilfe-Methode bei Albträumen. Nichts verscheucht die nächtliche Angst so schnell wie das Wissen: Das Monster lauert nicht in der Zimmerecke, sondern höchstens im eigenen Kopf. Nicht nur Menschen, sogar Tiere, Pflanzen oder Natur können für eine Seite des eigenen Wesens stehen, weiß auch Ortrud Grön und nennt ein Beispiel: Ein Mann träumt von einer Katze, die beinahe in einem Wildbach ertrinkt, sich dann aber doch retten kann. Der Wildbach steht hier für die aufgewühlten Gefühle des Mannes nach der Trennung von seiner Frau, die Katze für die eigene, emotionale Unabhängigkeit, um die er kämpft. Dass die Katze zum Schluss einen Weg findet, ist für den Mann ein positiver Hinweis auf die eigene innere Stärke.

Kleines Happy End

28. JANUAR Ein kleines Happy End. Denn genauso wie die Ausweisträume in meinen Zwanzigern hat mich eine Serie von Traumbildern durch meine Dreißiger verfolgt. Immer wieder ging es um Fehlgeburten, Totgeburten und verschwundene Babys. Heute Nacht im Traum hatte ich endlich ein lebendiges Kind. Helen, die fröhlich und nur mit einer roten Unterhose bekleidet neben mir stand. Ich scherzte mit meinem Frauenarzt, und ich sagte: Na, mal sehen, vielleicht kommt ja noch ein zweites, wenn nicht, ist es auch recht – wir haben ja ein Kind. Ich wache fröhlich auf – und verwundert. Denn der Wunsch nach Baby Nummer zwei hat sich in Wirklichkeit längst erfüllt, und ein drittes wollen wir ganz sicher nicht. Noch merkwürdiger: Die ganze Traumserie mit den Totgeburten ging erst richtig los, als Helen und Henri schon auf der Welt waren. Verdrängte Ängste, die nachträglich ans Tageslicht kommen? Klingt naheliegend, aber mir ist, als hätte ich den wahren Code noch nicht wirklich geknackt.

Michael Schredl hat eine Idee. „Träume suchen sich oft drastische, dramatische Bilder aus der eigenen Lebenswelt, auch wenn es vielleicht um einen ganz anderen Lebensbereich geht.“ Auch Ortrud Grön zitiert einen solchen Traum in ihrem Buch. Vordergründig eine ziemlich klare Angelegenheit: Ein Mann befindet sich in einer Gruppe von Leuten, hat lustvollen Sex mit einer Frau. Dabei, so Ortrud Grön, kann es aber auch um etwas ganz anderes gehen: den Zugang dieses Mannes zu seinen eigenen Gefühlen, die Aussöhnung mit seiner gefühlvollen Seite.

Wie wäre es also, wenn die toten Kinder in meinen Träumen gar nichts mit meiner Familie zu tun hätten? Mal überlegen. Ich bin ja nicht nur Mutter, ich schreibe auch – zum Beispiel Artikel wie diesen. Und bedauere oft, wie schnell diese Texte auch wieder aus der Welt verschwinden. Geistige Kinder mit einer kurzen Lebensdauer. Aha, ich glaube, das ist es: Dieses kleine Mädchen in der roten Unterhose ist nicht nur meine Tochter, sondern gleichzeitig etwas ganz anderes. Ein Symbol für meine kindliche Freude an dem, was ich tue. Farben sind wichtige Traumsignale, betont Ortrud Grön – und Rot ist ja die Farbe der Leidenschaft, der Lust. Es geht also um die Liebe zu meiner Tätigkeit. Einer Liebe, die mir keiner nehmen kann: „Wir haben ja ein Kind.“

Das Ende meiner Reise

30. JANUAR Ich bin am Ende meiner Reise angelangt, und ich habe noch nicht von den Autos erzählt. Heute Nacht war’s ein grüner Golf, in dem ich mit meinen Kindern unterwegs war. Er fuhr prima, bis ich beim Bergabfahren auf einmal feststellte, dass ich nicht bremsen konnte. Mit einer waghalsigen Volte brachte ich ihn trotzdem zum Stehen. Die Pointe: Bei genauerem Hinsehen stellte ich fest, dass das Auto ein ganz normales Bremspedal hatte. Gar nicht so unpassend als letztes Bild meiner nächtlichen Expedition: Verena, die kopfschüttelnd feststellt, dass sie gar keine waghalsigen Manöver einlegen muss. Sondern einfach mal bremsen darf und sich eine Pause gönnen auf ihrer Fahrt im hoffnungsfarbenen Auto.

Und nun? Was bringe ich mit von meiner Reise? Sicher, dass ich mehr Zeit für mich selbst brauchte, ist keine Überraschung. Etwas anderes aber schon: Ich weiß jetzt mehr über die Quellen meiner Energie. Das Stillsein. Das Nach-innen-Schauen. Das Baden im nächtlichen, dunklen Fluss. Traumbilder sind wie ein innerer Kompass, der uns sagt, was uns fehlt und welcher Weg uns dem Glück näherbringt. Bilder, so individuell wie ein Fingerabdruck. Für den einen kann es das Bild der nassen, geretteten Katze sein, die sich schüttelt und leichtfüßig davonläuft. Für mich sind es zum Beispiel die Männer auf dem Ozeandampfer. Und auch dieses Bild aus der allerersten Nacht: wie ich mit meiner Tochter auf dem Arm in der Ruine stehe und nach oben sehe, in den Sternenhimmel. Als könnte ich einfach danach greifen und mir einen holen.

Experten-Interview

Experten-Interview

„Träume helfen, die richtigen Fragen zu stellen“

Psychologe Michael Schredl, Zentrum für Seelische Gesundheit, Mannheim

Pioniere der psychologischen Traumdeutung wie Sigmund Freund und C. G. Jung verstanden den Traum als Ventil, um Verdrängtes, Unbewusstes sowie lang zurückliegende Erlebnisse zu verarbeiten. Gilt diese These noch? Sie ist ergänzungsbedürftig. Heute gehen Traumforscher wie Therapeuten mehrheitlich davon aus, dass Träume sich meist auf die aktuelle Lebenssituation beziehen. Träume zeigen uns Defizite, können aber auch Lösungsansätze anbieten.

Wie funktioniert das? Natürlich ist ein Traum kein Ratgeber. Aber ich kann mich fragen: Welche Gefühle hat er in mir ausgelöst? Was fällt mir zu den Bildern ein?

Gibt es Tabuthemen im Traum? Den eigenen Tod? Grundsätzlich kann alles Inhalt der Träume sein, was aus dem Wachleben bekannt ist, sogar das Sterben. Nur dass Träume oft eine surreale Komponente haben, etwa bei Bildern vom Fliegen.

Wenn wir im Traum bekannte Menschen treffen, etwa Partner, Eltern oder Freunde – was sagt uns das über sie? Es sagt uns weniger über die reale Person als über das Bild, das wir von ihr haben, über unsere Wünsche oder Ängste in Bezug auf sie.

Bitte noch einen praktischen Tipp: Wie merkt man sich Träume besser? Am besten, man geht die Bilder nach dem Aufwachen gedanklich noch mal so genau durch wie möglich. Man kann der Erinnerung auch auf die Sprünge helfen, indem man dabei verschiedene Schlafpositionen durchprobiert. Was auch hilft: sich tagsüber mit dem Thema zu beschäftigen, zum Beispiel etwas über Träume zu lesen, über frühere Träume nachzudenken. So behält man die aktuellen Nachtbilder besser.

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