6. August 2014
Das ABC des Glücks

Das ABC des Glücks

Das Leben ist kein Wunschkonzert? Doch! Oft verlassen uns aber Mut oder Motivation. Für solche Momente erfand die psychologische Beraterin Su Busson ein Alphabet für die Seele. Jeder Buchstabe hilft, kleine wie große Träume wahr zu machen – und führt uns zu kraftvollen Antworten auf die Frage: Was will ich wirklich?

Glücksbringer
© Thinkstock / iStock / Marina Lohrbach
Glücksbringer

A wie Anfang

Bevor Sie überlegen, was Sie in Ihrem Leben än­ dern wollen, beherzigen Sie drei einfache Regeln: 1. Vieles in Ihrem Alltag läuft bereits richtig, kit­ ten Sie nichts, was nicht kaputt ist. 2.Was gut läuft, fühlt sich auch gut an. Tun Sie’s öfter. 3. Was fehlt oder falsch läuft, kostet Kraft. Wo diese Energie­räuber lauern, verrät Ihnen diese Übung: „Träumen wie ein Kind“: Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit. Fragen Sie sich: was will ich sein, tun, erreichen, besitzen, erschaffen oder anderen geben? Partnerschaft, Freunde, Familie. Beruf, Freizeit, Gesundheit, Finanzen - lassen Sie nichts aus. Notieren Sie alle Wünsche, die Ihnen einfallen. Sammeln Sie auf einem neuen Blatt die Wünsche, die Ihnen für die nächsten zwölf Monate am wichtigsten sind. Überlegen Sie: Was kann ich selbst aktiv dafür tun? Planen Sie zum Schluss vier konkre­te Schritte, die Sie heute, morgen, übermorgen und überübermorgen unternehmen wollen.

B wie Begeisterung

Erinnern Sie sich an A, ("Was gut läuft, fühlt sich auch gut an. Tun Sie es öfter? ") Darum geht es hier. Was bringt Ihre Seele zum Leuchten? Welche Tätigkeiten, Menschen, Orte, Tiere, Themen usw. begeistern Sie? Schreiben Sie alle Ihre großen und kleinen Kraftquellen auf.

C wie Check

Ausgangspunkt und Ansporn zugleich: Kreuzen Sie an, wie zutreffend diese zwölf Aussagen Ihre jetzige Situation beschreiben. Treffen Sie nicht oder kaum zu (1 bis 3 auf der Skala), erfahren Sie ganz rechts, welche Buchstaben Ihnen weiterhelfen. Trifft eine Aussage zu (4 bis 5 auf der Skala), wissen Sie, dass die dazu­ gehörigen Buchstaben für Sie im Moment nicht (mehr) so wichtig sind. Tipp: Kopieren Sie den Test zwölfmal und füllen Sie ihn in den nächsten Monaten etwa alle vier Wochen erneut aus, um festzustellen, was sich durch die Arbeit mir dem Abc verändert hat. Den Test zum Download finden Sie unten auf der Seite.

D wie Dankbarkeit

Das Abc soll Ihnen helfen, in den nächsten zwölf Monaten einige Herzenswünsche zu verwirklichen. Doch vieles passiert nicht von heute auf morgen. Sie brauchen Geduld, müssen Rückschläge aushalten. Deshalb ist es wichtig, all die Dinge, die bereits gut laufen, nicht aus den Augen zu verlieren. Sich dafür regelmäßig bewusst zu bedanken, macht glücklich und setzt neue Energie frei.
Übung „Dankbarkeitsritual“: Nehmen Sie sich jeden Abend ein paar Minuten Zeit. Überlegen Sie: Was hat mich heute gefreut und vorangebracht? Wem möchte ich danken? Für welche Selbstverständlichkeit bin ich dankbar? Schreiben Sie Ihre Antworten auf, z. B. in eine Art Tagebuch. Es kommt nicht darauf an, für möglichst viele Dinge Danke zu sagen. Empfinden Sie heute nur für eine Sache oder ein Erlebnis tiefe Dankbarkeit, ist das völlig okay.

