6. Januar 2014
Sieben Fakten über die Liebe

Sieben Fakten über die Liebe

Ganz erklären wird die Forschung dieses große Wunder wohl nie. Wir haben für Sie ein paar spannende Studien entdeckt. Platz zum Träumen bleibt trotzdem.

Herz in einer Hand
© Bastian Weltjen
Herz in einer Hand

Liebe braucht Lachen

Humor führt weltweit die Liste der Merkmale attraktiver Menschen an. Allerdings kommt es auf die Art des Humors an: Förderlich für die Liebe ist kontaktorientierter Humor, der darauf abzielt, andere zu amüsieren. Außerdem top: der selbstwerterhöhende Humor, der bewirkt, dass uns auch bei Stress und widrigen Umständen das Lachen nicht vergeht. „Schädlich für die Liebe sind der aggressive und der selbstherabsetzende Humor“, sagt Prof. Shahe Kazarian von der Universität Beirut, Libanon.

Drei Säulen - sonst kippt´s

Intimität, Leidenschaft und Verbindlichkeit. Liebe, erklärt der Psychologe Robert J. Sternberg von der Oklahoma State University in den USA, ruht auf drei Beinen: Intimität (wir sind verbunden), Leidenschaft (wir ziehen uns an wie Magnete) und Verbindlichkeit (wir bleiben zusammen, komme, was wolle). Fehlt eines der Beine, ist es keine Liebe. Die Beine können aber verschieden dick sein – so entstehen unterschiedliche Arten von Liebe. Je mehr wir und unser Partner jedes der Beine spüren, desto glücklicher sind wir.

Auch Tiere können Lieben

„Liebe ist nicht auf den Menschen beschränkt“, sagt der amerikanische Psychologe und Zoologe Charles T. Snowdon. „Wissen wir, wonach und wie wir suchen müssen, finden wir sie bei vielen anderen Tieren.“ Auch sie verbringen die meiste Zeit mit ihren Partnern, pflegen sich gegenseitig, teilen Nahrung und sind sehr beunruhigt, wenn sie vom Partner getrennt werden.

Sie teilen sich die Kinderbetreuung (Mütter stillen, Väter tragen den Nachwuchs) und haben Sex, auch wenn das Weibchen nicht fruchtbar ist oder bereits trächtig. Eine „Tier-Ehe“ kann Jahre halten – sogar zwischen Tier und Mensch: 2007, kurz vor seinem Tod, sagte Graupapagei Alex zu seiner Besitzerin, der US-Tierpsychologin Irene Pepperberg: „I love you.“

Wir eifern Vorbildern nach

Von Geburt an erleben wir unterschiedliche Liebesgeschichten: die eigenen Eltern, die Eltern von Freunden, Paare in Büchern, im Fernsehen, in Kinofilmen und im eigenen Leben. Diese Romanzen ordnen wir quasi in eine Hit liste ein. Tendenziell sind wir deshalb in Partnerschaften glücklicher, die so verlaufen wie Liebesgeschichten, die wir bereits (mit)erlebt und auf den vor dersten Plätzen unserer persönlichen TopTen platziert haben. Steht der Plot einer laufenden Beziehung dagegen in der Rangfolge nicht sehr weit oben, ist sie bedroht, sobald einer der Partner jemanden kennenlernt, der eine bessere Geschichte verspricht.

Das wir der Liebe hilft dem Ich, zu wachsen

Wir möchten uns eigenständig fühlen und gleichzeitig zugehörig. Diese beiden seelischen Grundbedürfnisse wider sprechen einander nur auf den ersten Blick. „In den besten Beziehungen bieten Partner Liebe und unterstützen gleichzeitig die Unabhängigkeit des anderen“, erklärt Dr. Madoka Kumashiro vom Goldsmiths College der Universität London. „In einer starken Liebesbeziehung helfen die Partner einander, sich zu dem Menschen zu entwickeln, der sie gern wären.“

Buchtipp

„Liebe“, herausgegeben von Leo Bormans, Dumont, 352 Seiten, 25 Euro

„Mr. Right“ von Katharina Ohana, Gütersloher Verlagshaus, 192 Seiten,17,99 Euro

„Und dann kam der Richtige“ von Jeannette Villachica, Herder, 220 Seiten, 16,99 Euro

Haare wirken liebevoll

Denselben Mann finden Frauen anziehender, wenn er volles Haar hat. Am schlechtesten schneiden Typen mit dünnem Haar ab. Eine Glatze verbinden Frauen hingegen mit Dominanz und Stärke. Auch der Bartwuchs spielt eine Rolle: Männer mit Drei- oder Fünf-Tage-Stoppeln landen in Sachen Attraktivität ebenfalls auf Platz eins. Wird aber nach Familiensinn und liebevollen Vatereigenschaften gefragt, schneiden die Vollbart-Träger am besten ab.

Liebe ist grün

Natur-Fans sind attraktiver, finden mehr als 70 Prozent aller Deutschen. Das belegt eine Ipsos-Umfrage im Auftrag von Florena. Noch fünf Prozent mehr glauben, dass Verliebtheit ohne Ausflüge in die Natur nur halb so schön wäre. Kein Wunder, dass 60 von 100 Befragten ein Date im Freien dem klassischen Restaurantoder Kinobesuch vorziehen würden. Der Aussage „Ein gemeinsames Hobby in der Natur stärkt die Partnerschaft“ stimmten 73 Prozent zu. 70 von 100 Paaren hilft es, gemeinsam ins Grüne zu gehen, um Streit zu schlichten.

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