6. Juni 2013
Mehr Achtsamkeit im Alltag

Mehr Achtsamkeit im Alltag

Unser Alltag kann uns manchmal ganz schön vereinnahmen. Um so wichtiger ist es, sich gelegentlich auf sich selbst zu konzentrieren, eben achtsam mit sich umzugehen. Unsere Nivea-Experten geben Tipps, wie Ihnen das am besten gelingt.

Experten-Tipps für mehr Achtsamkeit
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Experten-Tipps für mehr Achtsamkeit

Oft überschätzen wir unsere eigenen Kraftressourcen. Wir wollen es jedem recht machen, aber vergessen dabei oftmals unsere eigenen Bedürfnisse. Gegen die Tücken der modernen Welt hilft „Achtsamkeit“, eine Jahrtausend alte Methode, die in der buddhistischen Lehre begründet liegt. Sie bringt uns wieder näher zu uns selbst und verhilft uns so zu mehr Lebensfreude und Selbstvertrauen. Achtsamkeit ist aber nicht nur eine fernöstliche Lehre, sondern meint vor allem die Fähigkeit, den gegenwärtigen Augenblick wahrzunehmen, sich selbst zu reflektieren und auf seinen eigenen Energiehaushalt zu achten. NIVEA hat zu diesem Thema die Achtsamkeits-Experten Anke von Platen und Ronald Schweppe befragt.

Anke von Platen: So weden Sie im Alltag achtsamer

  • Achtsam aufstehen: Noch bevor Sie aufstehen, fühlen Sie noch im Liegen in Ihren Körper hinein. Fragen Sie sich selbst wie Sie sich heute Morgen fühlen und wie sich Ihr Körper anfühlt. Bleiben Sie noch einen Moment liegen, atmen Sie ganz bewusst und strecken Sie sich ausgiebig!
Anke von Platen
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Anke von Platen ist studierte Diplom-Oecotrophologin. Sie verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Marketing- und Projektmanagement. Seit 2008 ist sie hauptberuflich selbständig als Corporate und Personal Health Coach.
  • Achtsame Körperpflege: Cremen Sie sich täglich ein - und zwar bewusst. Atmen Sie den Duft Ihrer Bodylotion ein und spüren Sie gleichzeitig, wie viel besser sich Ihre Haut nach dem Eincremen anfühlt. Verbinden Sie das Ganze mit einer kleinen Massage, so dass Sie den Tag entspannt und in aller Ruhe beginnen.
  • Arbeitsbeginn: Bevor Sie wirklich in Ihren Arbeitstag starten, nehmen Sie sich einen Moment Zeit. Notieren Sie auf einem leeren Blatt Papier, welche drei wichtigen Dinge Sie heute auf jeden Fall erledigen möchten. Stellen Sie sich dabei ruhig schon vor, wie Sie eine Aufgabe nach der anderen abarbeiten.
  • E-Mails achtsam bearbeiten: Machen Sie sich klar, dass Sie es in der Hand haben, ob und in welcher Weise Sie auf E-Mails reagieren.
  • Achtsamer Feierabend: Verzichten Sie auf dem Heimweg bewusst auf Geräuschkulissen wie das Autoradio und hören Sie in sich hinein. Zuhause angekommen, können Sie den Arbeitstag mit einer langen, heißen Dusche einfach abspülen. Nehmen Sie bewusst wahr, wonach Ihr Duschgel duftet und wie Sie sich anschließend fühlen.

Achtsam essen

Ronald Schweppe: Auch Ernährung braucht Ihre Achtsamkeit

  • Ganz klar: Auf das WIE kommt es an, nicht unbedingt nur auf das WAS. Erst danach können Sie darüber nachdenken, was und wie viel Sie eigentlich essen und was Sie wirklich brauchen. Sie werden überrascht sein, dass sie feststellen, dass weniger meistens mehr ist und Sie ganz andere Dinge brauchen als die, die Sie gewohnheitsmäßig essen.
Ronald Schweppe
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Ronald Pierre Schweppe machte nach seinem Musikstudium am Richard-Strauß-Konservatorium in München eine Ausbildung in NLP und „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ (MBSR). Er ist Autor zahlreicher Ratgeber im Bereich Psychologie und Spiritualität.

Wichtig: Nehmen Sie sich Zeit zu essen: Smartphones, Fernseher, E-Mails lenken Sie nur unnötig von Ihrer Mahlzeit ab. Essen im Gehen oder auch Stehen sollten Sie vermeiden, ebenso wie zu schnelles Essen. Die Gefahr dabei: Sie essen viel zu hastig und auch zu viel.

  • Machen Sie sich selbst nicht ständig Vorwürfe! Beobachten Sie sich einfach nur, ohne sich gleichzeitig zu kritisieren.
  • Verzichten Sie mal eine Woche strikt auf Zucker (oder Alkohol, Fleisch etc.): Spüren Sie in sich hinein. Was verändert sich dadurch? Wie bekommt es mir, auf das Produkt zu verzichten?
  • Spüren Sie vor und während des Essens in sich hinein: Haben Sie Hunger oder nur etwas Appetit? Ist das, was Sie essen wollen, wirklich das, was Ihnen gut tun wird? Wie geht es Ihnen während des Essens?
  • Zwingen Sie sich, im Restaurant nicht alles aufzuessen: Sind Sie satt, ist es keine Schande etwas liegen zu lassen – auch dann nicht, wenn Sie es bezahlt haben.
  • Bestellen Sie nicht zu viel auf einmal: Brauchen Sie eine Vorspeise oder reicht das Hauptgericht? Schaffen Sie das Dessert noch oder können Sie es gar nicht mehr genießen, weil Sie schon gesättigt sind?
  • Hören Sie auf Ihre innere Stimme: Abgesehen von körperlichen Warnsignalen wie Völlegefühl, Bauchschmerzen oder Übelkeit gibt es auch seelische Mahnungen. Ihre innere Stimme sagt dann z. B.: „Das bekommt mir nicht. Ich sollte aufhören.“ Diese innere Stimme spricht jedoch meist sehr leise. Lernen Sie daher, genauer hinzuhören und Ihre eigenen Bedürfnisse zu beachten.


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