E wie Eigenverantwortung

Es fühlt sich toll an, von Menschen, die Ihnen wichtig sind, ein Lob zu bekommen, wenn Sie ein Ziel erreichen oder Sie von Ihren Plänen erzählen. „Doch wenn wir davon unser Sein und Handeln abhängig machen, zahlen wir einen hohen Preis“, so Su Busson. „Bestenfalls fühlen wir uns sicher in einem Leben, in dem wir nicht glücklich sind.“
Schlimmstenfalls setzen Sie keinen Ihrer Pläne um, weil Sie befürchten, Ablehnung zu erleben. Wie „die anderen“ auf Ihr Verhalten reagieren, können Sie jedoch nicht wissen. Sie selbst müssen Verantwortung übernehmen.
Übung: Wer oder was genau hindert Sie daran, eigenverantwortlich zu handeln? ( H+M). Gehen Sie ihre Wunschliste noch einmal durch (A). Wofür brauchen Sie Hilfe? Was kriegen Sie notfalls alleine hin? Bedenken Sie: Kaum jemand reagiert aus Böswilligkeit negativ auf ihre Pläne. Vielmehr befürchten ihre Mitmenschen genau wie Sie, dass Ihre Vorhaben ihr Verhältnis verändern könnten. Sie wollen Sie nicht verlieren. Schön, das zu wissen, oder?

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F wie Fokus

Ihre Wünsche haben es verdient, dass Sie sich mit voller Aufmerksamkeit um sie kümmern. Leichter gesagt als getan. Jeden Tag buhlen unzählige Reize um unsere Konzentration. Die Folge: Es fällt uns immer schwerer Wichtiges und Unwichtiges zu unterscheiden.

Übung „Fokus-Ritual“: Nehmen Sie sich am besten jeden Morgen fünf Minuten Zeit. Ziehen Sie sich an einen ungestörten Ort zurück (i+S). Schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich darauf, wie Sie ein- und ausatmen. Überlegen Sie: Was ist für mich heute das Allerwichtigste? Was bringt mich heute meinem Traum näher? Was möchte ich tun, damit es ein guter Tag wird? Danach werden Sie fokussiert(er) in Ihren Alltag starten.

G wie Glaubenssätze

Wir kennen Sie alle, die falschen Glaubenssätze (z.B.:"Das wird nie was", "Das schaffst du sowieso nicht"). Jeder spiegelt ein destruktives Denkmuster, das uns beim Träumen und Wünschen zurückzucken lässt, als hätten wir eine heiße Herdplatte berührt. Sie werden verkörpert von inneren Verhinderern, die auftauchen, sobald wir "herumspinnen": Schwarzmaler, Überbesorgte und Runterputzer.

Übung "Neue Glaubenssätze": Suchen Sie sich einen Wunsch auf ihrer Liste aus (A). Stellen Sie sich jetzt vor, alle ihre inneren Verhinderer setzen sich mit Ihnen an einen Tisch. Hören Sie sich an, was sie zu sagen haben. Fragen Sie sich: Ist das wirklich wahr (auf einer Skala von null bis 100 Prozent)? Vergessen Sie nicht, dass jeder Glaubenssatz bloß eine Möglichkeit darstellt, die Welt zu deuten. Suchen Sie nach Alternativen! Gestalten Sie beispielsweise eine große Karte, auf der möglichst viele Fortsetzungen für diesen Satz stehen sollten:"Meine Träume und Wünsche verwirklichen sich, weil ..." Diese Karte können Sie dann gut sichtbar an Ihren Kühlschrank hängen oder auf Ihren Schreibtisch im Büro stellen.

H wie Handeln

Handlungsfähig bleiben – manchmal eine Hürde. Wenn sich die Dinge nur schleppend entwickeln, die Motivation nachlässt oder Angst uns lähmt. Scheint nichts voranzugehen, fragen Sie sich: Was hilft mir, durchzuhalten (i+B)? Wo kriege ich Unterstützung (i+U)? Was gewinne ich, wenn ich weitermache? Lässt Ihre Motivation nach, überlegen Sie: Will ich das wirklich? Warum? Wünsche verändern sich, oder wir erkennen schließlich, dass es doch nicht die eigenen sind (i+E). Dann ist es an der Zeit, loszulassen. Können wir die Folgen unseres Handelns noch nicht abschätzen, meldet sich die Angst. Zeit für einen Realitäts-Check: Wie wahrscheinlich ist eine „Katastrophe“? Was haben Sie in ähnlichen Situationen erlebt? Stellen Sie sich vor, Ihre Angst wäre eine Person, die verhindern will, dass Sie weitergehen.Nehmen Sie sich in Gedanken in den Arm und sagen Sie ihr:"Komm, wir gehen gemeinsam." (M)

I wie innere Führung

Sie besichtigen eine Wohnung und spüren: Das ist die Richtige. Sie fahren Auto und wissen plötzlich: Bieg ab, da ist ein Parkplatz. In solchen Momenten spüren wir unsere innere Führung (Intuition). Wir nutzen dabei Wissen, von dem wir oft gar nicht wissen, dass wir es wissen. Hört sich kompliziert an. Das Entscheidende ist aber: Sie können der inneren Führung vertrauen! In Momenten der Stille, in denen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit ganz bei sich sind (i+F, i+S), hören Sie sie am intensivsten. Sie können ihr Fragen stellen, mit ihr sprechen oder ihr einfach nur zuhören. Je häufiger Sie das tun, desto zuverlässiger wird sie Ihnen beistehen, wenn es darauf ankommt.

J wie Ja Sagen

Die inneren Verhinderer sind auch eine Prüfungskommission, die neue Wege skeptisch beurteilt (G). So setzt Sie ihrem "Club der Neinsager und Selbstzweifler" ein starkes Ja entgegen.

Übung "Zaubertrank": Schreiben Sie folgende Sätze auf eine Karteikarte, die Sie bei sich tragen, oder lernen Sie sie wie ein Mantra nach und nach auswendig: „Ich bin richtig und wertvoll, genau so, wie ich bin. Ich bin einzigartig. Wie jeder Mensch habe ich Stärken und Talente. Wie jeder Mensch habe ich Schwächen, die sich zeigen, um verändert zu werden. Nichts an mir ist falsch. Ich darf sein, wie ich bin. Und das ist gut so.“ Mehrmals am Tag zumindest gedanklich aussprechen!

K wie Kongruenz

Ob ein Wunsch mit unserem Charakter kongruent ist, also mit ihm übereinstimmt, zeigt sich am klarsten, wenn wir uns vor Augen führen, welche Pflichten mit seiner Erfüllung einhergehen. "Was ist der Preis, wenn mein Plan aufgeht?", fragt Su Busson, "und bin ich bereit, diesen Preis zu zahlen?" Der "Simsalabim"-Test der US-Psychologin Barbara Sher ("Lebe das Leben, von dem du träumst, dtv, 240 Seiten, 9,90 Euro) verrät es Ihnen: Stellen Sie sich vor, ein Zauberer taucht auf und - Simsalabim! - Ihr Wunsch geht in Erfüllung. Malen Sier sich die Situation so realistisch wie möglich aus. Angenommen, Sie wünschen sich einen Hund. Jetzt haben Sie ihn - und müssen viermal am Tag, bei jedem Wetter, mit ihm raus. Er muss gefüttert, erzogen und zum Tierarzt gebracht werden. Fühlt sich der Wunsch immer noch stimmig an? Wollen Sie es immer noch?

L wie Leo

Als Kinder brachten sich Su Busson und ihre Freunde beim Fangenspielen mit dem Ausruf „Leo!“ in Sicherheit. Auch Ihre Seele braucht so einen Leo, einen Ort, an dem sie ausruhen kann, denn: Veränderungsprozesse kosten Kraft. Schaffen Sie sich deshalb in den eigenen vier Wänden einen Rückzugsort (i+S). Vielleicht kennen Sie auch einen Platz außer Haus – ein Gebäude, einen See oder Park –, zum Krafttanken. Überlegen Sie: Welche Menschen geben Ihnen Halt? Auf wen können Sie sich hundertprozentig verlassen? (i+U) Dort sind Sie richtig, wann immer Sie eine Pause brauchen.

M wie Mut

Je mehr wir uns verändern wollen, desto stärker fürchten wir uns vor dem ersten Schritt, den Folgen und den Risiken (i+E, i+G). Stellen Sie für solche Momente Ihre persönlichen Mutmacher zusammen, etwa kraftvolle Zitate. Denken Sie bewusst an Situationen, die Sie trotz Angst gemeistert haben, z. B. Ihre Fahrprüfung. Oder Sie stellen sich vor, dass Sie den fehlenden Mut wie einen Freund einladen. Sagen Sie innerlich: „Ich bitte jetzt um Mut.“ Was fühlt sich danach anders an?

N wie Nicht-Tun

Die Hände in den Schoß legen, obwohl es um Herzenswünsche geht? Klingt paradox, schützt aber vor einer Überforderung: Niemand kann ununterbrochen nur im Sinne seiner Wünsche handeln und ausschließlich das tun, was „man“ für solche Vorhaben leisten sollte. Wenn Sie heute Abend Lust haben, ins Kino zu gehen, dann folgen Sie dem Impuls. Erledigen Sie Dinge nur, wenn Sie sie wirklich erledigen wollen und in Ihrem persönlichen Rhythmus (i+Y). Und wer weiß: Vielleicht treffen Sie im Kino, jenem Ort, der eigentlich überhaupt nichts mit Ihren Plänen zu tun hat, plötzlich doch jemanden, der Sie auf ungeahnte Weise unterstützen kann. Nicht-Tun heißt also auch: geschehen lassen.

O wie Offenheit

Innere Glaubenssätze schränken unsere Wahrnehmung ein (i+G): Am Ende registrieren wir nur noch das, was sie bestätigt. Bleiben Sie offen. Fragen Sie sich einfach: Was, wenn es gut wird? Was könnte im besten Fall passieren? Was kann ich selbst dafür tun, damit es gut wird? Eine Frage, die auch Ihre innere Führung gut beantworten kann (i+I).

P wie Perspektivenwechsel

Wir sind Gewohnheitstiere (i+R) – auch wenn wir uns selbst betrachten. Doch erst ein neuer Blickwinkel zeigt uns neue Wege auf. Probieren Sie es: Putzen Sie Ihre Zähne mal nicht mit Ihrer Schreibhand. Stellen Sie einige Möbel um. Fahren Sie einen anderen Weg zur Arbeit. Auch so kleine Perspektivwechsel können viel bewirken. Und stellt sich ein Problem, fragen Sie sich doch mal: Was muss ich tun, um es schlimmer zu machen? Umso schneller entlarven sie „schlechte“ Gewohnheiten.

Q wie Quintessenz

Wie sehr wir den Alltag im Autopilot bestreiten, merken wir erst, wenn Außerplanmäßiges passiert: Die S-Bahn fällt aus, eine Straße wurde gesperrt, im Büro heult plötzlich der Rauchmelder- Der Autopilot ist zwar bequem, doch Zugang zu echten Herzenswünschen bekommen wir so eher nicht.
Übung "Das Wichtigste": Nehmen Sie sich etwa 10 Minuten Zeit. Beenden Sie mehrmals hintereinander folgenden Satz:"Das Wichtigste im Leben ist ..." Überlegen Sie: Was tue ich dafür? Wie gefährde ich es? Was möchte ich rückblickend über mein Leben sagen können? Tipp: Während der Übung können Sie einen Talisman, z.B. Schmuckstück, in der Hand halten. Damit fällt es Ihnen in Zukunft leichter, sich an Ihre Gefühle bei der Übung zu erinnern und den Autopilot regelmäßig abzuschalten.

R wie Ritual

Gesünder essen, mehr Sport treiben, Freunde treffen statt fernsehen – egal, welches Verhalten wir uns wünschen, es dauert etwa einen Monat, bis es zu einer festen Gewohnheit wird. Warum? Unter anderem auch deswegen, weil wir vorhandene liebgewonnene Rituale erst aufgeben müssen. Machen Sie also den Gewohnheits-Check.
Übung „Gewohnheits-Check“: Überlegen Sie, welche Gewohnheiten und Rituale Sie im Alltag pflegen; gute und weniger gute. Fragen Sie sich: Welche unterstützen meine Wünsche? Die sollten Sie beibehalten. Zu Gewohnheiten und Ritualen, die Ihren Plänen eher im Weg stehen, sollten Sie sich Alternativen überlegen (i+D; i+F; i+S).

S wie Stille

Vor Momenten absoluter Ruhe schrecken wir eher zurück. Weil wir uns fragen: Was wird da in mir "hochkommen"? Aber:"Solange wir vor der Stille davonlaufen, laufen wir vor uns selbst davon", sagt Su Busson. Wer sich dagegen regelmäßig bewusst der täglichen Reizüberflutung entzieht, handelt danach authentischer und fokussierter (i+F; i I). Tipp: Gönnen Sie sich am besten fünfmal pro Woche 15 Minuten Stille, z. B. indem Sie meditie­ren, Yoga machen oder sich an Ihren persön­lichen Kraftort zurück­ ziehen (i+L).

T wie Tatendrang

Wünsche wahr zu machen, erfordert vor allem Kopfarbeit. Ihr geistiger Tatendrang bleibt aber nur erhalten, wenn Sie Ihrem Körper geben, was er braucht: Schlaf, gesundes Essen, Bewegung, Entspannung. Oft reicht eine kurze Atemübung als Energie-Kick: Setzen Sie sich aufrecht hin. Atmen Sie fünf Minuten lang durch die Nase ein und aus. Spüren Sie, wie die Luft Brust und Bauch füllt. Stellen Sie sich vor, wie Sie mit jedem Atemzug neue Lebensenergie aufsaugen und allesNegativefortblasen,was gerade in Ihnen ist.

U wie Umfeld

Es kann uns beflügeln und lähmen zugleich (i+E). Umso wichtiger ist eine regelmäßige, ehrliche Bestandsaufnahme: Wer tut mir gut? Wem kann ich erzählen, was ich auf dem Herzen habe? Aber auch: Wer kostet mich Kraft? Wer nutzt mich aus? Mit „Leo“-Menschen (i+L) sollten Sie mehr Zeit verbringen, aber den Kontakt zu Energieräubern so weit wie möglich einschränken. Pflegen Sie auch Ihr räumliches Umfeld. Trennen Sie sich von Dingen, die Sie nicht mehr brauchen. Räumen Sie um, kaufen Sie Blumen, Raumdüfte, verändern Sie die Farben oder die Beleuchtung.

V wie Vertrauen

Müsste sich nicht längst etwas verändern? Habe ich genug getan? Unser (Selbst-)Vertrauen lässt sich leicht erschüttern. Schnell meldet sich der innere Kritiker: „Hab’s dir ja gesagt!“ (i+G). Wer dann jedoch versucht, Dinge zu kontrollieren oder zu beschleunigen, die er in Wahrheit nicht beeinflussen kann, stört den Lauf der Dinge nur noch mehr (i+N).
Übung „Vertrauen“: Eine gute Fee schenkt Ihnen tiefstes Vertrauen ins Leben und die tolle Gewissheit, dass das Schicksal immer auf Ihrer Seite ist. Woran würden Sie dieses Vertrauen erkennen? Was würde diese Gewissheit verändern? Was würden Sie ab sofort (anders) machen? Was würden Sie sich jetzt trauen?

W wie Wahlfreiheit

In jedem Wunsch steckt eine Entscheidung: für einen Lebensweg und gegen einen anderen. Eigentlich eine tolle Sache. Wäre da nicht diese Angst vor einer falschen Wahl. Dann jedoch einen Entschluss reflexartig aufzuschieben oder gar nicht zu fassen, ändert nichts– und ist auch eine Wahl. Stellen Sie sich folgende Fragen, wenn Angst Ihre Wahlfreiheit bedroht: Was könnte im schlimmsten Fall passieren? Wie wahrscheinlich ist das? Die eingebildete Katastrophe verliert so ihren Schrecken. Nutzen Sie auch den Perspektivwechsel (i+P): Was habe ich zu gewinnen? Was könnte im besten Fall geschehen? Welchen Preis zahle ich, wenn ich jetzt keine Entscheidungen treffe?

X wie der Faktor X

Wenn Sie einen starken Wunsch nach etwas verspüren, haben Sie auch das Potenzial, ihn zu verwirklichen“, sagt Su Busson. Diese Kraft ist mit „X-Faktor“ gemeint. Jener magische Moment, in dem wir mühelos Zugriff auf all unsere Fähigkeiten haben, intuitiv wissen, wie wir sie einsetzen, und aufgehen in dem, was wir tun. Lernen Sie Ihren X-Faktor kennen. Überlegen Sie: Wofür schlägt mein Herz? (i+B). Was zeichnet mich aus? Wofür bekomme ich Komplimente? Wo sehen andere meine Stärken? Was wollte ich als Kind gern werden?

Y wie Yin und Yang

Jeder kennt diese beiden Begriffe aus der chinesischen Philosophie, dem Daoismus. Sie stehen für Prinzipien (Kräfte), die auf den ersten Blick entgegengesetzt erscheinen, auf den zweiten aber nicht ohne das andere bestehen können. Yang steht z.B. für hell, hart, heiß und männlich, Yin für dunkel, weich, kalt und weiblich. Was bedeutet das für Ihr „Wachstums-Abc“? Ganz einfach: Sie sollten immer sowohl mit „passiven“ Yin- als auch mit „aktiven“ Yang-Buchstaben arbeiten. Kreieren Sie dabei Ihren eigenen Wohlfühl-Rhythmus. Yang-Buchstaben: A, B, E, F, G, H, M, T Yin-Buchstaben: D, I, J, L, N, O, S, V

Z wie Zukunft

Wo werden Sie in zwölf Monaten stehen? Genau kann das heute niemand sagen. Deshalb ist es so wichtig, sich regelmäßig zu fragen: was kann ich hier und jetzt tun? In den seltensten Fällen sind so radikale Schritte wie eine Kündigung oder Trennung nötig. Vielmehr sollten Sie darauf vertrauen (i+V), dass bereits kleine Veränderungen in der Gegenwart etwas Großes für Ihre Zukunft bewirken können.
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